Kreisligist TV Dötlingen im Bezirkspokal gegen SV Atlas chancenlos

0:10 für Zimmermann „ein bisschen zu heftig“

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Dötlingens Youngster Felix Brand (M.) hat im Duell mit Tom Witte einen schweren Stand.

Dötlingen - Von Sven Marquart. Am Ende wurde es zweistellig: Trotz tapferer Gegenwehr musste sich Fußball-Kreisligist TV Dötlingen dem klassenhöheren SV Atlas Delmenhorst am Mittwochabend in der zweiten Bezirkspokalrunde mit 0:10 (0:6) geschlagen geben.

Dennoch hatte Georg Zimmermann seinen Humor nicht verloren: „Wir hätten’s knapp gewinnen können“, meinte Dötlingens Trainer scherzhaft. Tatsächlich war Atlas’ Dominanz erdrückend und der Außenseiter nach dem Auftakterfolg über den Landesligisten VfL Wildeshausen (6:3 nach Elfmeterschießen) von einem weiteren Pokalcoup meilenweit entfernt.

„Das war ein bisschen zu heftig“, fand Zimmermann. Zwar war er im Großen und Ganzen mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden. „Allerdings hat mir nicht gefallen, wie wir Atlas anfangs zu den Toren eingeladen haben“, monierte der 61-Jährige. Drei der ersten fünf Gegentreffer hätte seine Crew dem Bezirksligisten durch Fehler im Mittelfeld ermöglicht. „Atlas hat ein starkes Pressing gespielt, aber wir sind schon nervös geworden, bevor uns die Delmenhorster überhaupt angelaufen haben.“

Den Torreigen eröffnete der starke Lars Scholz bereits in der sechsten Minute. Der Neuzugang vom Landesliga-Absteiger VfB Oldenburg II bereitete außerdem vier weitere Treffer vor. Daniel Isailovic (20.), Dominik Entelmann (24.) und Iman Bi-Ria (34./44./45.) mit einem lupenreinen Hattrick machten noch vor der Pause das halbe Dutzend voll.

Auch in der zweiten Hälfte ließ der haushohe Favorit nicht nach. Dominik Entelmann (52., Foulelfmeter/64.), Daniel von Seggern (65.) und Maximilian Klatte (70.) schraubten das Resultat auf 10:0 in die Höhe. „Ist es schon dreistellig?“, fragte Dötlingens ausgewechselter Mitteldfeldspieler Jannes Henning, als er vom Duschen zurückkam. So schlimm war es dann doch nicht

„Wir haben das souverän bis zum Ende durchgespielt, genau wie wir es vorher besprochen hatten – die Jungs haben investiert“, freute sich Atlas-Coach Jürgen Hahn über den konzentrierten Auftritt seines Teams. „Wir wollten die Partie früh entscheiden, damit gar nicht erst Hektik aufkommt“, erläuterte Hahn. Das gelang seinen Schützlingen eindrucksvoll.

Hahn hatte gleich sieben Neuzugänge in die Startelf beordert und wechselte in Maximilian Klatte noch einen achten ein. Im Tor stand der vom Bremen-Ligisten SV Werder Bremen III zum Meisterschaftsaspiranten gewechselte Florian Urbainski. Der Keeper musste jedoch nicht einmal eingreifen. Die beiden einzigen Dötlinger Schüsse durch den 19-jährigen Youngster Felix Brand (51.) und Lukasz Sawicki (58.) flogen jeweils einen guten Meter über den Querbalken.

Nach dem Einzug in die dritte Runde geht es für den SV Atlas am Sonntag, 15 Uhr, in der Bezirksliga mit dem Nachbarschaftsderby beim Aufsteiger VfL Stenum weiter. „Das wird eine ganz andere Nummer“, ist sich Hahn bewusst. Denn beide Mannschaften trafen bereits in der ersten Pokalrunde aufeinander. Vor zwei Wochen mühte sich Atlas am Kirchweg zu einem knappen 2:1.

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