Kreismeisterschaft mit Kompromiss: Futsal-Kugel und Hallenfußballregeln

„Ganz oder gar nicht“

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Der Futsal macht das Hallenspiel schneller.

Ganderkesee - Gelungenes Experiment oder fauler Kompromiss? Bei der Hallenkreismeisterschaft in Ganderkesee kickten die Frauen mit einem Futsal, aber nach Hallenfußballregeln. Diese Mischvariante, auf die sich die 14 beteiligten Teams während einer Arbeitstagung geeinigt hatten, fand bei den Aktiven durchaus Anklang. „Die Mannschaften haben sich überraschend schnell daran gewöhnt“, berichtete Manfred Nolte, der Spielausschussvorsitzende des Fußballkreises Oldenburg-Land/Delmenhorst.

„Die Option mit dem Futsal ist ganz interessant. Es fallen mehr Tore, und das ist Spiel ist wesentlich schneller“, meinte Sven Flachsenberger, der Trainer des VfL Wildeshausen. „Aber völliges Neuland war das für uns nicht. Wir haben bei uns auch B-Juniorinnen dabei, die ja ohnehin Futsal spielen“, erläuterte der VfLCoach.

Bis die Bezirksliga-Kickerinnen des VfL Stenum als Hallenkreismeister 2016 feststanden, erzielten die 14 Mannschaften in 58 Spielen insgesamt 212 Treffer. Das entspricht einem Schnitt von 3,66 pro Partie. Zum Vergleich: Im Vorjahr, als mit einem Fußball und nach Hallenfußballregeln gespielt wurde, zappelten die Tornetze in 46 Begegnungen 148 Mal (Schnitt: 3,22).

Bei beiden Turnieren zeigte Ann-Kristin Willms, dass sie weiß, wo die Kiste steht. 2015 erzielte die Kapitänin des VfL Stenum elf Treffer. Nur Jana Dasenbrock (TV Jahn) traf ein Mal öfter. Auch in diesem Jahr wurde es für Ann-Kristin Willms nichts mit der Torjägerkrone: Zwar brachte es die 26-Jährige wie Celin Behm (TV Jahn) auf 14 Buden, aber im Entscheidungsschießen musste sich die ehemalige Akteurin des TSV Ippener ihrer Konkurrentin geschlagen geben.

„Ich finde es gut, dass nach den Hallenfußballregeln gespielt wurde, weil ich die Futsal-Regeln noch nicht so gut kenne“, erklärte Ann-Kristin Willms. Allerdings habe die Futsal-Kugel durchaus ihre Tücken: „Es ist schwerer, Druck dahinter zu bekommen. Und wenn der Futsal rollt, dann rollt er, so dass man Probleme hat, ihn zu erreichen.“

Das im Vergleich zum Fußball kleinere, schwerere und sprungreduzierte Spielgerät machte aber auch den Torhüterinnen zu schaffen. Sie mussten fünf mal zwei Meter große Hallenfußballtore sauber halten, während beim Futsal zwei mal drei Meter große Handballtore zum Einsatz kommen. „Man ist zwar im Nachteil, wenn der Ball in die Ecken geht, aber ich fand es nicht so schwierig“, erzählte Sabrina Hansch. Die Keeperin des VfL Wildeshausen wurde zur besten Torhüterin des Turniers gewählt. Doch richtig anfreunden mochte sich die 17-Jährige mit dem Kompromiss nicht: „Entweder macht man das ganz oder gar nicht.“

Schon bei der Hallenkreismeisterschaft im kommenden Jahr könnte komplett nach Futsal-Regeln gespielt werden. Denn der Masterplan des Deutschen Fußballbundes (DFB) sieht vor, dass spätestens ab 2017 alle offiziellen Hallenmeisterschaften nach Futsal-Regeln ausgetragen werden. „Für die Zukunft kann es nur Futsal geben“, bestätigte Manfred Nolte.

mar

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