Tramitzke-Doppelpack bei 4:0 gegen Baris

Krandel-Kicker siegen konservativ

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Torschütze Michael Eberle (l.) und Trainer Marcel Bragula feiern im Heimspiel gegen den SV Baris Delmenhorst den Treffer zum 2:0. Beim Schlusspfiff stand es 4:0 für den Tabellenzweiten, der auch sein sechsten Saisonspiel gewann.

Wildeshausen - Von Sven Marquart. Sicherheit ist bei den Bezirksliga-Fußballern des VfL Wildeshausen oberstes Gebot. „Wenn du deine sportlichen Ziele erreichen willst, musst du hinten sicher stehen“, erläutert VfL-Coach Marcel Bragula.

Diese Marschroute beinhalte eben auch, dass sich seine Mannschaft erstmal darauf konzentriert, den Gegner vom eigenen Tor wegzuhalten. „Man wird in dieser Saison noch öfter eine konservative erste Halbzeit von uns sehen“, sagt Bragula. Da ist der Unterhaltungswert begrenzt.

Gefälliger Beginn

Was aber nicht heißt, dass die Zuschauer gar kein Spektakel mehr geboten bekommen. Beim 4:0 (0:0) über den SV Baris Delmenhorst konzentrierten sich die Wildeshauser zunächst auf die Spielkontrolle, ehe sie im zweiten Durchgang auch offensiv zu überzeugen wussten. Für den Tabellenzweiten war es der sechste Sieg im sechsten Saisonspiel. Dabei blieb der Landesliga-Absteiger zum vierten Mal ohne Gegentreffer.

Beide Mannschaften begannen gefällig und versuchten mit wenigen Kontakten vor das gegnerische Tor zu kommen. Doch schon nach einer Viertelstunde verflachte die Partie. Für Aufregung sorgte erst wieder ein Zweikampf zwischen Dennis Kuhn und Lennart Flege. Der bereits verwarnte Kuhn traf den VfL-Abwehrchef mit dem Fuß am Kopf (38.). Schiedsrichter Tom Adler (TSV Ganderkesee) beließ es zum Unverständnis der Gastgeber bei einer finalen Ermahnung. Baris-Coach Önder Caki reagierte und wechselte seinen stark gelb-rot-gefährdeten Torjäger noch vor der Pause aus.

„Den muss ich haben“

Gegen Ende des ersten Abschnitts setzten die Krandel-Kicker nochmal einen Offensivakzent: René Tramitzke wuchtete eine Hereingabe von Maximilian Seidel an die Querlatte (41.). „Wenn wir mit einem Stoßstürmer spielen, müssen wir ihn auch mit Flanken bedienen“, sagte Bragula. Das geschah in den ersten 45 Minuten für seinen Geschmack jedoch zu selten. „Außerdem fehlten mir da ein paar Prozent Laufbereitschaft und Beweglichkeit“, monierte der 43-Jährige.

Das besserte sich nach Wiederbeginn. Und schon bald stellte sich der Erfolg ein: René Tramitzke setzte sich gegen Alexander Pelman durch und traf platziert zum 1:0 (51.). Kurz darauf verwandelte Michael Eberle einen Freistoß vom linken Strafraumeck unter der hochspringenden Baris-Mauer hindurch zum 2:0 (56.). „Den muss ich haben“, schimpfte Keeper Orhan-Can Karakaya mit sich selbst.

Nachdem Tramitzke zunächst das 3:0 verpasst hatte (73.), erzielte der Sturmtank auf Vorarbeit des eingewechselten Andreas Kari dann doch seinen neunten Saisontreffer (79.). Das 4:0 besorgte Kari dann selbst (81.). Eberle (89.) und Tramitzke (90./90./90.+2) hätten den Aufsteiger wie im Bezirkspokal erneut mit einem 0:7 auf die Heimreise schicken können. „Im Vergleich zum Pokalspiel haben wir aber Fortschritte gemacht“, fand Önder Caki.

„Fast genauso sehr wie über die drei Punkte“ freute sich Marcel Bragula über die Leistung von Andreas Kari, der „zuletzt ein bisschen durchgehangen“ hatte. Außerdem verhalf der VfL-Coach kurz vor Schluss Brandon Durano, einem weiteren „Wildeshauser Eigengewächs“, zu seinem Bezirksliga-Debüt.

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