Haupttorschütze läuft auf

Kolpack setzt ein starkes Zeichen

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Einer von mehreren Kandidaten: Niklas Lüdeke empfahl sich mit guten Trainingsleistungen für die Position in der Rückraummitte.

Neerstedt - Es steht viel auf dem Spiel. Mit einem Sieg bei der HSG Schwanewede/Neuenkirchen könnten die Oberliga-Handballer des TV Neerstedt an diesem Sonnabend, 19.30 Uhr, ihr Polster zum Tabellenvorletzten auf fünf Punkte ausdehnen.

„Das wäre schon eine Menge! Wir wollen die Chance unbedingt nutzen, einen Mitkonkurrenten auf Abstand zu halten“, betont Björn Wolken. Neerstedts Trainer spricht deshalb sogar von einem „Endspiel“, bei dem auch – Überraschung! – Eike Kolpack auflaufen wird.

Der Haupttorschütze der Grün-Weißen laboriert an einer noch immer nicht exakt bestimmten Schulterverletzung. Sein Mitwirken ist eigentlich unmöglich. „Aber Eike stellt sich in den Dienst der Mannschaft. Es ist ein gutes Zeichen, dass er bei so einem wichtigen Spiel dabei ist. Das gibt uns mehr Möglichkeiten“, freut sich Wolken über die Einsatzbereitschaft seines Halblinken. Kolpack habe auch mittrainiert. „Die Schmerzen sind da, aber mit Pausen geht es – wir müssen halt vorsichtig sein“, meint der Coach.

Kolpacks Einsatz könnte umso wertvoller werden, da Jan Ole Harting und Paul Schröder zeitgleich mit der A-Jugend der SG HC Bremen/Hastedt gefordert sind. Die beiden Youngster werden ebenso fehlen wie die privat verhinderten Philipp Hollmann und Andrej Kunz. Hollmanns Abwesenheit kann Wolken verkraften, da ihm in Malte Kasper und Julian Hoffmann immer noch zwei Kreisläufer zur Verfügung stehen. „Und beide sind in Topform“, berichtet der Übungsleiter.

Kunz fällt aus

Wesentlich mehr schmerzt ihn der Ausfall von Regisseur Kunz. „Aber auch das werden wir kompensieren können“, glaubt Wolken. Dabei denkt er jedoch eher nicht an Mario Reiser: „Er hat mir im Training auf linksaußen besser gefallen.“ Wahrscheinlicher ist es, dass Niklas Lüdeke, der in den Einheiten einen guten Eindruck hinterließ, in der Angriffsmitte agieren wird. Oder aber Marcel Kasper. 

Für den Routinier spricht dessen Robustheit. Denn Wolken rechnet damit, dass ihm sein HSG-Pendant Andreas Szwalkiewicz eine 3:2:1-Abwehr vorsetzen wird. „Und da brauchst du jemanden, der in die Lücken geht, um dann weiterspielen zu können.“ Wer letztlich die Fäden im Rückraum ziehen soll, wird Wolken „spontan entscheiden“.

Die „Schwäne“ werden immer von vielen frenetischen Zuschauern angefeuert. Trotzdem ist es mit der Heimstärke früherer Jahre nicht mehr weit her. In der laufenden Saison konnte die HSG in der „Heidehölle“ noch keinen Sieg feiern. In fünf Begegnungen gab es drei Unentschieden gegen die SG HC Bremen/Hastedt (27:27), die HSG Barnstorf/Diepholz (25:25) und den TuS Rotenburg (29:29) sowie zwei Niederlagen gegen den Elsflether TB (23:24) und die SG Achim/Baden (25:34). „Die HSG wird alles probieren, um den Anschluss ans Mittelfeld herzustellen“, ahnt Wolken.

Warnung vor Blum, Huckschlag, Feller

Er warnt seine Crew besonders vor Marc Blum, Niels Huckschlag und Lukas Feller. Neben dem dynamischen Rückraumtrio der Hausherren ist auch Matthias Ruckh zu beachten. Der zweitligaerfahrene Routinier ist zwar nicht mehr der Schnellste, setzt als sicherer Siebenmeterschütze sowie mit überraschenden Anspielen und Unterhandwürfen aber immer noch Akzente.

Weil im Abstiegskampf auf beiden Teams jede Menge Druck lastet, rechnet Wolken mit einer hohen Anfangsnervosität. „Das wird bestimmt kein schönes, dafür aber ein sehr enges Spiel“, vermutet der 35-Jährige. „Schließlich geht es für beide Mannschaften um alles.“ - mar

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