Robin Landgraf übernimmt Verantwortung

VfL Wildeshausen II gewinnt Pokalderby bei GW Kleinenkneten mit 4:0

Rassiges Duell: Kleinenknetens Oliver Lenz (unten) im Zweikampf mit dem Wildeshauser Fynn Theuser.
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Rassiges Duell: Kleinenknetens Oliver Lenz (unten) im Zweikampf mit dem Wildeshauser Fynn Theuser.

Kleinenkneten – Die Spieler und das Schiedsrichtergespann hatten den Platz bereits verlassen. Allein Michael Wennmann lehnte noch an der Bande. „Das nervt mich!“, presste der Trainer des SV GW Kleinenkneten hervor. Sein Team aus der 1. Fußball-Kreisklasse hatte dem Kreisligisten VfL Wildeshausen II in der Kreispokal-Zwischenrunde ein packendes Nachbarschaftsderby geliefert, musste sich letztlich aber klar mit 0:4 (0:2) geschlagen geben.

„Zwei waren Sonntagsschüsse, eins war gut rausgespielt und eins hauen wir uns selbst rein – auch wenn Wildeshausen am Ende verdient gewonnen hat, fällt das Ergebnis um ein, zwei Törchen zu hoch aus“, haderte Wennmann. Zumal die Grün-Weißen den Ball selbst viermal im Wildeshauser Tor untergebracht hatten. Doch die Treffer von Felix Reibert (15./41.) und Erik Hollmann (68.) gab Schiedsrichter Jörn Peters (Delmenhorster TB) wegen vermeintlicher Abseitsstellungen nicht. Und als Florian Oestermann gegen seine ehemaligen Teamkollegen einen Eckstoß einköpfte, hatte der Referee ein Stürmerfoul gesehen (60.).

Die Wildeshauser wirkten zwar optisch überlegen, doch ein Klassenunterschied war nicht erkennbar. Mit starken Paraden gegen den wuchtigen Linksschuss von Fynn Theuser (12.), den Kopfball von Philipp Finger (17.) und den Versuch von Henning Nitzsche (20.) verhinderte GWK-Keeper Lukas Kaschell zunächst einen Rückstand. Zudem traf Theuser die Latte (24.), während Nitzsche die Kugel ans Außennetz setzte (29.). Doch dann bekamen die Krandel-Kicker gut 25 Meter vor dem Tor einen Freistoß. Robin Landgraf nahm Maß – und traf zum 1:0 (33.). „Das freut mich für Robin. Er ergreift in letzter Zeit immer öfter die Initiative und übernimmt auch organisatorisch Verantwortung“, lobte VfL-Coach Georg Zimmermann seinen Mittelfeldspieler. Nur sechs Minuten später schickte Theuser dann Nico Krumdiek auf die Reise, der Kaschell zum 2:0 überwand (39.).

Am Ende einer schönen Kombination bediente Andreas Kari seinen freistehenden Kapitän Marius Meier, der den Ball jedoch weit über den GWK-Kasten jagte (57.). „Wenn wir da das 3:0 machen, hätten wir es locker nach Hause spielen können. So tankt der Gegner nochmal Selbstvertrauen, und ich weiß nicht, was passiert, wenn das 2:1 fällt“, sagte Zimmermann mit Blick auf die beiden Chancen von Sebastian Bartelt binnen 60 Sekunden. Zunächst zielte er knapp am Tor vorbei, dann scheiterte der GWK-Goalgetter am prächtig reagierenden VfL-Schlussmann Eduard Wenz (59.).

Für die Entscheidung sorgte schließlich Noah Richter. Der eingewechselte A-Junior beförderte das Spielgerät mit einem satten Schuss aus mehr als 20 Metern zum 3:0 in den rechten Winkel (85.). „Selbst da haben wir noch nicht aufgehört – das hat mir gut gefallen“, freute sich Wennmann. In der Nachspielzeit schoss Oestermann beim Klärungsversuch Jonas Pleus an, von dessen Körper der Ball zum 0:4 ins Tor sprang (90.+4).

