Nächstes Topspiel: VfL Wildeshausen empfängt Titelanwärter TuS BW Lohne

Kracher ohne Krumland?

Da war die Welt noch in Ordnung: Marius Krumland bejubelt seinen Treffer zum 1:1 gegen den SC Melle 03. In der zweiten Halbzeit musste der Abwehrchef des VfL Wildeshausen verletzt ausgewechselt werden. Foto: Marquart

Wildeshausen – Der Tritt von Dennis Greiff hatte deutliche Spuren hinterlassen: Die Wade von Marius Krumland war dick geschwollen und blau angelaufen. Am Tag nach der 1:2-Niederlage gegen Spitzenreiter SC Melle 03 konnte der Abwehrchef des Fußball-Landesligisten VfL Wildeshausen kaum auftreten. Ob der 25-Jährige am Sonntag, 14 Uhr, im Heimspiel-Kracher gegen den TuS BW Lohne mitwirken kann, ist mehr als fraglich. Ganz hat Marcel Bragula die Hoffnung aber nicht aufgegeben. „Es sind ja noch zwei Tage hin“, sagte der VfL-Coach am Freitagnachmittag.

Sollte Krumland gegen den Tabellenzweiten ausfallen, wäre das in mehrfacher Hinsicht bitter. Vor allem, weil die Blau-Weißen mit bislang 31 erzielten Treffern den besten Angriff der Liga stellen. Allein neunmal langte Nico Gill zu. Der Neuzugang vom SV Meppen machte sogar den Wechsel von Torjäger Tim Wernke zum VfL Oythe vergessen. Krumlands gutes Stellungsspiel und die starke Physis des 1,89 Meter großen Innenverteidigers würden den Wildeshausern erheblich dabei helfen, die Lohner Offensivmaschine zu stoppen.

Aber Krumland ist auch selbst torgefährlich. Bei Standardsituationen geht er immer mit nach vorne, um seine Kopfballstärke einzubringen. Gegen Melle mit Erfolg: Kurz vor der Pause wuchtete er einen Eckball von Michael Eberle zum Ausgleich in die Maschen. „Das ist halt Marius. Es tut weh, wenn er ausfällt“, sagt Bragula. „Aber wir haben Möglichkeiten.“

Und zwar gleich mehrere. So ist Youngster Mika Ostendorf, der beim 2:1-Erfolg über den SV Bevern einen Schlag auf die Wade bekommen hatte, wieder fit. „Allerdings hat er erst einmal trainiert“, relativiert Bragula. Immerhin zweimal stand Niklas Heinrich auf dem Platz, seitdem sein angebrochener Zeh ausgeheilt ist. Berufsbedingt verpasste er aber das Abschlusstraining. Möglicherweise wird Bragula wieder Alexander Kupka aus dem Mittelfeld ins Abwehrzentrum zurückziehen, so wie er es bereits am Donnerstag nach Krumlands Auswechslung tat. „Eine Dreierkette wäre eine weitere Option“, erläutert der Übungsleiter, der weiterhin auf die langzeitverletzten Sebastian Bröcker, Christoph Stolle und René Tramitzke verzichten muss.

Egal mit welchem Personal und welcher taktischen Ausrichtung – der VfL Wildeshausen steht in jedem Fall vor einer immensen Herausforderung. „Lohne hat die beste Mannschaft und wird aufsteigen – da bin ich sicher“, betont Bragula. Schon in der vergangenen Saison verpassten die Blau-Weißen nur hauchdünn den Sprung in die Oberliga: Durch die 1:4-Pleite bei Absteiger Vorwärts Nordhorn vermasselte sich Lohne am letzten Spieltag die Vizemeisterschaft und musste dem punktgleichen BSV Kickers Emden den Vortritt lassen. Anschließend war für das Trainerduo Thomas Schmunkamp/David Riesner Schluss.

Unter dem neuen Coach Henning Rießelmann nimmt der Club aus dem Landkreis Vechta den nächsten Anlauf. Dazu verstärkten die Verantwortlichen den Kader unter anderem mit Sandro Heskamp, Aaron Goldmann und Gerrit Menkhaus. Das Mittelfeldtrio wechselte vom Oberligisten TuS Bersenbrück nach Lohne. Nach zwei überraschenden Heimniederlagen gegen Aufsteiger VfR Voxtrup (0:4) und GW Firrel (0:1) kehrte der Titelanwärter am Reformationstag mit dem 2:0 bei Germania Leer in die Erfolgsspur zurück.  mar

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