VfL Wildeshausen

„Krieger“ Krumland fehlt Krandel-Kickern in Eversten

Wichtiger Defensivstratege: Marius Krumland (2.v.r.) sortiert die Wildeshauser Abwehr. - Foto: Marquart

Wildeshausen - Das Zahlenwerk ist beeindruckend: Mit 38 Punkten aus 15 Spielen und einem Torverhältnis von 40:9 hat sich der VfL Wildeshausen die Herbstmeisterschaft in der Fußball-Bezirksliga gesichert. Stolze zehnmal blieben die Krandel-Kicker dabei ohne Gegentreffer, unter anderem beim 3:0 über den TuS Eversten zum Saisonauftakt. Mit dem Auswärtsspiel beim Aufsteiger beginnt für den Spitzenreiter an diesem Freitag, 20 Uhr, die Rückrunde.

Auch in der vergangenen Saison führten die Wildeshauser zur Halbzeit die Bezirksliga-Tabelle an. Damals las sich die Bilanz sogar noch imposanter: Für die Wittekind-Crew standen 40 Zähler und 57:10 Tore zu Buche. „Trotzdem ist die aktuelle Hinrunde höher einzuschätzen, weil die Liga in diesem Jahr wesentlich ausgeglichener ist – das sieht man allein daran, wie eng es zwischen Platz drei und zwölf zugeht“, sagt VfL-Coach Marcel Bragula.

Der VfL Wildeshausen steht schon seit Jahren für technisch gepflegten Offensivfußball. „Maximilian Seidel ist ein Spieler, der oft den Unterschied gemacht hat. Trotzdem haben wir vorne genug Möglichkeiten zu rotieren und zu variieren“, erläutert Bragula. Als Basis des Erfolgs sieht der 44-Jährige jedoch eindeutig das Defensivgerüst mit den Innenverteidigern Marius Krumland und Thorben Schütte, Linksverteidiger Lukas Schneider, den beiden Sechsern Alexander Kupka und Sascha Görke sowie den beiden gleichstarken Torhütern Sebastian Pundsack und Felix Dittrich.

Dabei entpuppt sich Marius Krumland mehr und mehr als Glücksgriff. Der 24-Jährige war im Sommer vom Oberligisten BV Cloppenburg in den Krandel gewechselt. „Marius ist der Kitt, der unsere Defensivabteilung zusammenhält. Er antizipiert gut, hat ein super Stellungsspiel und ist ein Krieger im Zweikampfverhalten. Abgesehen von seiner Leistung ist er auch zwischenmenschlich sehr gut bei uns angekommen und hat sich in der Mannschaft ein hohes Standing erarbeitet“, berichtet Bragula: „Volltreffer, würde ich sagen!“

Möglicherweise ist Krumland jenes Puzzleteil, das den Wildeshausern im Meisterschaftsduell mit dem SV Brake in der vergangenen Saison gefehlt hat. „Das würde ich so unterschreiben“, bestätigt Bragula. Dann dürften dem Wildeshauser Titelgewinn und der Rückkehr in die Landesliga nun ja eigentlich nichts mehr im Weg stehen. „So weit denken wir gar nicht. Unser Fokus liegt nur darauf, wie wir Woche für Woche Fußball spielen wollen“, wiegelt Bragula ab.

Kupkas Einsatzchancen stehen bei 50:50

Und genau hier wird es diesmal interessant. Denn für die Partie in Eversten fallen in Krumland (Urlaub) und Görke (beruflich verhindert) zwei wichtige Säulen ganz sicher aus. Die Einsatzchancen des am Fuß verletzten Kupka beziffert Bragula lediglich auf 50:50. Zudem grassiert beim Klassenprimus gerade eine kleine Grippewelle. „Aber wir haben schon oft bewiesen, dass wir wichtige Spieler ersetzen können“, unterstreicht Bragula.

So bieten sich Christoph Stolle und Niklas Heinrich als Partner von Schütte im Abwehrzentrum an. Im Mittelfeld heißen die Alternativen Hauke Glück und Ole Lehmkuhl. Es gibt schlechtere Situationen für Übungsleiter – das weiß Bragula spätestens seit der vergangenen Spielzeit. „Diesmal haben wir einen breiteren Kader“, schätzt er sich glücklich und hofft, dass sein Team in der Rückrunde von einer Verletzungsmisere verschont bleibt.

„Eine große Frage wird auch sein, wie wir mit unseren eingeschränkten Trainingsmöglichkeiten aus der Winterpause kommen“, meint Bragula. Doch zuvor haben seine Mannen die Möglichkeit, ihren Vorsprung auf den spielfreien Verfolger TuS Obenstrohe mit einem Sieg beim Tabellenvierzehnten in Eversten auf vier Punkte auszubauen. „Das ist eine Chance“, betont Bragula. Auch wenn die Gastgeber um Torjäger Ingmar Peters (neun Saisontreffer) nach rumpeligem Start inzwischen in der Liga angekommen sind und mit dem Sieg beim FC Hude (2:0) und den Unentschieden gegen Frisia Wilhelmshaven (2:2) und bei GVO Oldenburg (1:1) einige achtbare Ergebnisse eingefahren hätten, seien „die Rollen klar verteilt“, glaubt Bragula. - mar

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