Mitreißendes Derby

Lenkeit entführt an alter Wirkungsstätte drei Punkte

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Wildeshausens Kevin Strumpski musste beim 6:5-Derbysieg in Colnrade zu Beginn der zweiten Halbzeit wegen eines dicken Knöchels ausgewechselt werden.

Colnrade - Packende Zweikämpfe, elf Treffer und ein Platzverweis – das Nachbarschaftsduell zwischen dem SC Colnrade und dem VfL Wildeshausen II in der 1. Fußball-Kreisklasse hatte allerhand zu bieten. „Da war alles drin, was ein Derby ausmacht. Leider fehlte uns das nötige Glück“, sagte Colnrades Spielertrainer Sascha Albers nach dem 5:6 (3:4).

Dabei hatte die Partie aus Sicht der Platzherren perfekt begonnen. VfL-Keeper Patrick Hagen konnte einen Schuss von Jörg Schliehe-Diecks nicht festhalten, und Hannes Popow staubte zum 1:0 ab (7.). Torjäger Schliehe-Diecks erhöhte nach einer Viertelstunde auf 2:0 (15.). Zwar konnte VfL-Goalgetter Henning Nitzsche auf 1:2 verkürzen (16.), doch Schliehe-Diecks ließ nach schöner Kombination über Sascha Albers und Daniel Gösling direkt das 3:1 folgen (21.).

„Wenn du nach 20 Minuten mit 1:3 hinten liegst und zur Halbzeit mit 4:3 führst, zeugt das von Charakter“, sagte VfL-Coach Dirk Lenkeit. Zunächst egalisierte sein Goalgetter Henning Nitzsche mit einem Doppelpack zum 3:3. Dann brachte ein Eigentor von Sascha Albers die Krandel-Kicker erstmals in Front. „Den hätte ich vorne nicht schöner machen können“, ärgerte sich Colnrades Spielertrainer. Beim Versuch, einen Freistoß zu klären, rutschte ihm die Kugel über den Scheitel genau in den Knick.

Rot: „Ein absoluter Fehlgriff!“

Im zweiten Abschnitt legte Jonas Matschke zum 5:3 nach (49.). Dann zeigte Schiedsrichter Ralf Cordoni (VfR Wardenburg) Colnrades Alexander Dullin wegen einer vermeintlichen Notbremse die Rote Karte (65.). „Ein absoluter Fehlgriff!“, ärgerte sich Albers. Während sein Torhüter Lukas Kucharski noch dabei war, die Mauer für den folgenden Freistoß zu stellen, schoss Henning Nitzsche den Ball zum 6:3 ins Netz (65.). „Das war für uns der Genickbruch“, meinte Albers.

Trotzdem bewies seine Crew Moral und kam durch Daniel Gösling (78.) und ein Eigentor von Tim Albus (89.) noch mal bis auf 5:6 heran. Zu mehr reichte es jedoch nicht. „Schade! Wir hätten einen Punkt verdient gehabt“, bedauerte Albers. „Vor allem mit zehn Mann haben wir gut dagegen gehalten.“

Dirk Lenkeit schmeckte es verständlicherweise nicht, dass es seine Mannen nach dem 6:3 noch einmal spannend werden ließen. „Wenn es unentschieden ausgeht, dürfen wir uns nicht beschweren. Letztlich bin ich froh, dass wir drei Punkte mitgenommen haben“, bilanzierte Wildeshausens Übungsleiter nach der kampfbetonten Partie. Lenkeit, der zwischen 2010 und 2013 als Trainer am Kieselhorster Weg gearbeitet hatte, durfte sich nach der Rückkehr an seine frühere Wirkungsstätte nicht nur über ein „angenehmes Wiedersehen mit vielen alten Bekannten“ freuen, sondern auch über den Sprung auf den zweiten Tabellenplatz. 

mar

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