VfL Wildeshausen wird Vierter

La Ola für Larissa Will

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Larissa Will (4.v.r.) bestritt beim 3:2 über Fortuna Einen ihr letztes Spiel für den VfL Wildeshausen.

Wildeshausen - Es lief die 85. Spielminute, als Trainer Sven Flachsenberger dem Schiedsrichter anzeigte, noch einmal auswechseln zu wollen. Das war das Signal für die Bezirksliga-Fußballerinnen des VfL Wildeshausen: Alle Spielerinnen rannten zur Außenlinie und bildeten ein Spalier. Während ihre Teamkolleginnen La Ola machten, verließ Larissa Will unter dem Beifall der Zuschauer das Feld.

Für die 25-Jährige war es der letzte Einsatz im VfL-Trikot. Ihre Verabschiedung war beim 3:2 (1:1) im letzten Saisonspiel gegen den SV Fortuna Einen der emotionale Höhepunkt.

„Als Trainer sehe ich das mit zwei weinenden Augen: Larissa ist nicht nur eine wichtige Spielerin, sondern auch ein guter Typ“, bedauert Flachsenberger den Ausstieg seiner Linksverteidigerin. 

Dass sie sich künftig auf ihr Masterstudium konzentrieren will, kann der Coach allerdings sehr gut nachvollziehen. „Ich bin sicher, dass der Kontakt nicht abreißen wird. Und wenn Larissa wieder Lust hat, ist sie jederzeit willkommen“, meinte Flachsenberger.

Trainer ist „mehr als zufrieden“

Der Sieg in der abschließenden Partie und Tabellenplatz vier in der Endabrechnung machen durchaus Lust auf mehr. „Damit können wir mehr als zufrieden sein, wenn man bedenkt, dass wir eigentlich in der Kreisliga spielen würden“, sagte Flachsenberger. 

Denn obwohl sportlich abgestiegen, durfte seine Crew nach dem Verzicht anderer Teams doch in der Bezirksliga bleiben. „Deshalb konnte man nicht erwarten, dass wir bis zum drittletzten Spieltag sogar um die Meisterschaft mitspielen“, betonte der Übungsleiter. 

„Die Entwicklung, die die Mannschaft genommen hat, macht mich stolz. Ich hoffe, dass wir diese Leistung in der nächsten Saison bestätigen können.“

Bei der Auswechselung von Larissa Will (r.) standen die übrigen Spielerinnen des VfL Wildeshausen Spalier und machten La Ola.

In der neuen Spielzeit muss Flachsenberger neben Larissa Will auch auf Sabrina Hansch verzichten. Die Torhüterin wird wegen eines angerissenen Kreuzbandes operiert. Zudem plant sie einen Auslandsaufenthalt. 

Dafür hat der VfL-Coach bereits fünf Neuzugänge an Land gezogen. Von den eigenen B-Juniorinnen rücken Mittelfeldspielerin Wiebke Heyne, Innenverteidigerin Hannah Möhl und Angreiferin Annika Lindemann auf. Vom Landesliga-Absteiger VfL Oythe zieht es Kim Funke in den Krandel. „Kim ist flexibel und kann auf mehreren Positionen in der Abwehr und im Mittelfeld spielen – wir werden gucken, wo wir sie einsetzen“, erläuterte Flachsenberger. 

Auch Janne Hach, die vom Ligarivalen BV Cloppenburg II nach Wildeshausen wechselt, kommt für verschiedene Defensivaufgaben infrage. Mit zwei weiteren Akteurinnen ist sich Flachsenberger größtenteils einig.

Kubitza schoss nach acht Minuten das 1:0

Um mit einem guten Gefühl in die Vorbereitung auf die neue Serie zu gehen, wollten die Krandel-Kickerinnen die alte unbedingt mit einem Erfolgserlebnis beenden. „Deshalb haben wir auch voll auf Angriff gespielt“, erklärte Flachsenberger. 

Dieses Konzept trug bereits nach acht Minuten Früchte, als Sarah Kubitza nach Flanke von Natascha Helms zum 1:0 einköpfte. Jasmin Wehling glich kurz darauf zum 1:1 aus (14.).

Nach zerfahrener erster Hälfte wollten die Gastgeberinnen in den zweiten 45 Minuten energischer in die Zweikämpfe gehen. „Das ist uns nicht ganz gelungen“, musste Flachsenberger zugeben. Trotzdem gelang Kira-Lysan Meyer nach Zuspiel von Ann-Marie Tangemann das 2:1 (63.). Die Vorlage war Tangemanns erster Ballkontakt. 

Zwei verpasste Chancen am Schluss

Die erneute Führung gab den Wildeshauserinnen mehr Sicherheit – erst recht, nachdem Sarah Kubitza auf 3:1 erhöht hatte (65.). Zwar verkürzte Jasmin Wehling auf 2:3 (82.), in Gefahr geriet der Sieg jedoch nicht mehr. Im Gegenteil: Ann-Marie Tangemann hätte das Ergebnis sogar noch ausbauen können, doch zunächst scheiterte sie an der Querlatte (83.) und dann am Pfosten (87.). „Das Pech des Tages“, kommentierte Sarah Kubitza. - mar

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