In der dritten Runde muss der VfL Wildeshausen II am Sonntag, 28. November, 14 Uhr, beim Kreisliga-Rivalen VfL Stenum II antreten. Auch die Kreisligisten SV Achternmeer (3:0 gegen den FC Hude II) und TSV Großenkneten (4:0 beim TSV Ganderkesee) qualifizierten sich für das Achtelfinale.

Bereits im Viertelfinale steht der TSV Ippener, der sich in seiner vorgezogenen Drittrundenpartie mit 6:2 (3:0) gegen Kreisliga-Schlusslicht TV Falkenburg durchsetzte. „Das ist eine tolle Sache!“, strahlte Frank Fischer, der den Tabellenfünften der 1. Kreisklasse trainiert. Der Personalnot gehorchend, hatte er Saif-Eddin Jarjir direkt in die Startelf beordert, obwohl dieser erst am späten Donnerstagabend von seinem Frankreich-Aufenthalt zurückgekehrt war. Jarjir bildete mit Matthias Ideker ein tolles Sturmduo, hinter dem zusätzlich noch Jason Sander als Zehner wirbelte. Jarjir (14./53.) und Ideker (18./62.) waren jeweils doppelt erfolgreich, Sander netzte einmal (43.). „Nach dem 5:0 haben wir es etwas schleifen lassen“, monierte Fischer. Das nutzte Falkenburg zur Resultatsverbesserung Finley Tapken verkürzte nach einem zu kurz abgewehrten Eckball auf 1:5 (67.). Pascal Endewardt schloss einen schönen Angriff mit einem sehenswerten Heber zum 2:5 ab (75.). Den 6:2-Schlusspunkt setzte Jannes Pleus mit dem schönsten Tor des Tages, nachdem ihm Sander den Ball mit der Hacke aufgelegt hatte (76.).

Für das Viertelfinale hat Fischer bereits klare Vorstellungen. Natürlich wünscht er sich ein Heimspiel: „Am liebsten gegen einen Kreisligisten aus dem Mittelfeld, so dass wir auch die Chance haben, das Halbfinale zu erreichen – es muss jedenfalls nicht gleich Harpstedt sein.“

Kreispokal

Zwischenrunde

SV Achternmeer – FC Hude II 3:0 (1:0) - Tore: 1:0 (37.) Maik Böttcher, 2:0 (77.) Philipp Pöpken, 3:0 (79.) Philipp Pöpken.

TSV Ganderkesee – TSV Großenkneten 0:4 (0:3) - Tore: 0:1 (16.) Yannick Bauer, 0:2 (29.) Mattis Asche, 0:3 (44.) Mattis Asche, 0:4 (72.) Yannick Bauer.

SV GW Kleinenkneten – VfL Wildeshausen II 0:4 (0:2) - SV GW Kleinenkneten: Kaschell - Reibert, Hofhans (77. Vaske), Schrader, Brengelmann (61. Moormann), Spittel, Spille, Reibert, Bartelt, Lenz (58. Scholz), Hollmann, Oestermann - VfL Wildeshausen II: Wenz - Meier, Finger (87. L. Beier), Nitzsche (64. Richter), D’Elia (75. Tappe), Krumdiek (81. Pleus), Landgraf, L. Stöver, Theuser, Kari, Glück - Tore: 0:1 (33.) Robin Landgraf, 0:2 (39.) Nico Krumdiek, 0:3 (85.) Noah Richter, 0:4 (90.+4) Jonas Pleus.

SF Wüsting – VfR Wardenburg (Freitag, 26. November, 19.30 Uhr)

3. Runde

TSV Ippener – TV Falkenburg 6:2 (3:0) - TSV Ippener: Bosse - Meyer, Ideker, Pleus, Neuhaus (85. Marcel Trojan), Wehrenberg, Jarjir, Sander, Lehmkuhl, F. Timmermann (71. Krewitt), Lustig - Tore: 1:0 (14.) Saif-Eddin Jarjir, 2:0 (18.) Matthias Ideker, 3:0 (43.) Jason Sander, 4:0 (53.) Saif-Eddin Jarjir, 5:0 (62.) Matthias Ideker, 5:1 (67.) Finley Tapken, 5:2 (75.) Pascal Endewardt, 6:2 (76.) Jannes Pleus.

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