VfL Wildeshausen schenkt ein 2:0 her, darf am Ende aber dank Joker Eberle feiern

Kurzzeitiger Kontrollverlust

Obenstrohes Torwart Tim Stahl foult Maximilian Seidel. Den fälligen Elfmeter verwandelt Wildeshausens Thorben Schütte sicher zum zwischenzeitlichen 1:0. - Foto: Wiechert

Wildeshausen - 43 Minuten lang hatten die Fußballer des VfL Wildeshausen die totale Spielkontrolle. Sie kamen in die Zweikämpfe, die Passgenauigkeit stimmte, die Tiefe im Spiel war da – und sie führten verdient mit 2:0 gegen den TuS Obenstrohe. VfL-Trainer Marcel Bragula zeterte trotzdem an der Seitenlinie: Mal kam ihm der Pressingimpuls zu spät, mal waren ihm die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen zu groß. Er wusste, dass das Spiel jederzeit kippen könnte. Und durch zwei Blackouts von Ole Lehmkuhl stand es plötzlich tatsächlich 2:2. Es entwickelte sich ein Bezirksliga-Fight, den Wildeshausen schließlich durch ein Joker-Tor von Michael Eberle gewann – 3:2 (2:1). Damit bleiben die Krandelkicker Tabellenführer.

„Wir sind froh über die drei Punkte“, sagte Bragula, der zugab, „dass wir zwischendurch gewackelt haben“.

Dabei hatten die Gastgeber gegen die Mannschaft aus dem Landkreis Friesland stark begonnen. In der elften Minute setzte sich Maximilian Seidel stark gegen drei Obenstroher durch, bediente Andreas Kari, doch dessen Schuss von rechts wurde geblockt. Sieben Minuten später schlug Kevin Kari eine Ecke rein, Rene Tramitzke köpfte aus sechs Metern ein. Schiedsrichter Xaver Scheibel verwehrte den Wildeshausern jedoch den Treffer, Tramitzke soll TuS-Keeper Tim Stahl behindert haben. Dabei war dieser mit einem Mitspieler zusammengerasselt.

Die Gastgeber hielten sich jedoch nicht lange mit dieser Fehlentscheidung auf. In der 23. Minute wurde Seidel steil geschickt, bevor er im Strafraum von Torwart Stahl unfair gestoppt wurde – Elfmeter. Diesen verwandelte Thorben Schütte sicher unten links, 1:0. Kurz danach hielt Stahl einen 16-Meter-Schuss von Seidel (31.), auch gegen Andreas Kari war der TuS-Torhüter zur Stelle (33.). Eine Minute später zog der starke Seidel von halblinks aus 18 Metern mit rechts ab, die Fackel konnte Stahl nur noch nach vorne abklatschen – Rene Tramitzke stand da, wo ein Torjäger stehen muss, und schob aus sieben Metern zum 2:0 ein.

Kurz vor der Pause passte Lehmkuhl gegen Janis Theesfeld nicht auf, der Obenstroher legte quer auf Pascal Beyer – 1:2 (43.). Nach dem Seitenwechsel kombinierten die Gäste über Pascal Beyer und Theesfeld, dessen Schuss klärte zunächst VfL-Keeper Sebastian Pundsack stark, beim Nachschuss rettete Lehmkuhl auf der Linie (48.). In der 59. Minute sah Linksverteidiger Lehmkuhl aber alt aus, als er gegen Theesfeld nicht energisch genug klärte und Andreas Kari kurz darauf den Obenstroher im Sechzehner foulte. TuS-Kapitän Gerrit Kersting ließ sich nicht zweimal bitten und traf vom Strafpunkt zum 2:2 (59.). „Es waren zwei krasse individuelle Fehler, die zu den Gegentoren geführt haben“, monierte Bragula: „Das hat mir nicht gefallen.“ Für Linksverteidiger Lehmkuhl, der eigentlich auf den offensiven Außenpositionen zu Hause ist, hatte er aber auch Lob parat: „Bis auf diese zwei Fehler hat er ja ein gutes Spiel gemacht.“

Und außerdem durften die Wildeshauser ja am Ende jubeln. Sascha Görke schickte Michael Eberle mit einem 45-Meter-Traumpass auf die Reise, der Joker setzte sich im höchsten Tempo gegen Obenstrohes Kilian Kersting durch und schob überlegt zum 3:2 (71.) ein. „Ich bin glücklich, dass wir dieses Spiel gegen eine kampf- und umschalt-starke Mannschaft gewonnen haben“, sagte Bragula. - wie

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