Abwehrchef muss lange Zwangspause einlegen

Knöchelbruch: Käpt’n Krumland fehlt VfL Wildeshausen nicht nur gegen Spitzenreiter Hansa Friesoythe

Marius Krumland (Mitte) vom VfL Wildeshausen in Erwartung eines Eckballs.
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Kapitän außer Dienst: Marius Krumland (M.) hat sich das Sprunggelenk gebrochen und wird dem VfL Wildeshausen längere Zeit fehlen.

Wildeshausen – Unfassbar! Als wäre der VfL Wildeshausen im bisherigen Saisonverlauf nicht schon genug vom Verletzungspech gebeutelt gewesen, muss der Fußball-Landesligist nun auch noch lange auf Marius Krumland verzichten. Die Verletzung, die sich der Abwehrchef im Auswärtsspiel bei Germania Leer (2:2) zugezogen hatte, entpuppte sich als Bruch des Knöchels. Zudem sind mehrere Bänder im Sprunggelenk gerissen. An diesem Freitag wurde Krumland operiert. Damit verpasst der 27-Jährige nicht nur das anstehende Heimspiel gegen Spitzenreiter Hansa Friesoythe (Sonntag, 14 Uhr).

„Wenn sich bei der OP herausstellen sollte, dass auch das Syndesmoseband durch ist, wird uns Marius monatelang fehlen“, ächzt Marcel Bragula. Jeder verletzte Spieler tue ihm weh. „Aber bei Marius ist das nochmal etwas anderes: Er ist unser Kapitän“, unterstreicht der VfL-Coach dessen Bedeutung. Krumland war vor der Saison in die großen Fußstapfen seiner Vorgänger Sascha Görke und Sebastian Pundsack getreten. „Marius hat diverse Veranstaltungen organisiert und dafür gesorgt, dass die Mannschaft so gut zusammengewachsen ist. Dass er uns jetzt so wegbricht, ist bitter!“, hadert Bragula.

Doch damit nicht genug der schlechten Nachrichten: Marco Nakelski brachte aus Leer einen Leistenbruch mit. Auch der Mittelfeldabräumer muss unters Messer. Allerdings nicht sofort. Mit schmerzstillenden Spritzen will der Ex-Papenburger versuchen, seinem Team in den drei noch ausstehenden Partien bis zur Winterpause auf dem Platz zu helfen, ehe er sich dem Eingriff unterzieht.

Bei Kevin Radke (Muskelfaserriss), Alexander Kupka (Zerrung) und Mika Ostendorf (nach Zusammenprall), die es in Leer ebenfalls erwischt hatte, ist gegen Friesoythe nicht an einen Einsatz zu denken. Zudem liegt Luke Berger mit Grippe flach. „Wir müssen aufpassen, dass wir jetzt kühlen Kopf bewahren. In der Winterpause müssen wir uns dann zusammensetzen und beraten, wie wir auf die Ausfälle reagieren“, erklärt Bragula. Doch es gibt auch positive Meldungen: Ole Lehmkuhl, Christopher Kant und Fynn Theuser sind wieder fit. Zudem hatte Alexander Dreher Glück, dass er als „Ersttäter“ nach seiner Roten Karte aus dem Wilhelmshaven-Spiel nur für eine Partie gesperrt wurde und gegen Friesoythe mitwirken darf.

Trotz der Personalmisere und der bevorstehenden Herkulesaufgabe verspürt Bragula keinen Druck. „Wir können nur für eine positive Überraschung sorgen“, meint der 47-Jährige. Das gelang seiner Crew beim 2:2 im Hinspiel. Angesichts des schweren Restprogramms gegen Klassenprimus Friesoythe, beim Tabellenzweiten SV Bevern und gegen den sechstplatzierten SV Sparta Werlte sei es unwahrscheinlich, die Qualirunde als Vierter abzuschließen, was den Klassenerhalt bedeuten würde.

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