VfL Wildeshausen dreht 1:2-Satzrückstand gegen Spitzenreiter VSG Ammerland II noch um

Kramer zeigt seine Qualitäten im Mittelblock

Wichtiger Faktor: Conrad Florian Kramer (l.) trumpfte im Mittelblock groß auf. Foto: Westermann

Wildeshausen – Es schien so, als sollte die Bescherung für die Oberliga-Volleyballer des VfL Wildeshausen ausfallen. Nach der 1:3-Niederlage gegen den TuS Bersenbrück und bei einem 1:2-Satzrückstand gegen die VSG Ammerland II standen die Huntestädter fast schon mit leeren Händen da. Doch mit einer Energieleistung drehten sie das Spiel gegen den Spitzenreiter und holten sich mit dem Sieg im Tiebreak immerhin noch zwei Punkte. Mit insgesamt 20 Zählern aus elf Partien findet sich der VfL zum Jahresende auf dem vierten Tabellenplatz wieder.

VfL Wildeshausen – TuS Bersenbrück 1:3 (25:18, 18:25, 22:25, 18:25): Im ersten Satz tasteten sich beide Mannschaften bis zum 13:13 ab. Anschließend waren die Wildeshauser im Block und in der Abwehr erfolgreich, zogen auf 21:14 davon und holten sich den Durchgang. Mitte des zweiten Abschnitts brach dem VfL die Annahme plötzlich komplett weg. Außerdem versemmelte die Wittekind-Crew gleich drei Aufschläge in Serie. Nach dem Satzausgleich agierten die Wildeshauser im dritten Durchgang wieder stabiler und machten aus dem 17:17 eine 19:17-Führung. Anschließend patzte der VfL aber bei der Annahme und in der Abwehr, so dass Bersenbrück entscheidend auf 21:19 davonziehen konnte. Im vierten Satz gerieten die Gastgeber mit 2:7 in Rückstand, den sie nicht mehr aufholen konnten, weil ihre Abwehr zu unbeweglich war und die gegnerischen Angriffe nur selten entschärfen konnte.

VfL Wildeshausen – VSG Ammerland II 3:2 (19:25, 25:20, 17:25, 25:17, 15:10): Der Spitzenreiter aus dem Ammerland zeigte dem VfL im ersten Satz schnell die Grenzen auf. Die Kreisstädter bekamen die Schläge des VSG-Diagonalangreifers überhaupt nicht in den Griff. Ihre eigenen Angriffe konnte der Klassenprimus entschärfen. Der Start in den zweiten Durchgang gelang besser: Mit guten Aufschlägen bereiten die Wildeshauser der Annahme der Ammerländer Probleme. Außerdem war Frederik Bartelt in der Mitte immer wieder mit seinen Angriffen erfolgreich. So holte sich der VfL den Satzausgleich. Im dritten Abschnitt scheiterten die Wildeshauser häufiger am Block oder schlugen die Bälle ins Aus, weil das Zuspiel mehrfach zu kurz geriet. Das nutzten die Ammerländer zum 25:17. Bis zum 8:10 im vierten Durchgang sah alles nach einer Wildeshauser Niederlage aus. Doch jetzt zeigte Conrad Florian Kramer im Mittelblock seine Qualitäten. Zudem verstärkte Maik Backhus die Annahme und Abwehr. So zog der VfL auf 15:10 davon und holte sich damit den Kick, um den Satz zu gewinnen. Den Schwung nahmen die Mannen um Spielertrainer Frank Gravel mit in den Tiebreak und setzten sich über 5:1 und 11:4 auf 14:6 ab. Nur mit dem Matchball taten sie sich schwer – erst den fünften nutzten sie zum Sieg. Die Laune der Wildeshauser stieg passend zur anschließenden Weihnachtsfeier, hatten sie noch erstmals überhaupt gegen die VSG Ammerland II gewonnen.

VfL Wildeshausen: Frank Gravel, Leon Gravel, Torben Dannemann, Maik Backhus, Paul Schütte, Frederik Bartelt, Linh Nguyen, Manuel Meyer, Marco Backhus, Helge Mildes, Conrad Florian Kramer.

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