Kupka krönt sein Comeback

Dezimierter VfL Wildeshausen gewinnt mit 2:1 bei TuRa 07 Westrhauderfehn

Lucas Abel vom Fußball-Landesligisten VfL Wildeshausen auf dem Weg zum Tor.
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Machte ein starkes Spiel: VfL-Angreifer Lucas Abel (am Ball) bot in Westrhauderfehn als Rechtsaußen eine gute Leistung und belohnte sich dafür mit dem Treffer zum 1:1.

Wildeshausen – Der Speiseplan war flugs geändert. „Wir packen die Bananen jetzt ganz unten in den Bus und holen uns an der nächsten Tankstelle Bier“, verkündete Marcel Bragula nach dem Auswärtsspiel bei TuRa 07 Westrhauderfehn. Dass der Trainer des Fußball-Landesligisten VfL Wildeshausen und seine Crew auf der gut anderthalbstündigen Rückfahrt aus Ostfriesland mehr Lust auf Hopfenkaltschale als auf Affenkoteletts verspürten, lag auf der Hand: Praktisch mit dem allerletzten Aufgebot hatten die Krandel-Kicker einen 2:1 (1:1)-Erfolg gelandet. Den Siegtreffer erzielte, obwohl noch gar nicht wieder richtig fit, Alexander Kupka.

Es war eine dieser Geschichten, die der Fußball mit schöner Regelmäßigkeit liefert. Am 7. Juli hatte sich Kupka im Testspiel gegen den Regionalligisten SV Atlas Delmenhorst einen Außenbandriss im Sprunggelenk zugezogen. Seitdem hat der Sechser nicht wieder mit seinen Teamkollegen trainiert. „Alex ist nur zweimal gelaufen“, berichtete Bragula. Doch weil Sturmtank René Tramitzke ausgepumpt war, wechselte der VfL-Coach den 27-jährigen Defensivspezialisten notgedrungen ein (71.). „Als hängende Spitze“, wie Bragula betonte.

Kupka war noch keine sechs Minuten auf dem Platz, da durfte er sich – was äußerst selten vorkommt – als Torschütze feiern lassen. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld nahm Kupka den Abpraller in Mittelstürmermanier mit der Brust an „und hat ihn dann mit seinem rechten Zahnstocher reingehauen“, sagte Bragula mit Blick auf die nicht eben muskelbepackten unteren Extremitäten seines Mittelfeldmannes. Dieser musste sich wenig später schon wieder auf seine Kernkompetenzen besinnen, weil er nach der Auswechslung von Marius Krumland (Kreislaufprobleme) im Abwehrzentrum gebraucht wurde.

Die Wildeshauser Erfolgsaussichten hatten sich am Morgen vor der Partie noch einmal verschlechtert, als sich Flügelstürmer Michael Eberle mit einem Magen-Darm-Infekt abmelden musste. Und dann legten die Gäste auch noch einen absoluten Fehlstart hin. Gerade einmal drei Minuten waren von der Uhr, als Mittelfeldmann Mattes Hehr, diesmal als Rechtsverteidiger aufgeboten, nach einem Fehler im Spielaufbau im Strafraum zu spät kam und einen Foulelfmeter verursachte. Frank Waden ließ sich die Chance zum 1:0 nicht entgehen – es war bereits der vierte Saisontreffer des TuRa-Angreifers (5.).

„In den ersten zehn Minuten waren wir gar nicht auf dem Platz. Aber dann hat sich die Mannschaft selbst da rausgekämpft“, meinte Bragula. Dabei zeigte Neuzugang Marco Nakelski vor der Abwehr seine Führungsqualitäten. Bedient von Jan Stubbmann erzielte Rechtsaußen Lucas Abel mit einem Schuss ins lange Eck das 1:1 (18.). Vor dem Wechsel hätten die Wildeshauser sogar noch in Führung gehen können. Doch TuRa-Keeper Hendrik Gossmann parierte den Schuss von Stubbmann mit dem Fuß (37.). „Das muss das 2:1 sein! Entweder er macht ihn oder er muss auf Steven Müller-Rautenberg querlegen“, haderte Bragula. Zudem setzte Tramitzke das Spielgerät aus der Drehung über den Querbalken (40.).

Im zweiten Abschnitt verhinderte VfL-Schlussmann Janne Ole Kay gegen Ole Eucken zunächst im Eins-gegen-eins den erneuten Rückstand (75.). Kurz darauf krönte Kupka sein Comeback. „Unterm Strich hatten wir zwei, drei Möglichkeiten mehr und haben deshalb nicht unverdient mit 2:1 gewonnen“, bilanzierte Bragula.

Stenogramm

TuRa Westrhauderfehn – VfL Wildeshausen 1:2 (1:1)

TuRa 07 Westrhauderfehn: Gossmann - Meyer, Weber (60. M. Eucken), O. Eucken, Weßling, Buscher, Malchus (73. Janssen), Waden (60. Menken), Flügge, Möhlmann (87. Lünemann), Lüpkes

VfL Wildeshausen: Kay - Rothe, Krumland (85. Berger), Nakelski, Hehr, Abel, Müller-Rautenberg, Kant, Ostendorf (31. Stolle), Tramitzke (71. Kupka), Stubbmann (87. Theuser)

Tore: 1:0 (5./Foulelfmeter) Frank Waden, 1:1 (18.) Lucas Abel, 1:2 (77.) Alexander Kupka

Schiedsrichter: André Eikens (SV Dalum)

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