Lehmkuhl und Glück beim 0:6 die einzigen Lichtblicke

VfL Wildeshausen zeigt im Test gegen SV Atlas „eine rundum schwache Leistung“

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Wildeshausens Robin Ramke (l.) müht sich vergeblich im Duell mit Nick Köster.

Delmenhorst - So zufrieden Marcel Bragula nach dem 4:2 über den TuS Frisia Goldenstedt auch war, so wenig war der Trainer des Fußball-Bezirksligisten VfL Wildeshausen mit der Darbietung seiner Mannschaft im zweiten Testspiel einverstanden. „Das war eine rundum schwache Leistung von uns“, sagte der VfL-Coach nach dem 0:6 (0:4) gegen den Oberligisten SV Atlas Delmenhorst.

Die Partie war kurzfristig auf die Anlage des Delmenhorster TB verlegt worden, weil die Stadt Delmenhorst das Stadion an der Düsternortstraße und einen Nebenplatz wegen Rasenschäden gesperrt hatte. Im Gegensatz dazu war das Geläuf Am kleinen Meer bestens präpariert.

Hatten die Krandel-Kicker den SV Atlas in den vergangenen Jahren sportlich des Öfteren geärgert, waren sie diesmal meilenweit davon entfernt. Der Zwei-Klassen-Unterschied war von Beginn an überdeutlich. „Wir hatten gefühlt 90 Prozent Ballbesitz“, sagte Atlas-Coach Jürgen Hahn.

Zudem profitierten die Blau-Gelben von einem frühen Elfmeterpfiff: Nach einem leichten Kontakt von VfL-Neuzugang Robin Ramke mit Atlas-Angreifer Steven Müller-Rautenberg an der Strafraumgrenze zeigte der regionalligaerfahrene Schiedsrichter Christian Scheper (SV Emstek) auf den Punkt – für Bragula „eine Lachpille“. Patrick Degen war’s egal. Er verwandelte unhaltbar für VfL-Keeper Sebastian Pundsack zum 1:0 (2.).

Der Ex-Wildeshauser Tom Schmidt (l.) spulte im Atlas-Mittelfeld gegen seine alten Teamkollegen ein großes Laufpensum ab.

In der Folgezeit entwickelte sich vor rund 200 Zuschauern eine einseitige Partie. Hahn sah von seiner Crew „eine konzentrierte Leistung mit gutem Positionsspiel“. Seine Überlegenheit münzte der Fünftligist in der ersten Halbzeit in drei weitere Treffer um. Nachdem er das 2:0 (16.) durch Müller-Rautenberg und das 3:0 (29.) durch Degen vorbereitet hatte, markierte Marco Prießner das 4:0 (38.) dann selbst. „Wir waren Atlas auch gedanklich nicht gewachsen“, meinte VfL-Fußballabteilungsleiter Ottmar Jöckel während der Pause.

Zu Wiederbeginn stellte Bragula von der anfänglichen 4:1:4:1-Formation auf ein 4:4:2-System um. Das funktionierte zumindest defensiv etwas besser. Trotzdem erhöhten Oliver Rauh (51.) und Degen (60.) nach dem Seitenwechsel auf 6:0. Während David Lohmann, der in der ersten Hälfte das Atlas-Tor hütete, nur bei einem Sprintduell mit Ramke gefordert war (42.), musste Niklas-Max Göretzlehner in der zweiten Halbzeit immerhin dreimal eingreifen. Der abgefälschte Schuss von Jannis Oberbörsch (69.) stellte den Nachwuchskeeper jedoch ebenso wenig vor Probleme wie Hauke Glücks Kopfball nach Eckstoß von Kevin Kari (75.). Richtig strecken musste er sich hingegen bei der besten VfL-Gelegenheit durch Ramke (88.).

„Wir haben in den vergangenen Tagen hart trainiert, aber das darf keine Ausrede sein. Neben der Laufbereitschaft fehlte es uns sichtlich beim Abwehrverhalten – gerade auf der rechten Seite hatten wir massive Probleme“, ärgerte sich Bragula.

Bei aller Kritik sah der VfL-Coach aber auch „zwei kleine Lichtblicke“. Gut gefallen hatte ihm der 45-minütige Auftritt von Ole Lehmkuhl, der in der zweiten Halbzeit zunächst auf dem linken offensiven Flügel begann, ehe er auf die Position des Rechtsverteidigers wechselte. Ein Lob gab es ebenfalls für Mittelfeldspieler Hauke Glück, der „gut gegen den Ball gearbeitet“ hatte. 

mar

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