Linksfuß gegen SV Holthausen/Biene schon nicht mehr im Wildeshauser Kader

Krandel-Kicker künftig ohne Kevin Kari

Flankt nicht mehr für den VfL Wildeshausen: Kevin Kari (r.) will in der Winterpause den Verein wechseln. Foto: Marquart

Wildeshausen – Über die Rolle des Ergänzungsspielers war Kevin Kari in der laufenden Saison beim Fußball-Landesligisten VfL Wildeshausen nicht hinausgekommen. Der 22-jährige Linksfuß gehörte zwar bei sechs von sieben Punktspielen zum Kader der Krandel-Kicker, brachte es aber nur auf zwei Kurzeinsätze über fünf und neun Minuten. Lediglich beim Drittrundenaus im Bezirkspokal gegen den SV Brake durfte Kari über die volle Distanz ran. Das war dem Mittelfeldspieler offensichtlich zu wenig. „Kevin möchte uns verlassen und sich in der Winterpause einem anderen Verein anschließen. Wir haben seine Bitte respektiert und legen ihm keine Steine in den Weg“, teilte VfL-Fußballabteilungsleiter Ottmar Jöckel am Freitagnachmittag mit. Bereits am Vorabend hatte sich Kari von seinen bisherigen Teamkollegen verabschiedet und gehört demzufolge auch nicht mehr zum Wildeshauser Aufgebot für das Heimspiel gegen den SV Holthausen/Biene (Sonntag, 15 Uhr).

Dabei ist VfL-Coach Marcel Bragula momentan für jede personelle Alternative dankbar. Denn die Ausfallliste ist lang. So musste René Tramitzke am Freitag unters Messer – dem Torjäger wurde ein freier Gelenkkörper aus dem lädierten Knie entfernt. „Ich hoffe, dass er nicht allzu lange fehlt“, sehnt Bragula ein schnelles Comeback des Sturmtanks herbei.

Auch Christoph Stolle, Ole Lehmkuhl, Steven Müller-Rautenberg und Hauke Glück sind aufgrund von Verletzungen derzeit nicht einsatzfähig. Keeper David Lohmann (Knochenabsplitterung im Finger) wird wohl immerhin auf der Bank Platz nehmen können. Rechtsverteidiger Alexander Dreher und Mittelfeldabräumer Alexander Kupka sind zwar ebenfalls nicht schmerzfrei, sollen aber auflaufen. „Ich erwarte von allen unbändigen Einsatz. Die Jungs sollen alles reinhauen. Danach können wir regenerieren, weil wir das nächste Wochenende spielfrei haben“, fordert Bragula.

Gegen den Tabellenzwölften aus dem Emsland kann er immerhin wieder auf seine beiden Kapitäne Sascha Görke und Lukas Schneider zurückgreifen. Das Duo fehlte beim jüngsten 1:4 in Dinklage aus privaten Gründen und verpasste die bis dahin schlechteste Saisonleistung des Aufsteigers. „Wir werden mit Niederlagen leben müssen. Aber es kommt auf die Art und Weise an, wie man verliert. Mit dem Auftritt in Dinklage kann ich mich absolut nicht anfreunden“, betont Bragula: „Es ist normal, dass mal einer patzt. Aber alle vier Gegentore dürfen wir so nicht bekommen – wir haben schülerhaft verteidigt.“

Eine derartige Vorstellung sollte der Tabellenachte gegen den SV Holthausen/Biene besser nicht abliefern, auch wenn der Vorjahresvierte bislang nicht in die Spur gefunden hat. Dabei hat Biene-Trainer Wolfgang Schütte seine Mannschaft im Sommer weitgehend beisammen gehalten und tendendziell sogar noch verstärkt. „Die Qualität ist ja nicht weg“, lässt sich Bragula vom Tabellenstand nicht blenden. Er hätte aber nichts dagegen einzuwenden, wenn sein VfL am Sonntag gegen 17 Uhr zuhause immer noch ungeschlagen ist und die Gäste auswärts weiterhin sieglos sind.  mar

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