Kreisligist wirft Landesliga-Aufsteiger VfL Wildeshausen aus dem Bezirkspokal

Elfmetertöter Schulz ist Dötlingens Pokalheld

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Dötlingens Keeper Hendrik Schulz riskierte mehrfach Kopf und Kragen und wurde im Elfmeterschießen mit zwei gehaltenen Schüssen zum Matchwinner.

Dötlingen - Von Sven Marquart. Hendrik Schulz verschwand unter einem Menschenberg, so dass kein Zipfel seines neongrünen Trikots mehr zu entdecken war: Mit zwei gehaltenen Elfmetern avancierte der Torhüter zum Helden des TV Dötlingen. Der Fußball-Kreisligist triumphierte in der ersten Bezirkspokalrunde mit 6:3 (2:2, 0:0) über den Landesliga-Aufsteiger VfL Wildeshausen und sorgte damit für eine Sensation.

Das Duell Mann gegen Mann ist inzwischen eine Spezialität von Hendrik Schulz. „Das kann man wohl nicht mehr leugnen“, meinte der 23-Jährige cool. Er parierte die Schüsse von Sascha Görke und Kevin Kari – nur Maximilian Seidel konnte den Keeper vom Punkt überwinden. Dagegen waren die Gastgeber nervenstark: Julian Eilers, Jannes Henning, Rene Post und Niklas Hiegemann verwandelten. „Schade, dass es da schon zu Ende war – ich hätte dich gern gesehen“, meinte Dötlingens Trainer Georg Zimmermann grinsend. Als fünfter Schütze war Schulz vorgesehen.

„Im Elfmeterschießen gehört auch immer Glück dazu. Aber da erstmal hinzukommen – das war schon eine gute Leistung von uns“, freute sich Zimmermann. Üben lassen hatte er Strafstöße im Training allerdings nicht: „Das wäre vermessen gewesen.“

Während die Gastgeber ihren Triumph feierten, saß Marcel Bragula stinksauer auf seiner Trainerbank. „Dötlingen hat alles richtig gemacht, wir alles falsch – und das kommt dann dabei raus“, schnaubte der VfLCoach. „Ich kann mich bei den mitgereisten Wildeshausern nur entschuldigen: Dieser peinliche und inakzeptable Auftritt war eines Landesligisten und einer ersten Herren des VfL Wittekind nicht würdig.“

Den Gästen fehlte es an Biss in den Zweikämpfen, Laufbereitschaft und zündenden Ideen. Dass etliche Akteure verletzt fehlten, wollte Bragula nicht als Ausrede gelten lassen: „Wir hatten elf Leute auf dem Feld, und die haben’s vergeigt.“ Die VfL-Crew traf auf einen gut eingestellten Gegner, der die Räume eng machte und konzentriert zu Werke ging.

„In der ersten Halbzeit hat Lauren Riedel ein super Spiel gemacht und uns im Geschäft gehalten“, lobte Bragula den Nachwuchskeeper. Doch nach der Pause patzte der 18-Jährige zwei Mal entscheidend. Zunächst griff er bei Joole Bredehöfts Kopfball zum 1:0 nicht energisch genug ein (67.). Dann schoss er den heranstürmenden Julian Eilers an, von dem der Ball zum 2:2 ins Tor trudelte (90.+2). Dazwischen hatte Jan Lehmkuhl mit einem sehenswerten Lupfer den Ausgleich erzielt (69.), ehe Maximilian Seidel mit seiner scharfen Hereingabe Jonas Krumland zu einem Eigentor nötigte (89.). Wäre Lukas Schneiders Kopfball nicht am Lattenkreuz gelandet (90.+4) – die Geschichte des Spiels wäre eine andere gewesen. Aber: „Heute war dein Tag“, sagte Georg Zimmermann und klopfte Hendrik Schulz anerkennend auf die Schulter.

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