KSB-Vorsitzender Peter Ache sieht Integration von Migranten als vordringliche Aufgabe im Jahr 2015

„Es geht mit Schwung weiter“

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Blickt auf ein „hervorragendes Sportjahr“ zurück: der KSB-Vorsitzende Peter Ache.

Wildeshausen - Von Sven Marquart. Endspurt! Das Jahr 2014 ist auf der Zielgeraden. Im Interview lässt Peter Ache die vergangenen 365 Tage aus sportlicher Sicht Revue passieren und gibt einen Ausblick auf die kommenden zwölf Monate. Der 55-jährige Wardenburger ist seit 2004 Vorsitzender des Kreissportbundes (KSB) im Landkreis Oldenburg.

Herr Ache, war 2014 ein gutes oder ein schlechtes Sportjahr im Landkreis Oldenburg?

Peter Ache: Ein hervorragendes! Wir haben mit Sandra Auffarth eine Weltmeisterin im Vielseitigkeitsreiten. Es gab gute Leistungen im Faustball und Handball. Darauf können wir – auch im Vergleich mit den benachbarten Landkreisen – sehr stolz sein. Außerdem haben wir beim Tag des Sports dem Breitensport gefrönt und gute Inklusionsarbeit gemacht.

Was waren Ihre Highlights?

Ich habe mich sehr über den WM-Titel von Sandra Auffarth gefreut. Ich bin von ihr begeistert – nicht nur als Sportlerin, sondern auch als Person. Mein persönliches Highlight war der Erwerb des Sportabzeichens am Tag des Sports. Dabei hatte ich gar nicht trainiert und die Disziplinen quasi aus der kalten Hose absolviert.

Wie beurteilen Sie die Mitgliederentwicklung im KSB?

Wir haben jetzt knapp unter 50000 Mitglieder. Damit ist die Zahl sowohl absolut als auch in Relation zur steigenden Einwohnerzahl des Landkreises rückläufig. Deren Zuwachs erfolgt auch durch Menschen mit Migrationshintergrund. Unsere Aufgabe ist es, uns um diese Menschen zu kümmern. Sport ist ein wichtiger Aspekt für gute Integrationsarbeit.

Seit Jahresbeginn unterhält der KSB eine „Clearingstelle gegen sexualisierte Gewalt im Sport“. Wie ist das Projekt angelaufen?

Ich bin froh und stolz, dass wir das machen! Es ist ein schwieriges Thema, das man vorsichtig angehen muss. Vor wenigen Wochen hatten wir ein Seminar mit Übungsleitern, das sehr gut besucht war. Das zeigt: Die Vereine befassen sich intensiv mit dem Thema. Nach wie vor herrscht bei Trainern, Eltern und Sportlern Unsicherheit. Sie fragen sich beispielsweise: Wie weit darf ich gehen? Darf ich das Kind in den Arm nehmen? Auf solche Fragen wollen wir Antworten geben.

Wurde der KSB mit konkreten Verdachtsfällen konfrontiert?

Es gab keine Fälle mit konkretem Missbrauchsverdacht. Es ging eher um Rechtsfragen.

Welche vordringlichen Aufgaben stehen dem KSB 2015 bevor?

Wie bereits erwähnt, müssen wir uns um die Menschen mit Migrationshintergrund kümmern. Erste Gespräche mit Vereinen und Landkreis sind geführt. Wir werden im ersten Halbjahr in irgendeiner Form aktiv.

Wird es irgendwelche gravierenden Veränderungen geben?

Nein. Wir haben ein bewährtes Team, das gerade für zwei Jahre gewählt worden ist. Alle sind hochmotiviert – es geht mit Schwung weiter.

Sie sind für die kommenden Aufgaben also gerüstet?

Der KSB ist hervorragend gerüstet – da mache ich mir überhaupt keine Sorgen! Im Vergleich mit anderen Sportbünden sind wir sehr gut und professionell aufgestellt.

Was wünschen Sie sich für das Jahr 2015?

Ich wünsche mir, dass unsere Sportler weiter fair bleiben, sich nicht verletzen und wieder tolle Erfolge feiern wie 2014. Und vielleicht finden wir noch weitere Förderer, die uns in unserem Tun unterstützen.

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