Wildeshausen kann vorbeiziehen – Trainer Bragula betont aber die Qualität der Gäste

Kriselnde Meller kommen in den Krandel

Top-Wetter und eine Heimmannschaft in Paradeform. Nur zwei Gründe, warum man sich das Landesliga-Heimspiel der Wildeshauser um Goalgetter Lennart Feldhus (rechts) am Sonntag nicht entgehen lassen sollte. - Foto: wie

Wildeshausen -  Nach dem erfolgreichen Auswärtsdoppel (Siege gegen Bunde und Holthausen-Biene) lassen sich die Landesliga-Überflieger mal wieder zu Hause blicken. „Wir freuen uns, endlich im Krandel ranzudürfen – und das bei schönstem Fußballwetter“, sagt Wildeshausens Trainer Marcel Bragula vor der Heimbegegnung gegen den SC Melle am Sonntag um 15 Uhr.

Der Trend spricht eindeutig für seine Mannschaft. Der Aufsteiger ist seit acht Partien ungeschlagen, sammelte in diesem Zeitraum bockstarke 22 Punkte. Und Melle? Für die Mannschaft von Trainer Roland Twyrdry hagelte es zuletzt vier Niederlagen am Stück, insgesamt kommt der Aufstiegsfavorit in den letzten acht Spielen lediglich auf neun Punkte. Mit einem Sieg würde Wildeshausen am derzeit Drittplatzierten vorbeiziehen.

Dass die Formkurven diametral verlaufen, hat für Bragula aber „keine Aussagekraft. In dieser Landesliga kommt es erstens anders, und zweitens als man denkt.“

Wohl wahr. Vor einem Monat hatte es nämlich noch hervorragend für die heutigen Gäste ausgesehen. Melle siegte mit 4:3 gegen Lohne, übernahm damit für wenige Stunden die Tabellenführung. Der Mann des Abends war Ustim Schröder mit drei Treffern. Überhaupt ist er so etwas wie Melles Lebensversicherung. Der 1,90 Meter große Mittelstürmer traf bereits 18 Mal, ist damit der treffsicherste Akteur in der Liga. „Er ist ein absoluter Ausnahmestürmer“, weiß Bragula. Auch weil Schröder zuletzt ausfiel, hat Melle ziemliche Ladehemmungen. Der Mannschaft aus dem Landkreis Osnabrück gelang in den letzten drei Spielen kein Treffer.

Wildeshausens Stürmer Lennart Feldhus traf dagegen zwei Mal in den vergangenen drei Partien, kommt insgesamt bereits auf 13 Treffer. In der vergangenen Saison noch in der Kreisliga unterwegs, lehrt er nun den Verteidigern in der Landesliga das Fürchten. „Er hat sich mit Sicherheit schon gehörigen Respekt erarbeitet“, sagt Trainer Bragula.

Diesen hat der Wildeshauser Coach auch vor Melles David Liegmann. Der 26-Jährige ist der beste Vorbereiter in der Twyrdry-Mannschaft, legte bereits elf Treffer auf. Bevorzugt kommt Liegmann über die linke Seite. Und ausgerechnet jetzt ist Wildeshausens zuletzt überragender Rechtsverteidiger Kai Meyer gelbgesperrt. Jannik Wallner, die erste Alternative für diese Position, ist zudem angeschlagen. „Aber wir haben da noch ein paar Ideen“, verspricht Bragula, der keine allzu guten Erinnerungen an das Hinspiel hat. Damals verloren die Krandelkicker mit 1:3, im Anschluss sprach der VfL-Coach von „der schlechtesten Halbzeit der Saison“. Aber nicht nur seine Elf hatte enttäuscht, auch Melle zeigte sich gut aufgelegt. „Das ist eine intakte Mannschaft“, sagt Bragula: „Neben Nordhorn war es in der Hinrunde das stärkste Team, auf das wir getroffen sind.“ Neben der Offensive um Schröder, Liegmann (trafen auch beide im Hinspiel) und Regisseur Ali Ahmet ist Melle für den VfL-Trainer „auch hinten richtig gut besetzt. Und sie haben einen super Torwart.“

Das trifft alles auch auf die Wildeshauser zu, die bewiesen haben, dass sie zu Recht in dieser Liga spielen. „Ich denke nie über mögliche Niederlagen nach“, sagt Bragula selbstbewusst: „Wir können befreit aufspielen. Und natürlich können wir auch gegen Melle siegen.“ - wie

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