Angreifer wird zum „Klassiker“

Fußball-Landesligist VfL Wildeshausen muss ohne Lennart Feldhus planen

Stürmer Lennart Feldhus vom  VfL Wildeshausen läuft mit dem Ball am Fuß Richtung Tor.
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Déjà-vu: Zum zweiten Mal verlässt Lennart Feldhus den VfL Wildeshausen.

Aus beruflichen und privaten Gründen verabschiedet sich Lennart Feldhus beim VfL Wildeshausen. Der lange Angreifer ist bereits der fünfte Spieler, der den Fußball-Landesligisten im Sommer verlassen wird.

  • Im Sommer wird Lennart Feldhus den VfL Wildeshausen verlassen.
  • Der lange Angreifer ist beim Fußball-Landesligisten bereits Abgang Nummer fünf.
  • Einen neuen Verein hat der „Turm“ aber noch nicht.

Wildeshausen – Der angekündigte Umbruch beim VfL Wildeshausen schreitet weiter voran. Nun ist klar, dass auch Lennart Feldhus den Fußball-Landesligisten im Sommer verlassen wird. Der lange Angreifer ist nach den Mittelfeldspielern Steve Köster (BW Bümmerstede), Sebastian Bröcker (wechselt auf den Betreuerposten) und Hauke Glück (eigene U 23) sowie Torhüter Sören Willers (TSV Großenkneten) bereits der fünfte Akteur des bisherigen Kaders, der den Krandel-Kickern in der kommenden Serie nicht mehr zur Verfügung steht. „Dennoch sind wir sehr positiv gestimmt, dass wir auch für die neue Saison eine schlagkräftige Mannschaft zusammenstellen können“, sagt Teammanager Sebastian Pundsack.

Aufwand wird zu groß

„Lennart wohnt jetzt im Landkreis Vechta, außerdem haben sich berufliche Veränderungen bei ihm ergeben – der Klassiker halt“, nennt VfL-Coach Marcel Bragula seufzend die Gründe, die zur Trennung geführt haben. Im vergangenen Sommer hatten Feldhus und seine Freundin deren Elternhaus in Lutten übernommen. Zudem will sich der Betriebswirt nach abgeschlossenem Studium nun auf seinen Job im Vertrieb eines Oldenburger Maschinenbauunternehmens konzentrieren. Der Aufwand mit drei Trainingseinheiten pro Woche in Wildeshausen plus Spiel wurde ihm da zu groß.

Der „Turm“, wie Feldhus aufgrund seiner 1,95 Meter Körpergröße beim VfL genannt wurde, geht mit einem weinenden Auge. „Es war eine schöne Zeit! Ich habe einiges mitgenommen“, erinnert sich Feldhus an seine insgesamt viereinhalb Jahre in der Huntestadt, die sich in zwei Abschnitte unterteilen. Nach seinem Wechsel vom Kreisligisten TV Munderloh schoss er die Wittekind-Crew 2016 mit 14 Treffern zum Klassenerhalt in der Landesliga. Im darauffolgenden Jahr netzte der Stürmer sechsmal – und der VfL stieg ab. „Trotzdem möchte ich die Erfahrung nicht missen. Auch im Abstiegsjahr haben wir super Spiele gemacht, zum Beispiel das 3:1 gegen Kickers Emden – sowas bleibt schon hängen“, bilanziert Feldhus.

Zehn Treffer für die Bezirksliga-Meisterschaft

Anschließend wechselte der Wardenburger studienbedingt zum hannoverschen Landesligisten SV Ramlingen/Ehlershausen, ehe er im Winter 2018 wieder im Krandel anheuerte und in der zweiten Halbserie zehn Buden zur Bezirksliga-Meisterschaft beisteuerte. Die vergangene (zwölf Einsätze, fünf Treffer) und die aktuelle Landesliga-Spielzeit (6/0) wurden dann komplett von Corona überschattet.

Das Kicken lernte Feldhus beim SV Tungeln. Außerdem spielte er für den Nachwuchs des VfR Wardenburg und VfL Oldenburg. Im Herrenbereich war er in Munderloh, Ramlingen und beim Ahlhorner SV aktiv. „Aber Wildeshausen ist die Station, die den größten Stellenwert einnimmt, schließlich war ich hier auch am längsten“, unterstreicht der 27-Jährige.

Ein Bezirksligist sollte es schon sein

Einen neuen Verein kann der Torjäger nicht präsentieren. „Da gibt es nichts zu verkünden. Es ist auch nicht so, dass ich proaktiv auf der Suche wäre. Aber wenn sich etwas ergibt, höre ich mir das gerne an“, sagt Feldhus. Ein Bezirksligist sollte es mindestens sein. „Dafür bin ich zu ehrgeizig“, meint der Angreifer.

Lennart ist ein Mittelstürmer, wie man ihn heute nur noch selten findet.

VfL-Coach Marcel Bragula über Angreifer Lennart Feldhus

Sein künftiger Club darf sich freuen. „Lennart hat trotz seiner Länge eine gute Technik, deshalb ist er schwer zu verteidigen. Außerdem muss ich seinen Einsatz und sein Engagement hervorheben. Er hat eine super Trainingsbeteiligung und sein Privatleben immer um Fußball herum geplant“, lässt Bragula den Offensivmann nur ungern ziehen.

Ersatz steht in Winterneuzugang Lucas Abel aber schon parat. Trotz seiner 1,99 Meter sei der 20-jährige Großenkneter jedoch ein anderer Stürmertyp, erläutert Bragula. Als echter Strafraumspieler ist nur noch René Tramitzke übrig. „Aber auch Maximilian Seidel und Timo Goldner können eine variable Neun spielen“, weiß sich der Trainer zu helfen.

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