Harpstedter TB II kommt in Wüsting unter die Räder

Lenkeit hat beim 0:8 nichts zu lachen

 Jannes Pleus (rechts) vom TSV Ippener auf dem Weg zum Tor.
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Seinem Eckstoß entsprang das 1:1: Ippeners Jannes Pleus (r.) war maßgeblich am Ausgleich beteiligt.

Landkreis – Seinen Einstand als Trainer des Harpstedter TB II wird sich Dirk Lenkeit gewiss ganz anders vorgestellt haben. Zum Saisonstart in der 1. Fußball-Kreisklasse kam die HTB-Reserve bei den SF Wüsting böse mit 0:8 unter die Räder. Erfolgreicher verlief die Punktspielpremiere von Frank Fischer als Coach des TSV Ippener: Nach zweimaligem Rückstand holte die Crew des 56-jährigen Bassumers gegen den TuS Heidkrug II immerhin ein 2:2. Der SC Colnrade verdiente sich gegen den Bookholzberger TB einen 3:2-Erfolg, während die Beckeln Fountains beim SV Tungeln eine 0:3-Pleite kassierten.

SF Wüsting – Harpstedter TB II 8:0 (4:0): Urlaubsbedingt konnten die Gäste nur mit einer Rumpfmannschaft antreten, in der Richard Dulzon aus dem dritten Harpstedter Team aushalf. „Das ist natürlich ärgerlich“, meinte HTB-Routinier Michael Würdemann. Dann knickte auch noch Steffen Meyer nach einem eigentlich gewonnenen Kopfballduell mit dem Fuß um, so dass Jörn Lohmüller praktisch ohne Gegenwehr das 1:0 für Wüsting erzielen konnte (8.). „Wüsting war die bessere Mannschaft. Sie waren komplett überlegen und haben den Ball sehr gut laufen lassen“, berichtete Würdemann. Harpstedt bekam im Mittelfeld überhaupt keinen Zugriff. Zunächst verhinderte HTB-Schlussmann Ole Grabowski weitere Gegentreffer. Dann erhöhten Hendrik Paradies (18.), Kevin Wolff (35.) und Jörn Lohmüller (40./44.) aber noch vor der Pause auf 5:0. Immer wieder kamen die Gastgeber mit langen Diagonalbällen in den Rücken der HTB-Abwehr. Erst mit der Einwechslung des angeschlagenen Torjägers Roman Seibel (72.) kam Harpstedt besser ins Spiel. „Roman hat vorn die Bälle festgemacht, so dass die anderen nachrücken konnten“, erläuterte Würdemann. Zudem besaß Seibel auch die beiden besten HTB-Chancen, scheiterte aber jeweils am starken Wüstinger Keeper Dario Reuter. Stattdessen schraubten Jörn Lohmüller (59.), Kevin Wolff (86.) und Marvin Albrecht (90.) das Resultat auf 8:0. „Das Ergebnis geht am Ende auch in der Höhe in Ordnung. Ich habe Wüsting vor der Saison nicht umsonst auf das Podest gehoben – sie haben absolutes Kreisliga-Niveau“, lobte Würdemann. Zu allem Überfluss verletzte sich Lasse Thielsch noch an der Schulter. „Hoffentlich nichts Schlimmeres, sonst hätten wir die Niederlage auch noch teuer bezahlt“, sagte Würdemann.

SC Colnrade – Bookholzberger TB 3:2 (0:0): Ihre einzige Niederlage in der Coronasaison 2020/2021 hatten die Colnrader gegen Bookholzberg kassiert (2:5). „Deshalb wollten wir unbedingt gewinnen“, erklärte SC-Spielertrainer Sascha Albers. In der torlosen ersten Hälfte gab es Chancen auf beiden Seiten. Die dickste vergab Patrick Zikura, der nach Querpass von André Sommerfeld aber den Ball verfehlte (35.). Das sollte sich nach dem Seitenwechsel zunächst rächen, als Nils-Alexander Riedel die Gäste mit 1:0 in Führung brachte (54.). Doch nach einem Doppelpass mit Erik Lindemann sorgte Dominik Albers für den schnellen Ausgleich (63.) und markierte im Nachsetzen auch das 2:1 für Colnrade (68.). Zuvor hatte Paul Boger den Ball nicht an BTB-Torhüter Marvin Schmidt vorbeibringen können. Auch beim dritten SC-Treffer hatte Dominik Albers seine Füße im Spiel, indem er André Sommerfeld nach einem Ballgewinn in der eigenen Hälfte steil schickte und dieser eiskalt zum 3:1 vollstreckte (76.). Es wurde jedoch gleich wieder spannend, weil Christoph Popow einen Schuss von Devrim Onglu mit dem Kopf zum 2:3 ins eigene Tor abfälschte (79.). „Bookholzberg hat ordentlich Druck gemacht. Wir hatten das glücklichere Ende für uns. Aber das Glück muss man sich manchmal auch erkämpfen“, philosophierte Sascha Albers, der sich über die starke Mannschaftsleistung freute.

