Abwehrspieler des TV Brettorf gibt beim 5:0 gegen Stern Kaulsdorf Erstliga-Debüt

Klaus Tabke belohnt Patrick Poppe-Hirsch

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Debütanten-Ball: Brettorfs Abwehrspieler Patrick Poppe-Hirsch feierte gestern seine Erstliga-Premiere. ·

Brettorf - Von Sven MarquartDie Partie war gerade erst beendet, da schleppte Patrick Poppe-Hirsch auch schon eine Kiste voller Kaltgetränke in die Halle. Der Abwehrspieler des TV Brettorf hatte beim 5:0 (11:7, 11:6, 11:3, 11:6, 11:7) gegen die SG Stern Kaulsdorf sein Debüt in der ersten Faustball-Bundesliga gegeben – dafür musste er seinen Mannschaftskollegen selbstverständlich einen ausgeben. Doch diese Runde zahlte er natürlich gern.

Nachdem Timo Kläner das Training wegen einer Fußverletzung hatte abbrechen müssen, entschloss sich Trainer Klaus Tabke, Patrick Poppe-Hirsch ins Team zu holen. Der 22-Jährige hatte einen Tag zuvor in der Brettorfer Zweitliga-Mannschaft eine gute Leistung geboten. „Dafür wollte ich ihn belohnen und ein Zeichen setzen, dass man mit der richtigen Einstellung und gutem Verhalten durchaus die Möglichkeit hat, in der Ersten zu spielen“, erläuterte Klaus Tabke.

Während Jörn Büsselmann, Tobias und Christian Kläner durchspielten, wechselte Tabke in der Abwehr zunächst Dominik von Seggern für Tim Lemke und zum vierten Satz Patrick Poppe-Hirsch für Marc Lange ein. Und der Debütant machte seine Sache mehr als ordentlich. „Die Bälle, die er angenommen hat, hat er ruhig nach vorne gespielt – und das ist das Entscheidende“, lobte Klaus Tabke den Erstliga-Neuling.

„Super, dass ich gleich spielen durfte!“, freute sich Patrick Poppe-Hirsch. „Ich glaube, ich konnte zeigen, was ich drauf hab, und musste nicht mitgeschliffen werden.“ Nach seiner Premiere hofft der Debütant nun, „dass ich wieder mitgenommen werde und weitere Einsätze bekomme – mal sehen, was die Zukunft bringt“. Seine Hoffnungen sind durchaus begründet. „Mal gucken, wie sich die Personalsituation entwickelt“, sagt Klaus Tabke. „Der eine oder andere aus der zweiten Mannschaft wird die Chance haben, mitzufahren.“ Neben Schlagmann Jens von Seggern seien Malte Hollmann, Robin Brengelmann und Jörn Kläner mögliche Kandidaten für Erstliga-Einsätze.

Brettorfs Coach konnte so entspannt über die Zukunftsaussichten plaudern, weil Aufsteiger Kaulsdorf sein Team in keinster Weise gefordert hatte. Die Berliner lagen lediglich im ersten (3:1) und fünften Satz (6:5) kurzzeitig in Führung. Ansonsten fehlte der Mannschaft von Spielertrainer Jirka Krause einfach die Qualität, um den deutschen Hallen-Vizemeister in Bedrängnis zu bringen. Die Angelegenheit war so einseitig, dass weder Klaus Tabke noch Jirka Krause während der knapp einstündigen Partie eine Auszeit nahmen.

Trotz des klaren Erfolges war Klaus Tabke mit seinen Schützlingen nicht ganz zufrieden. „Wir haben einige dumme Fehler gemacht, außerdem habe ich so ein bisschen die Spielfreude vermisst“, kritisierte der Übungsleiter. „Mir war von vornherein klar, dass es nicht so einfach wird, die Spannung hochzuhalten. Wir haben nicht mehr gegeben als wir mussten. Aber wir wollen uns weiter entwickeln – da erwarte ich in solchen Situationen auch mal, dass man versucht, einen Satz zu eins oder zu zwei zu gewinnen.“

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