VfL-Mittelfeldspieler erzielt in der Nachspielzeit 2:1-Siegtreffer in Papenburg

Köster macht es mit Köpfchen

Matchwinner: Steve Köster (r.) köpfte in der Nachspielzeit Wildeshausens Siegtreffer bei BW Papenburg.
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Matchwinner: Steve Köster (r.) köpfte in der Nachspielzeit Wildeshausens Siegtreffer bei BW Papenburg.

Wildeshausen – Steve Köster scheint über gutes Heilfleisch zu verfügen. Nachdem er gerade erst einen Bänderriss auskuriert hatte, war der Mittelfeldspieler des Fußball-Landesligisten VfL Wildeshausen in der Pokalpartie gegen den TV Dötlingen vor knapp zwei Wochen erneut umgeknickt. Das hielt den 22-Jährigen jedoch nicht davon ab, vier Tage später beim Ligaauftakt gegen den SV Sparta Werlte wieder aufzulaufen. In dieser Woche nun hatte sich Köster bei der Arbeit einen Nerv eingeklemmt. Erst nachdem er zwei Spritzen bekommen hatte, konnte sich der Neuzugang von BW Bümmerstede wieder halbwegs schmerzfrei bewegen. Trotzdem gehörte Köster in der Auswärtspartie beim SC BW Papenburg wieder zur Wildeshauser Startformation – und avancierte beim 2:1 (1:1) auch noch zum Matchwinner!

Es lief bereits die Nachspielzeit, als die Krandel-Kicker einen Freistoß in Höhe der Mittellinie zugesprochen bekamen. Wahrscheinlich die letzte Aktion der Partie. Geburtstagskind Lukas Schneider brachte den Ball hoch und weit in den Strafraum. Und Köster köpfte die Kugel zum Siegtreffer in die Maschen (90.+4), ehe er in einer großen roten Jubeltraube verschwand. Schiedsrichter Ole Onneken (TuS 1863 Pewsum) pfiff gar nicht wieder an.

„Steve Köster ist einer der Spieler, denen ich großes Lob zollen muss. Ein Tor macht er selber, das andere leitet er ein. Außerdem war er das Kampfschwein im Mittelfeld“, sagte Marcel Bragula. Als weiteren „Erfolgsgaranten“ nannte der VfL-Coach Torhüter Miguel Förster, der in Eins-gegen-eins-Situationen mehrfach stark parierte. Darüber hinaus hob Bragula Angreifer Lennart Feldhus hervor, der „unermüdlich gegen den Ball gearbeitet und absolut mannschaftsdienlich gespielt“ hatte.

Die Partie war noch keine zwei Minuten alt, da knallte Michael Eberle den Ball nach Vorarbeit von Köster und Maximilian Seidel aus fünf Metern zum 1:0 in die Maschen. Drei Zeigerstriche später hätte Eberle aus ähnlicher Position zwingend das 2:0 nachlegen müssen, setzte das Spielgerät aber über das Tor.

Ab Minute 20 wurde Papenburg stärker. Der Ausgleich schien nur noch eine Frage der Zeit. Tatsächlich köpfte Torben Lange nach einem weiten Einwurf von David Schiller das 1:1 (31.). „Das kann man auch ein bisschen zackiger verteidigen“, monierte Bragula.

Bereits kurz vor der Pause hatte Marius Krumland signalisiert, dass ihm schwindelig sei – wahrscheinlich eine Spätfolge des Zusammenpralls aus dem Werlte-Spiel. Der VfL-Abwehrchef blieb in der Kabine. Bragula trat die Flucht nach vorne an, brachte Offensivmann Timo Goldner und stellte von Dreier- auf Viererkette um. Das Spiel wurde wieder ausgeglichener. Nach einem harten Foul von Christopher Kant an Peter Wemken ließ sich der Papenburger zu einer Tätlichkeit hinreißen. Kant sah die Gelbe, Wemken die Rote Karte (83.).

„Sicherlich hätten wir auch mit einem Punkt in Papenburg leben können. Aber wir sind auch nicht ganz unbekannt dafür, dass wir mit dem Gong nochmal einen erzwingen. Das zeugt von einer guten Mentalität“, freute sich Bragula über Kösters lucky Punch. Einziger Kritikpunkt des Wildeshauser Übungsleiters: „Wir haben unsere Konter nicht sauber zu Ende gespielt – das ist ein Thema, das uns weiter beschäftigt.“  mar

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