Krandel-Kicker zeigen beim glücklichen 2:1 ihre „schlechteste Saisonleistung“

Wildeshauser Jubel für Siepe ein Kompliment

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Maximilian Seidel zieht mit links ab – und trifft zum 1:1.

Wildeshausen - Von Sven Marquart. Fußball paradox im Krandelstadion: „So blöd es klingen mag: Ich bin zufrieden, obwohl wir 1:2 verloren haben“, sagte Andreas Siepe. Der Trainer des Bezirksligisten VfL Oldenburg II musste gegen den VfL Wildeshausen auf diverse Stammspieler verzichten und hatte deshalb „eigentlich mit einem Debakel gerechnet“.

Stattdessen zogen sich die Gäste mehr als achtbar aus der Affäre. Die Intensität des Wildeshauser Jubels beim Siegtreffer sei „ein Kompliment für uns gewesen“, sagte Siepe. Dass der Erfolg des Tabellenzweiten verdient war – „darüber müssen wir uns nicht unterhalten“, erklärte Oldenburgs Coach.

Sein Kollege Marcel Bragula war dagegen trotz des Sieges mächtig angefressen: „Das war unsere schlechteste Saisonleistung – wir haben nicht annähernd das gezeigt, wozu wir im Stande sind!“ Er vermisste bei seiner Elf vor allem Aggressivität und Spielwitz.

Die Krandel-Kicker fanden in der gesamten Partie kein Mittel, um die tiefstehende Oldenburger Abwehr zu knacken. Anfangs kamen die Gastgeber durch Maximilian Seidel (4./10.) und Ole Lehmkuhl (7./Latte) noch zu einigen Chancen. Die dickste hatte Rene Tramitzke. Doch Torhüter Marius Harenberg, eigentlich ein gelernter Innenverteidiger, lenkte den Kopfball des Angreifers noch über den Querbalken (26.). Schon zu diesem Zeitpunkt war es Marcel Bragula auf dem Feld zu leise. „Das ist kein Testspiel!“, schimpfte er.

Kurz nach dem Wechsel gingen die Oldenburger wie aus dem Nichts in Führung: Alexander von der Decken köpfte einen Freistoß zum 1:0 ein (51.). Wenig später hätte Julian Kuschnik sogar noch nachlegen können, doch frei vorm Tor traf er den Ball nicht richtig (59.).

Die Wildeshauser wirkten wie paralysiert und verdarben sich fast alle vielversprechenden Angriffe durch Fehlpässe und schlechte Zuspiele. Daher kam das 1:1 durch einen strammen Linksschuss von Maximilian Seidel etwas überraschend (64.).

Auf der anderen Seite hätte Maximilian Klatte die Oldenburger wieder in Front bringen können, als er allein vor Sebastian Pundsack auftauchte, aber verzog (84.). Deshalb war das 2:1 durch Sascha Görke schon etwas glücklich (88.). Zumal Kevin Felsen, der sonst für die Oldenburger Drittvertretung in der 1. Kreisklasse spielt, in der Schlussminute einen Kopfball an die Latte setzte.

„Wir müssen uns nichts vormachen: So eine Leistung dürfen wir nicht öfter zeigen – so viel Glück werden wir nicht immer haben“, bilanzierte Marcel Bragula. „Aber morgen früh fragt keiner mehr danach. Dann stehen da drei Punkte auf der Habenseite.“

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