Kompakte Wildeshauser verlangen dem Regionalligisten einiges ab

Fleges Kabinettstückchen ärgert den BSV Rehden – 1:3

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Ein Ex-Profi gegen einen, der noch in der A-Jugend spielen dürfte: Marcel Stutter (links) kommt hier nicht an Kevin Kari vorbei.

Wildeshausen - Von Cord Krüger. „Nicht zu hoch verlieren“ wollte Marcel Bragula, seine Fußballer vom VfL Wildeshausen sollten sich gegen den zwei Klassen höher spielenden BSV Rehden „nicht abschießen lassen“, hatte der Trainer gewarnt. Diese Skepsis war allerdings völlig unbegründet: Der Landesligist verlangte dem Regionalligisten gestern Abend einiges ab, die knapp 200 Zuschauer durften sogar das zwischenzeitliche Kabinettstückchen von Lennart Flege zum 1:2 bejubeln – und am Ende ging Wildeshausen mit einer 1:3 (0:1)-Niederlage erhobenen Hauptes vom Platz.

„Ein verdienter Sieg – ganz klar“, unterstrich Bragula hinterher. „Aber wir sind wieder einen Schritt weitergekommen.“ Auch sein Trainerpartner Marco Elia sah das „Ziel des heutigen Abends erreicht: Wir haben kompakt gestanden, gut gegen den Ball gearbeitet und ein passives Pressing gezeigt.“

Wegen dieser konzentrierten Defensivarbeit stand es zur Pause „nur“ 1:0 für den Viertligisten – und dank VfL-Schlussmann Sebastian Pundsack, „der das natürlich super gemacht hat“, erkannte Rehdens Trainer Alexander Kiene die Leistung des Kapitäns an. Mit starken Reflexen parierte er Kopfbälle der Ex-Profis Marcel Stutter (5.) und Abu Bakarr Kargbo (16.), war dann bei einer Ecke von Viktor Pekrul und Kargbos Lupfer aus der zweiten Reihe ins rechte Eck machtlos (17.), blieb aber drei Minuten später gegen Kargbo wieder Sieger (20.). Viel mehr ließ die griffige Wildeshauser Viererkette mit Neuzugang Kevin Kari als Linksverteidiger nicht zu – außer bei Standardsituationen. „Wir hatten aber auch Pech im Abschluss“, meinte Kiene.

Gleich der erste Rehdener Versuch nach dem Wechsel saß allerdings – Bilal Abdallah zog von der Strafraumgrenze zum 2:0 ab (46.). Kein Einstand nach Maß den zur Pause eingewechselten VfL-Torwart Lauren Riedel – doch der 18-Jährige hatte da nichts zu halten.

Nun traute sich der Landesliga-Aufsteiger mehr zu, bekam offenbar die zweite Luft und spielte vor allem in Gestalt von Janek Jacobs und Maximilian Seidel schnell nach vorn. Das Tor fiel jedoch nach einer Standardsituation: Einen Freistoß von Sebastian Bröcker bugsierte Lennart Flege mit der Hacke an Rehdens Keeper Milos Mandic vorbei (54.) – und die VfL-Fans waren aus dem Häuschen. Flege krönte damit seine umsichtige Abwehrleistung – und die zur Pause ausgewechselten Teamkollegen staunten beim Auslaufen Bauklötze über ihren „Trickser“.

Nur ein Mal waren die Platzherren unaufmerksam – als niemand Danny Arend angriff, der von links einlief und aus 20 Metern in den Winkel drosch (66.). Weitere Chancen vereitelte VfL-Nachwuchskeeper Lauren Riedel (unter anderem gegen Bundeswehr-Nationalspieler Andreas Gerdes-Wurpts/71.) klasse. „Insgesamt geht das Ergebnis in Ordnung“, urteilte Kiene. „Die erste Halbzeit mit unserer eingespielten Mannschaft hat mir gut gefallen, die zweite mit einigen Gastspielern nicht so sehr.“ Anders ausgedrückt: Rehdens zweiter Anzug passt noch nicht. Elia hingegen freute sich, dass „wir konditionell bis zum Ende mitgehalten haben – obwohl wir erst seit einer Woche im Training sind und noch die Grundlagen schaffen.“ Fazit: Wildeshausen ist schon gut in Schuss.

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