SV Tungeln – Beckeln Fountains 3:0 (1:0): Beckeln musste auf die Stammkräfte Lennart Lange, Christoph Hartlage, Eike Büssenschütt und Sebastian Bahrs verzichten. Zudem verletzte sich Kian Töllner beim Warmmachen am Oberschenkel. Der Mittelfeldspieler probierte es zwar, musste aber bereits nach zwei Minuten abwinken. „Dafür haben wir es gut gemacht“, fand Fountains-Coach Matthias Büsing. Allerdings war seine Crew bei den Gegentreffern nicht auf der Höhe. Das 1:0 erzielte Erhan-Nico Ache per Direktabnahme (16.). „Da waren wir auf dem Flügel zu offen und in der Mitte trotz Überzahl unsortiert“, monierte Büsing. Das 2:0 besorgte Maik Tümkaya per Foulelfmeter (47.). „Über das Bein muss man nicht fliegen, aber wenn es da steht, nimmt man es gerne mit“, bewertete Büsing die Szene. Dem Verursacher wollte er keinen Vorwurf machen, zumal Max Würdemann „auf dem besten Weg ist, eine gute Alternative zu werden“. Angetan zeigte sich der Übungsleiter auch von der Leistung Marlon Töllners, der nach längerer Fußballpause sofort über 90 Minuten gehen musste und sich „voll reingehängt“ hatte. Vor dem 3:0 durch Nico Geblonsky hatte es Beckeln zweimal nicht geschafft, ordentlich zu klären (62.). Erst mit der Einwechslung von Sturmtank Jens Kruse und der Umstellung vom 4-1-4-1 auf eine 4-4-2-Formation kam Beckeln zu Chancen. Doch weder Kruse (2) noch Timo Gralheer und Janes Evers konnten Kapital daraus schlagen. „Am Ende des Tages war nicht mehr drin“, bilanzierte Büsing.

TSV Ippener – TuS Heidkrug II 2:2 (0:1): „Das war ein runder Nachmittag! Ich bin komplett zufrieden, auch wenn ich natürlich gerne gewonnen hätte, was bei besserer Chancenverwertung auch möglich gewesen wäre“, resümierte TSV-Coach Frank Fischer. Seine Elf begann stark und hätte durch Jason Sander in Führung gehen können. Doch der Neuzugang vom Delmenhorster TB zielte daneben (13.). Praktisch im Gegenzug konnte TSV-Keeper Len Bosse, der hart bedrängt wurde, einen hohen Ball nicht festhalten. Heidkrugs Lucas Dotschat war der Nutznießer – 0:1 (16.). „Da mussten wir uns erstmal schütteln“, sagte Fischer. Erst kurz vor Ende der ersten Hälfte erholte sich sein Team von dem Rückstand. Jacob Köhler, der für viel Schwung sorgte, verpasste zweimal den möglichen Ausgleich (42./43.). Der war aber gleich nach Wiederbeginn fällig: Nach einem Eckstoß von Jannes Pleus hieß es 1:1 (47.). „Das war aber eher ein Eigentor. Ich denke, dass da noch einer dran war“, meinte Fischer. Doch prompt kassierte seine Mannschaft den nächsten Dämpfer: Einen unnötigen Ballverlust bestrafte Fabio Goritz mit dem 2:1 für Heidkrugs Bezirksliga-Reserve (49.). Erneut brauchte Ippener lange, um den Nackenschlag zu verdauen. In der Schlussoffensive verlängerte Matthias Ideker einen Freistoß von Jakob Wehrenberg mit dem Kopf, und der aufgerückte Innenverteidiger Arne Meyer bugsierte die Kugel zum 2:2 ins Netz (86.). „Komplett verdient“, fand Fischer. Ein Sonderlob zollte er Thomas Lehmkuhl, der zunächst als Linksverteidiger und später im Abwehrzentrum „viele Zweikämpfe angenommen und gewonnen“ hat.

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