Brettorfs Bundesliga-Faustballer holen sich Nord-Vize-Titel / Ahlhorn Letzter

Licht und Schatten

Musste sich strecken: Brettorfs Tom Hartung.
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Musste sich strecken: Brettorfs Tom Hartung.

Was für ein Saisonfinale in der 1. Bundesliga Nord der Faustballer: Während sich der TV Brettorf in der Siegerunde noch von Platz drei auf Rang zwei verbesserte und somit den Nord-Vize-Titel einheimste, beendete der Alhorner SV die Verliererrunde vor eigener Kulisse zumindest mit seinem ersten Saisonsieg. Doch es reichte nicht. Am Ende blieben die Ahlhorner Tabellenletzter.

  • Berttorf sammelt Selbstvertrauen für DM.
  • Ahlhorn holt ersten Saisonsieg.
  • Aufstiegsrelegation entscheidet über Auf- und Abstieg.

Brettorf/Ahlhorn – Doch der Reihe nach. Fangen wir mit dem Positiven an. In der Bundeshauptstadt stand für Brettorfs Trainer Klaus Tabke und sein Team die Siegerrunde auf dem Programm. Und seine Mannschaft hat den Ausflug ins sonnige Berlin nicht nur zum Sightseeing genutzt, sondern dort auch noch die Nord-Vizemeisterschaft eingefahren. Sehr zur Freude von Tabke: „Ich wäre natürlich lieber Meister geworden. Dennoch bin ich mit einem positiven Gefühl aus Berlin zurückgekommen. Meine Mannschaft hat sich spielerisch auf jeden Fall gesteigert.“

Bereits im ersten der drei Spiele waren die Brettorfer voll da. Gegen die Berliner Turnerschaft setzten sich die Niedersachsen völlig verdient mit 3:1 (5:11, 11:9, 12:10, 12:10) durch. Ein Sieg, der nicht unbedingt zu erwarten war. Besonders im ersten Satz taten sich die Brettorfer noch etwas schwer, brauchten eine Weile, um ins Spiel zu finden. So verwunderte es auch nicht, dass dieser relativ deutlich mit 5:11 verloren ging. Davon ließ sich das Team aber nicht verunsichern, gewann Satz zwei knapp mit 11:9. Mit einem eisernen Willen gingen auch Satz drei und vier mit jeweils 12:10 an die Brettorfer.

Mit dem Sieg im Rücken musste die Mannschaft dann wohl gegen den stärksten Gegner ran – Spitzenreiter Hagen. Der TVB bot den Hagenern jedoch Paroli, unterlag am Ende knapp mit 2:3 (7:11, 11:3, 11:9, 10:12, 5:11).

Deutsche Meisterschaft startet in Brettorf am 28. August

Zum dritten und letzten Spiel war der Akku aber wieder geladen. Gegen den VfK 1901 Berlin zeigte das Tabke-Team eine starke Leistung, fuhr einen ungefährdeten 3:1 (11:8, 6:11, 11:9, 11:7)-Erfolg ein, der am Ende den TV Brettdorf den Nord-Vizetitel bescherte. Somit kann der Verein sich völlig entspannt auf die Deutsche Meisterschaft (28. und 29. August) vorbereiten, an der neben dem Gastgeber TV Brettdorf auch Meister TSV Hagen 1860 sowie die Berliner TS teilnehmen. Aus der Bundesliga Süd haben sich zudem noch der TSV Pfungstadt, der TSV Calw und der TV Käfertal für die DM qualifiziert.

Damit stehen auch die DM-Paarungen fest: Der TV Brettorf tritt in seinem Qualifikationsspiel als Nord-Zweiter gegen den TV Käfertal an. Der Sieger fordert im Halbfinale den TSV Pfungstadt heraus. Das zweite Quali-Spiel bestreiten der TSV Calw und die Berliner TS. Der Sieger trifft im Halbfinale auf den TSV Hagen 1860.

Während Brettorf gut gelaunt die Heimreise antrat, musste sich der Ahlhorner SV am Ende mit dem letzten Tabellenplatz begnügen. Doch zumindest erzielte die Mannschaft um Spielertrainer Tim Albrecht in der Verlierrunde noch seinen ersten Saisonsieg, gewann im letzten Spiel gegen den Vorletzten VfL Kellinghausen souverän mit 3:1 (11:9, 11:6, 14:15, 11:6). „Zumindest haben wir unser Tagesziel erreicht“, freute sich Albrecht über den ersten Sieg. Lediglich der dritte Satz war hart umkämpft. Damit haben die Spieler des Ahlhorner SV auf jeden Fall Moral beweisen und noch einmal alles aus sich herausgeholt.

Tim Albrecht: „Gegen Leichlingen waren wir dicht dran“

Denn in den beiden Spielen zuvor gegen TK Hannover und Leichlinger TV lief es nicht ganz nach ihren Vorstellungen. Gegen Hannover setzte es eine 1:3 (5:11, 11:6, 8:11, 7:11)-Niederlage. Genau wie gegen den Leichlinger TV (11:6, 10:12, 5:11, 8:11). „Gegen Leichlingen waren wir aber dicht dran, hätten fast den ersten und zweiten Satz gewonnen. Uns sind zum Ende der Begegnung aber zu viele Fehler unterlaufen“, fasste Albrecht zusammen.

Doch noch steht der Abstieg für den ASV nicht fest. Am 14. und 15. August hat die Mannschaft die Chance, sich noch einmal gegen den drohenden Abstieg zu stemmen. Dann steht nämlich die Aufstiegsrelegation zur 1. Bundesliga Nord an, an dem der Ahlhorner SV wegen der Corona-Pandemie ausnahmsweise teilnehmen darf.

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