Auch nach Helms’ Traumtor keine Ruhe

VfL Wildeshausen muss sich gegen FC Huntlosen mit 3:3 begnügen

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Reine Kopfsache: Wildeshausens Viktoria Brandt nickt den Ball zum 1:1 ins Tor.

Wildeshausen - Sven Flachsenberger rang nach Worten. „Ich bin ein bisschen sprachlos“, sagte der 28-Jährige: „Ich verstehe nicht, wie man nach drei richtig guten Spielen so eine schlechte Leistung abrufen kann.“ Beim 3:3 (0:0) gegen den FC Huntlosen hatten die von Flachsenberger trainierten Bezirksliga-Fußballerinnen des VfL Wildeshausen nicht an die vorangegangenen Darbietungen anknüpfen können.

Obwohl es von Beginn an nicht rund lief, kamen die Krandel-Kickerinnen zu Chancen durch Viktoria Kljukina und Femke Krumdiek. Trotzdem ging es torlos in die Pause. „Wir haben es nicht hinbekommen, den Ball flach laufen zu lassen. Außerdem waren wir nicht griffig genug in den Zweikämpfen“, monierte Flachsenberger.

Auf die Standards ist Verlass

Gleich nach Wiederanpfiff setzte Katharina Schritt einen Freistoß aus 40 Metern Torentfernung an die Latte des Wildeshauser Kastens. Doch diesen Weckruf hatten die Gastgeberinnen offenbar nicht vernommen, denn kurz darauf nahm Ilka Bruns einen langen Pass auf und hob den Ball über die ein ganzes Stück vor ihrem Tor stehende Sabrina Hansch zum 1:0 für Huntlosen ins Netz (50.). „Aber kein Vorwurf an Sabrina. Wir haben schon vorher verpennt, den langen Ball zu verhindern“, sagte Flachsenberger.

Immerhin konnten sich die Wildeshauserinnen wieder auf ihre Standards verlassen: Nach Eckstoß von Femke Krumdiek köpfte Viktoria Brandt das 1:1 (55.). Doch wieder nur fünf Minuten später ging Saskia Helms nach einem Huntloser Einwurf nicht energisch genug zur Sache, und Alina Fenslage besorgte das 2:1 (60.). Mit einem Doppelschlag drehten Viktoria Kljukina (68.) und Natascha Helms (69.) den Spieß dann um. Besonders das 3:2 durch Natascha Helms war absolut sehenswert: Vom rechten Strafraumeck traf die Mittelfeldspielerin wuchtig mit rechts in den linken Knick – ein Traumtor! „Spätestens nach diesem Sonntagsschuss hätten wir zur Ruhe kommen und das Spiel kontrollieren müssen – das ist uns leider nicht gelungen“, meinte Flachsenberger.

Alina Fenslage sorgte für das letztlich leistungsgerechte 3:3 (73.). „Wir wollten unbedingt gewinnen. Am Ende müssen wir froh sein, dass wir noch einen Punkt mitgenommen haben“, resümierte Flachsenberger. Mit nun sieben Zählern aus den ersten drei Begegnungen kann er aber „erstmal gut leben“. Trotzdem gelte es, die schwache Vorstellung aufzuarbeiten. Denn als nächstes muss seine Crew beim Landesliga-Absteiger DJK SV Bunnen antreten (Sonntag, 10. September, 15 Uhr). „Und das wird nochmal eine ganz andere Hausnummer“, betont der VfL-Coach.

mar

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