Kupka und Görke im Zentrum jederzeit Herr der Lage

VfL Wildeshausen gewinnt mit 3:1 bei GVO Oldenburg

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Sascha Görke bereitete das 2:0 vor. Die individuelle Klasse des Mittelfeldspielers war ein wichtiger Grund für Wildeshausens 3:1-Erfolg bei GVO Oldenburg. 

Wildeshausen - Nicht schön, aber erfolgreich: Berauschend war es nicht, was der VfL Wildeshausen in der Fußball-Bezirksliga bei GVO Oldenburg bot. Trotzdem behauptete sich der Spitzenreiter mit 3:1 (1:0). Zudem profitierten die Krandel-Kicker von einem Ausrutscher ihres Verfolgers. Durch die 0:1-Niederlage des SV Brake beim WSC Frisia Wilhelmshaven haben die Wildeshauser nun drei Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten.

„Das war keine besonders gute Leistung von uns. Vieles war Stückwerk“, sagte Marcel Bragula. Der VfL-Coach sah bei seiner Crew ungewohnt viele taktische Mängel. Den Wildeshausern fehlte in vielen Situationen die nötige Ruhe am Ball. „Wir waren nicht zielstrebig genug. Das war viel zu viel Klein-klein. Oft haben wir das Tempo aus dem Spiel genommen“, zählte Bragula auf. Aufgrund der schlechten Trainingsbedingungen und zahlreichen Ausfälle war von den Gästen aber auch keine Galavorstellung zu erwarten.

Durch das Fehlen von Lennart Flege, Thorben Schütte und Lukas Schneider musste Bragula seine Viererkette komplett umkrempeln. Stattdessen bildeten Sebastian Bröcker, Christoph Stolle, Niklas Heinrich und Timo Höfken die Abwehrreihe, die in dieser Formation noch nie zusammengespielt hat. Höfken ist eigentlich im offensiven Mittelfeld zuhause. „In der Vorbereitung ist die Idee gewachsen, ihn als rechten Verteidiger auszuprobieren. Jetzt haben wir sie wieder ausgepackt, und Timo hat das ganz ordentlich gemacht“, erläuterte Bragula.

Auf dem Weg zum elften Saisonsieg profitierte der Klassenprimus vom frühen Führungstreffer. GVO-Keeper Vivian-Phil Bartz hatte VfL-Torjäger René Tramitzke im Strafraum von den Beinen geholt. Michael Eberle verwandelte den fälligen Foulelfmeter sicher zum 1:0 (4.). Allerdings verpassten es die Wildeshauser nachzulegen: Kevin Kari war zu eigensinnig, als er allein auf Bartz zulief (24.). „Er muss auf Michael Eberle querlegen – das hätte den Druck vom Kessel genommen“, ärgerte sich Bragula. Stattdessen musste VfL-Torhüter Sebastian Pundsack sein ganzes Können aufbieten, um den Ausgleich zu verhindern (30.).

Die individuelle Klasse von Alexander Kupka und Sascha Görke 

Als Hauptgrund für den Sieg führte Bragula die individuelle Klasse von Alexander Kupka und Sascha Görke an: „Sie waren im Mittelfeldzentrum jederzeit Herr der Lage.“ Zudem war das Duo maßgeblich an den Treffern zwei und drei beteiligt. Vor dem 2:0 durch Tramitzke spielte Görke einen GVO-Verteidiger schwindelig, ehe er dem Goalgetter die Kugel servierte (59.). Das 3:0 besorgte Kupka, der eine Eberle-Ecke volley ins Netz hämmerte (62.).

Hendrik Ramke verkürzte für die Osternburger auf 1:3 (78.). „Das Gegentor darf nicht fallen. Aber in Anbetracht der Umstände wäre es falsch, großartig zu kritisieren“, sagte Bragula. „Trotzdem müssen wir nächste Woche gegen Abdin besser Fußball spielen, sonst gewinnen wir da nicht.“ Der Tabellendritte aus Delmenhorst besiegte den VfB Oldenburg II durch einen Doppelpack des Ex-Wildeshausers Andreas Lorer mit 2:1 und brachte sich so für das Nachbarschaftsderby am Sonntag, 12. November, 14 Uhr, in Stellung. 

mar

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