TSV Ippener bleibt von Coronafällen verschont, schafft es aber nicht, sich auf den Sport zu konzentrieren

Lamke hofft auf vernünftiges Ende einer eigenartigen Saison

Verzichtet auf Trainingspläne: Ippeners Coach Michael Lamke.
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Verzichtet auf Trainingspläne: Ippeners Coach Michael Lamke.

Groß Ippener – Hinter dem TSV Ippener liegt in der 1. Fußball-Kreisklasse bislang eine Saison, die ganz im Zeichen von Corona stand: Zu keiner Zeit wirkten die Ippeneraner im Kopf völlig frei, wie Trainer Michael Lamke schildert: „Wir waren alle etwas gehemmt. Der Fokus lag nie komplett auf Fußball. Es war echt schwierig, sich auf den Sport zu konzentrieren.“

Zumal Lamke seinen Schützlingen keine Hilfestellungen geben konnte, wie man mit der Pandemie umgehen sollte. „So eine Situation war ja auch für mich völlig neu“, zuckt der TSV-Coach mit den Schultern: „Wie geht man also als Trainer mit Corona um? Ich glaube, darauf gibt es keine einfache Antwort. Außer natürlich, dass sich bei uns jeder an das vorgeschriebene Hygienekonzept penibel gehalten hat.“

Immerhin blieben die Ippeneraner – im Gegensatz zu einigen Ligarivalen – so von Coronafällen innerhalb des Teams verschont. Doch das war bis zur Aussetzung der Serie auch schon die positivste Nachricht. Rein sportlich betrachtet lief es für den TSV nämlich bis dato eher suboptimal: Vier Punkte nach fünf Spielen bedeuteten zum Zeitpunkt der Saisonunterbrechung Tabellenplatz 13 und satte 16 Gegentreffer sogar den zweitschlechtesten Wert der Klasse.

„Dabei haben wir vor der Serie extra viele Testspiele absolviert, um nach der langen Pause wieder in einen vernünftigen Rhythmus zu kommen“, seufzt Lamke: „Aber das ist uns nie so richtig gelungen. Unsere vielen Verletzten trugen natürlich auch nicht dazu bei, dass wir uns gut einspielen konnten.“

Dementsprechend dürfte dem TSV die Zwangspause bis März gar nicht so ungelegen kommen. „Das stimmt“, bestätigt Lamke: „Aber bestimmt nicht, weil es uns sportlich vielleicht hilft. Ich halte es einfach für richtig, den Punktspielbetrieb erst einmal ruhen zu lassen. Die hohen Infektionszahlen ließen doch keine anderen Maßnahmen zu. Trotz toller Hygieneregeln gibt es auch beim Sport schlichtweg keinen kompletten Schutz.“

Im März dann vielleicht schon eher, hofft Lamke: „Bis dahin könnte es womöglich schon Impfungen geben, so dass sich die Lage langsam etwas entspannt. Dann sollte es hoffentlich möglich sein, die Serie zu einem vernünftigen Ende zu bringen.“

Selbstredend nur mit einer einfachen Runde ohne Rückspiele. „Alles andere halte ich für unrealistisch“, redet Lamke Klartext: „Das ist doch ohnehin für keinen von uns eine normale Saison. Deshalb würde ich auch auf Auf- oder Absteiger verzichten. Beides macht für mich nach so einer eigenartigen Spielzeit dann keinen Sinn.“

Genau wie sauber ausgetüftelte Trainingspläne für seine Spieler während der fast fünfmonatigen Pause. „Wir spielen doch in der 1. Kreisklasse. Da geht es um Spaß. Natürlich sollen sich die Jungs einigermaßen fit halten. Aber überprüfen muss ich das nicht“, erklärt Lamke.

Von Carsten Drösemeyer

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