Wochenende der Wahrheit für ASV

Gelingt TV Brettorf in Berlin eine Überraschung?

Spielertrainer Tim Lemke würde sich mit dem TV Brettorf gern aus dem Abstiegskampf verabschieden.

Ahlhorn/Brettorf - Das Wochenende der Wahrheit steht den Erstliga-Faustballern des Ahlhorner SV ins Haus. „Jetzt entscheidet sich, wohin die Reise geht: Behalten wir die DM-Qualifikation weiter im Auge oder wird die Meisterschaft ohne uns stattfinden?“, sagt ASV-Coach Karsten Bilger vor den richtungweisenden Partien beim TSV Hagen 1860 (Sonnabend, 16 Uhr) und gegen den VfL Kellinghusen (Sonntag, 11 Uhr).

Ahlhorns Lokalrivale TV Brettorf geht derweil auf Hauptstadt-Trip, wo er beim VfK 01 Berlin (Sonnabend, 16 Uhr) und bei der Berliner TS (Sonntag, 11 Uhr) antreten muss.

Hagen und Kellinghusen in der Lage Schwächen ausnutzen

Durch das glatte 5:1 beim Tabellenzweiten TV Voerde haben die Ahlhorner ihr zuvor leicht angekratztes Selbstvertrauen wieder aufpoliert. „Ich bin positiv gestimmt, auch wenn ich weiß, dass das zwei extrem schwierige Spiele werden“, sagt Karsten Bilger. Sowohl der Tabellendritte Hagen als auch der Tabellenvierte Kellinghusen „haben die Klasse, Schwächen von uns eiskalt auszunutzen – deshalb müssen wir hochkonzentriert sein und unsere Leistung abrufen“.

ASV-Schlagmann Christoph Johannes, der in Voerde nach kurzer Verletzungspause (eingeklemmter Nerv im Brustwirbelbereich) ein starkes Comeback gegeben hatte, hat die Belastung offenbar gut weggesteckt. „Ich gehe jedenfalls fest davon aus, dass er auflaufen wird“, sagt Bilger. Auf einen Christoph Johannes in Topform wird er auch nicht verzichten können, wenn es denn etwas werden soll mit dem Ticket für die DM-Endrunde in Moslesfehn (19./20. August). Bis auf Lucas Overberg (Ellenbogenverletzung) sind alle ASV-Akteure einsatzbereit.

Tabellenführer kann nur einen etatmäßigen Angreifer aufbieten

Dagegen muss Brettorfs Spielertrainer Tim Lemke beim Berlin-Doppel auf zwei Teamkollegen verzichten: Kapitän Timo Kläner ist verhindert, und Christian Abel laboriert weiterhin an seinem lädierten Ellenbogen. Dafür fahren Marcel Osterloh aus der Zweitliga-Mannschaft und Erik Hollmann aus dem Regionalliga-Team mit an die Spree. Die Spielführerbinde wird wahrscheinlich Angreifer Malte Hollmann tragen.

Gegen den immer noch verlustpunktfreien Spitzenreiter VfK 01 Berlin wäre im Normalfall alles andere als eine klare Niederlage wie beim 1:5 im Hinspiel eine große Überraschung. Doch die Brettorfer wittern ihre Chance. Wie Tim Lemke erfahren hat, hat sich VfK-Angreifer Sebastian Kögel bei einem Zusammenprall mit einem Mitspieler schlimm verletzt. „Für ihn ist die Saison wohl gelaufen“, berichtet Lemke. Somit lastet die komplette Verantwortung in der Offensive des Tabellenführers auf den Schultern von Linkshänder Lukas Schubert. „Dass Berlin nur noch einen etatmäßigen Angreifer hat, spielt uns natürlich in die Karten. Wir werden wahrscheinlich sehr viel über Lukas gehen und versuchen ihn dadurch aus dem Spiel zu nehmen“, erläutert Lemke.

Anders stehen die Vorzeichen für die zweite Partie. Beim Tabellenvorletzten Berliner TS sind die Brettorfer in der Favoritenrolle. „Aber wir müssen aufpassen: Für die Berliner ist es praktisch die letzte Chance“, warnt Lemke. Sollte seine Crew jedoch an den 5:3-Hinspielerfolg anknüpfen, „wären wir erstmal aus der Abstiegszone raus und hätten Ruhe“, wünscht sich der 30-Jährige.

mar

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