Mittelfeldspieler kehrt vom SC Melle 03 zum VfL Wildeshausen zurück

Lehmkuhl-Zwillinge wieder vereint

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Sein bisher letzter Auftritt im Krandel: Beim 2:2 gegen den SC Melle 03 am 21. Mai 2017 durfte Jan Lehmkuhl die Kapitänsbinde tragen.

Wildeshausen - Von Sven Marquart. Ganz großes Gefühlskino lief da an diesem Maisonntag im Jahr 2017. Mit Blumensträußen verabschiedete der damalige Fußball-Landesligist VfL Wildeshausen vor dem letzten Saisonheimspiel Lukas Schneider, Lennart Feldhus und Jan Lehmkuhl. Als besondere Würdigung seiner Leistungen durfte Lehmkuhl sogar die Kapitänsbinde tragen. Als VfL-Coach Marcel Bragula seinen Mittelfeldmotor kurz vor Schluss auswechselte, spendeten die gut 200 Zuschauer im Krandelstadion langanhaltenden Applaus.

Dass Lehmkuhl beim 2:2 einen Foulelfmeter verwandelt hatte, machte die Geschichte perfekt. Gegner war damals der SC Melle 03, also ausgerechnet jener Club, zu dem der damals bei der Bereitschaftspolizei in Osnabrück arbeitende Lehmkuhl anschließend wechseln sollte. Durch das Unentschieden im Krandel sanken die Meller Chancen auf den durchaus noch möglichen Oberliga-Aufstieg auf ein Minimum.

Sprung in die Gegenwart. Linksverteidiger Lukas Schneider? War nie wirklich weg. Angreifer Lennart Feldhus? Seit Dezember wieder da. Und Jan Lehmkuhl? „Jan wird in der kommenden Saison wieder für den VfL Wildeshausen spielen“, verkündete Bragula am Freitag nicht ohne Stolz diese „ganz, ganz wichtige Personalie“. Denn Lehmkuhl war als Leistungsträger und Führungsspieler maßgeblich an der Bezirksliga-Meisterschaft 2015 und dem Landesliga-Klassenerhalt 2016 beteiligt. Und nicht zuletzt trägt der 26-Jährige diese ganz besondere Wildeshauser DNA in sich.

Beim SC Melle 03 brachte es der laufstarke Mittelfeldmann seit seinem Wechsel auf 39 Landesliga-Partien mit 3324 Minuten Spielzeit und vier Treffern. Damit zählt er im Team von Trainer Roland Twyrdy zu den absoluten Strammkräften. Durch das Überangebot an zentralen Mittelfeldspielern kam Lehmkuhl beim Tabellenzehnten jedoch zumeist auf der rechten Außenposition oder sogar als Rechtsverteidiger zum Einsatz.

„Generell würde ich schon lieber zentral spielen“, erklärt Jan Lehmkuhl. Das ist jedoch nicht der Grund, warum der weiterhin in Osnabrück, nun aber beim Einsatz- und Streifendienst tätige Polizeikommissar in den Krandel zurückkehrt. „Ich wollte wieder mit den Jungs und meinem Zwillingsbruder Ole zusammenspielen“, erläutert er. Außerdem ist er so wieder näher an seiner Familie in Klein Henstedt. Zwar sei auch Melle ein „toller Verein“ und habe ein „echt cooles Team“, doch der VfL Wildeshausen ist halt nochmal ein ganz anderer Schnack. Besonders emotional.

Lehmkuhls Zusage gilt auch, falls es mit dem erneuten Aufstieg in die Landesliga nichts werden sollte. Wobei ihm die sechsthöchste Spielklasse natürlich deutlich lieber wäre: „Die Landesliga ist super interessant, vor allem wenn auch noch Oythe und Cloppenburg dazukommen. Allerdings wird es echt schwierig, bei fünf Absteigern die Klasse zu halten.“

Dass Lehmkuhl künftig wieder die Fahrerei zwischen Osnabrück und Wildeshausen auf sich nimmt, kann ihm Bragula „persönlich gar nicht hoch genug anrechnen“. Der Coach erwartet deshalb auch nicht, dass der Rückkehrer dreimal pro Woche am Mannschaftstraining teilnimmt: „Das kann Jan gar nicht leisten.“ Aufgrund von Lehmkuhls herausragenden Eigenschaften wie außergewöhnliche Physis, Zweikampfstärke, Einsatz- und Laufbereitschaft sei dessen Zusage eine mehr als „glückliche Fügung“.

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