TV Neerstedt muss sich mit 30:38 beugen

Kolpack und Goyert lassen die Niederlage nicht ausufern

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Mit seinen sechs Treffern sorgte Neerstedts Linksaußen Ole Goyert dafür, dass die Niederlage in Habenhausen einigermaßen im Rahmen blieb.

Neerstedt - Die Oberliga-Handballer des TV Neerstedt haben beim ATSV Habenhausen nicht an die zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen können und mussten sich dem Tabellenführer deutlich mit 30:38 (13:20) geschlagen geben. Damit verpassten die Neerstedter außerdem die Chance, sich ein positives Punkteverhältnis zu verschaffen.

Im Vorfeld der Partie hatten sich die Gäste beim Drittliga-Absteiger durchaus Chancen ausgerechnet. Doch weit gefehlt! Die Mannschaft von TVN-Trainer Jörg Rademacher war in keiner Phase der Partie in der Lage, das Kommando zu übernehmen. Im Angriff leistete sich das Team des Ex-Profis viele Ballverluste und schloss oftmals zu überhastet ab, so dass die Würfe eine leichte Beute von ATSV-Torhüter Olaf Abshagen wurden. „Unser Timing im Angriff stimmte überhaupt nicht“, ächzte Rademacher.

Von Anfang an lagen die Grün-Weißen im Hintertreffen. Zwar konnte Neerstedt bis zum 6:7 (10.) durch Ole Goyert noch einigermaßen mithalten. Dann aber häuften sich die Fehler im Angriff. Während Julian Hoffmann seine erste Zeitstrafe abbrummte, nutzten die Südbremer ihre Überzahl, nahmen den Schwung anschließend mit und zogen auf 12:6 (15.) davon. Eine Auszeit von Rademacher brachte kurzzeitig wieder etwas mehr Ordnung ins Spiel, so dass die Gäste durch Eike Kolpack auf 11:16 (24.) verkürzen konnten. Obwohl Neerstedts Rückraumschütze elfmal das Netz zappeln ließ, brauchte er diesmal ungewöhnlich viele Versuche für seine Treffer. Bis zur Pause dehnte der ATSV seinen Vorsprung auf sieben Treffer aus (20:13).

„Ich wollte nicht, dass wir unser gutes Torverhältnis riskieren“

In der Kabine appellierte Rademacher an seine Schützlingen, sich nicht hängen zu lassen. „Ich wollte nicht, dass wir unser gutes Torverhältnis riskieren“, erklärte er. Aus diesem Grund stellte er mit Wiederbeginn seine Abwehr auf eine 4+2-Formation um, in der Absicht, die Kreise von ATSV-Regisseur Janik Schluroff einzuengen. Zudem löste Lukas Oltmanns nun Hendrik Legler zwischen den Pfosten ab.

Zunächst mit Erfolg: Neerstedt konnte zwei Anspiele an den Kreis verhindern, und Jan Busse und Ole Goyert stellten auf 15:20 (32.). Doch dann gab es Aufregung am Zeitnehmertisch, weil zuvor niemand bemerkt hatte, dass Busses Name nicht auf dem elektronischen Spielbericht stand. Deshalb kassierte die Neerstedter Bank eine Zeitstrafe. Habenhausen nutzte die folgende Überzahlsituation, um sich vorentscheidend auf 15:25 (36.) abzusetzen. Als ATSV-Coach Lars Müller-Dormann seinen Ersatzspielern Einsatzzeit gewährte, stemmte sich Neerstedt gegen das drohende Debakel. Vor allem Kolpack (6/2) und Goyert (3) sorgten mit ihren Treffern dafür, dass das Ergebnis im erträglichen Rahmen blieb. „Die Niederlage ist verdient. Wir konnten zu keiner Phase des Spiels unser wahres Leistungsvermögen abrufen“, bilanzierte Rademacher. 

wz

TV Neerstedt: Legler, Oltmanns, Kuper (n. e.) - Goyert (6), Marcel Reuter (4), Hübner, Kolpack (11/1), Hoffmann, Wolken (4), Busse (4), Kunz (1).

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