Landesliga-Kicker aktuell vorbildlichstes Team im Kreis / Lob an Jugendtrainer

Ohne Meckern und Mätzchen: VfL Wildeshausen weiter fair

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Schiedsrichter Michael Koch zeigt dem Harpstedter Markus Würdemann die Gelbe Karte – eine vergleichsweise seltene Szene. In der Kreis-Wertung des Fairplay-Wettbewerbs belegt der HTB aktuell Platz drei.

Wildeshausen/Landkreis - Stärkere Gegner, höheres Tempo – aber keine härtere Gangart: Auch in der neuen Klasse hat sich Landesliga-Aufsteiger VfL Wildeshausen sein vorbildliches Verhalten bewahrt. Nach dem niedersachsenweit vierten Platz des Bezirksliga-Meisters im Fairplay-Cup der vergangenen Saison steht das Team des aus Marcel Bragula und Marco Elia bestehenden Trainer-Duos zur Halbzeitbilanz der Fairness-Wertung als beste Mannschaft im Fußballkreis Oldenburg-Land/Delmenhorst auf dem 75. von 1006 Plätzen im zweitgrößten Bundesland. Rote oder Gelb-Rote Karten? Fehlanzeige!

„Ich hoffe nicht, dass dieser Wettbewerb wegen uns irgendwann langweilig wird“, kommentierte Bragula schmunzelnd dieses Ranking, in dem der VfL traditionell ganz vorn mitmischt und dafür regelmäßig Sachpreise für seine Jugendarbeit bekommt. Allerdings gibt der A-Lizenz-Inhaber zu bedenken, dass seine Landesliga-Spieler schon 22 Gelbe Karten in 13 Partien kassiert haben. In der Meistersaison 2014/2015 waren es insgesamt nur 33. „Man sieht also schon, dass es eine Liga höher nicht immer ohne Verwarnungen geht.“

Doch egal, ob mal hier einen Schritt zu spät oder da zu schnell ausgekontert: „Den Begriff ,taktisches Foul' gibt es für mich nicht“, stellt der VfL-Coach klar: „Ein Foul ist ein Foul.“

Immerhin erkennt Bragula an, „dass meine Jungs solche Mittel nicht so nötig haben. Sie lösen die meisten Situationen spielerisch.“ Zudem freut sich der Berufssoldat, „dass keine einzige dieser Gelben Karten mit Meckern oder Undiszipliniertheiten zu tun haben. Und wir haben keinen mit neongelben Schuhen und rot gefärbten Haaren, der sich beim Torjubel das Trikot auszieht.“ Das alles sei aber nicht allein ein Verdienst von ihm und Elia: „Unsere Jugendtrainer erziehen die Jungs super.“

Ebenfalls als eine von niedersachsenweit noch 117 Mannschaften ohne Platzverweis steht Kreisligist Ahlhorner SV auf Position 106 gut da – mit allerdings schon 33 Verwarnungen. Kreisliga-Konkurrent Harpstedter TB ging hingegen schon einmal zu zehnt vom Platz – das bedeutet bei 27 Gelben Karten Rang 312.

Trotzdem ist da noch alles im grünen Bereich – im Gegensatz zu Landesligist TSV Oldenburg, der mit 51 Gelben, fünf Gelb-Roten und vier Roten Karten das viert-unfairste Team aller 1006 Konkurrenten ab der Kreisliga aufwärts darstellt. Dafür steht die Mannschaft von Trainer Andre Schmitz an der Landesliga-Spitze.

„Ich könnte allerdings auch gut mit ein paar Plätzen tiefer in der Fairness-Tabelle leben – wenn wir dafür den Klassenerhalt schaffen“, gesteht Bragula, der mit dem VfL derzeit auf Platz zehn steht. Allerdings meint er, dass sich das sportsmännische Verhalten der Krandel-Kicker herumgesprochen hat: „Die Schiedsrichter, die unsere Spiele leiten, registrieren so etwas. Das hilft im zwischenmenschlichen Bereich.“

Auch Kreisvorsitzender Erich Meenken dürfte ein Fan der vorbildlichen Wildeshauser sein. Er hatte bei seinem Amtsantritt im vergangenen Jahr betont, dass es in seinem Zuständigkeitsbereich ein Fairnessproblem gebe. Diese Situation hat sich sogar ganz offenbar verschlechtert – in der Kreiswertung sackte Oldenburg-Land/Delmenhorst auf den 41. von 43 Plätzen ab – nur die Kreise Celle und Wittmund sind noch schlechter. Schlusslicht Wittmund ist mit nur fünf in die Wertung gekommenen Mannschaften allerdings kaum repräsentativ.

Zweiter im Kreis-Ranking ist übrigens der Nachbarverband Diepholz, der in Gestalt des Kreisligisten TSG Seckenhausen-Fahrenhorst mit aktuell nur neun Gelben Karten die derzeit fairste Mannschaft stellt.

ck

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