1:2-Niederlage beim TuS Obenstrohe

VfL fehlt es zurzeit an Glück und Qualität: „Es läuft alles gegen uns“

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Konstante im VfL-Spiel: Verteidiger Niklas Heinrich.

Wildeshausen - Zum vierten Mal in Folge ist der VfL Wildeshausen in der Fußball-Bezirksliga sieglos geblieben. Doch das 1:2 (0:1) beim TuS Obenstrohe fühlte sich für Marcel Bragula anders an als die Ergebnisse davor.

„Diesmal tun mir die Jungs einfach nur leid“, sagte der VfL-Coach: „Die Mannschaft ist geknickt, und ich bin es auch – das tut schon richtig weh.“ Die Krandel-Kicker hatten es verpasst, sich für eine zumindest in der zweiten Halbzeit starke Leistung mit Punkten zu belohnen.

Im ersten Durchgang war der TuS Obenstrohe den Gästen mindestens ebenbürtig und und ging nicht unverdient in Führung. Nach einem langen Ball verlor Alexander Kupka das Duell gegen Lars Zwick, der zum 1:0 ins rechte Eck traf (37.). Zuvor hatte VfL-Keeper Sebastian Pundsack in höchster Not gegen Jannis Theesfeld geklärt (30.). Zwick hätte den Vorsprung ausbauen können, scheiterte aber an Pundsack (40.).

Zu Wiederbeginn wechselte Bragula notgedrungen seinen gelb-rot-gefährdeten Torjäger René Tramitzke aus. Mit Jannis Oberbörsch und Thorben Schütte im Sturmzentrum schnürten die Wildeshauser die Platzherren nun in deren Hälfte ein. „Es sind zig Flanken in Obenstrohes Strafraum gesegelt“, berichtete Bragula. Doch das Tor fiel auf der Gegenseite: Obenstrohe konterte, Zwick bediente Pascal Beyer, der aus 16 Metern abzog und das 2:0 erzielte (73.). „Ein Sonntagsschuss!“, ächzte Bragula.

Der VfL spielte weiter zielstrebig nach vorn – und wurde belohnt. Nach einer Notbremse an Kevin Kari sah Obenstrohes Andreas Willers die Rote Karte (80.), und Schütte vewandelte den fälligen Strafstoß zum 1:2 (81.). In der Schlussphase wurde Schütte noch zweimal elfmeterreif gelegt, doch beide Male blieb die Pfeife von Schiedsrichter Malec Müller (VfL Oldenburg) stumm.

Leistungsträger sind nicht zu ersetzen

„Für mich waren das zwei klare Elfmeter! In der zweiten Situation wird Thorben komplett weggeflext“, ärgerte sich Bragula. Stattdessen musste er wenig später die sechste Saisonniederlage quittieren. „Es läuft im Moment alles gegen uns“, haderte Bragula und forderte: „Wir müssen jetzt versuchen, den dritten Platz zu verteidigen.“

Den aktuellen Negativlauf nur am mangelnden Fortune festzumachen, wäre jedoch zu billig. „Unterm Strich fehlt uns zurzeit auch ein Stück weit Qualität“, gab der Übungsleiter zu. Leistungsträger wie Lennart Flege, Lukas Schneider, Ole Lehmkuhl, Maximilian Seidel und Michael Eberle lassen sich eben nicht so ohne Weiteres ersetzen. Die Rückkehr des zuletzt beim 1:1 gegen den FC Rastede gelbgesperrt fehlenden Sascha Görke machte sich gleich positiv bemerkbar. 

Aber das reicht halt nicht. „Der Einzige, der in den vergangenen Wochen konstant seine Leistung bringt, ist Niklas Heinrich“, lobte Bragula den 20-Jährigen. Der Defensivmann begann als Rechtsverteidiger und wechselte mit Wiederbeginn ins Abwehrzentrum. „Wenn alle ,Heinis‘ Form hätten, hätten wir wahrscheinlich diese Probleme nicht“, orakelte Bragula.

mar

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