Bezirksspielausschuss teilt die 21 Mannschaften in Nord- und Südstaffel ein

Landesliga wird zweigleisig

Beschlossene Sache: Das Duell VfL Wildeshausen (hier mit Alexander Dreher, l.) gegen BV Cloppenburg gibt es auch in der kommenden Landesliga-Saison.
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Beschlossene Sache: Das Duell VfL Wildeshausen (hier mit Alexander Dreher, l.) gegen BV Cloppenburg gibt es auch in der kommenden Landesliga-Saison.
  • Sven Marquart
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Wildeshausen – Jetzt ist es offiziell: Die Fußball-Landesliga, die in der kommenden Saison 21 Mannschaften beherbergt, wird in zwei Staffeln aufgeteilt. Das beschloss der Spielausschuss des Fußballbezirks Weser-Ems während seiner jüngsten Sitzung am Dienstagabend in Cloppenburg. Auch die Bezirksliga 2 wird in der kommenden Serie gesplittet.

Aufgrund des verspäteten Saisonbeginns – angepeilter Startermin ist das erste September-Wochenende, wenn es die Behörden gestatten – und der coronabedingten Unwägbarkeiten wäre eine Serie mit 42 Spieltagen zeitlich kaum zu stemmen gewesen. Deshalb hatte der Bezirksspielausschussvorsitzende Stefan Brinker bereits über eine Teilung der Landesliga nachgedacht, bevor der außerordentliche Verbandstag des Niedersächsischen Fußballverbandes den Saisonabbruch mit Aufsteigern, aber ohne Absteiger beschlossen hatte (wir berichteten).

Nun machten Brinker, der auch Staffelleiter der Landesliga ist, und seine Ausschusskollegen Nägel mit Köpfen. Sie „beschlossen, dass die Landesliga nach regionalen Gesichtspunkten in zwei Gruppen aufgeteilt wird“, schrieb Brinker in einer E-Mail an die beteiligten Vereine.

Beide Staffeln spielen eine Hin- und Rückrunde. Geplant ist, dass die Staffelsieger anschließend in Hin- und Rückspiel den Meister und Aufsteiger in die Oberliga Niedersachsen ermitteln. Es gibt sieben Absteiger. „Die letzten drei Mannschaften ihrer Staffel steigen direkt in die jeweiligen Bezirksligen ab, der siebte Absteiger wird durch ein Abstiegsspiel (die beiden viertletzten Mannschaften der jeweiligen Staffeln spielen gegeneinander) ermittelt, geplant ist auch hier ein Hin- und Rückspiel“, erläutert Brinker.

Marcel Bragula hatte „mit einer anderen Lösung gerechnet“. Der Trainer des VfL Wildeshausen hätte erwartet, dass zunächst alle 21 Teams in einer einfachen Runde gegeneinander antreten, die zehn besten Mannschaften anschließend um den Aufstieg spielen, während die anderen elf Teams die Absteiger unter sich ausmachen. „Aber das ist nun mal kein Wunschkonzert. Wir nehmen es, wie es kommt. Denn die Entscheidungsträger haben es wirklich nicht einfach“, sagt Bragula.

Auch „der Strich durch die Landkarte“, so wie ihn der Spielausschuss gezogen hat, kommt für den VfL-Coach überraschend. Denn seine Crew wurde mit den zehn Teams aus den Kreisen Jade-Weser-Hunte (WSC Frisia Wilhelmshaven), Emsland (SC BW Papenburg, SV Sparta Werlte), Ostfriesland (GW Firrel, VfL Germania Leer, TuRa 07 Westrhauderfehn) und Cloppenburg (BV Cloppenburg, SV Hansa Friesoythe, SV Bevern, BV Essen) in die Nordstaffel eingruppiert. Die Vereine aus dem Kreis Vechta (VfL Oythe, TV Dinklage, SV GW Mühlen und SV Falke Steinfeld) spielen im Süden gegen die Clubs aus Osnabrück und der Graftschaft Bentheim. „Ich glaube aber, dass beide Staffeln in etwa gleichstark sind“, meint Bragula.

Als Topfavoriten der Wildeshauser Staffel hat der 45-Jährige den SV Bevern, den Landesliga-Meister von 2019, ausgemacht. Aber auch Neuling SV Hansa Friesoythe habe nach der Verpflichtung von Robert Plichta (SV Atlas Delmenhorst) und Keven Oltmer (SSV Jeddeloh) „viel Potenzial“. Der WSC Frisia Wilhelmshaven um den ehemaligen Atlas-Coach Jürgen Hahn sei ebenfalls „kein normaler Aufsteiger – da ist klar zu erkennen, wo die Reise mal hingehen soll“. Auch GW Firrel habe sich „enorm verstärkt“. Dagegen sei der BV Essen aufgrund der wieder einmal großen Fluktuation im Kader „schwer zu bewerten“. Doch „die größte Unbekannte“ ist für Bragula, der in Finanznöten steckende BV Cloppenburg: „Da kann keiner sagen, ob sie ruckzuck wieder eine Mannschaft zusammen haben, die um den Aufstieg mitspielt, oder ob da komplett Land unter ist.“

Für den Vorjahreszehnten aus Wildeshausen wird es auch in der neuen Saison einzig und allein um den Klassenerhalt gehen. „Das ist das Ziel, ganz klar!“, betont Bragula.  mar

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