Personalnot in der Abwehr: VfL möglicherweise extrem offensiv beim TV Jahn

Klaus Ebels Hoffnungen ruhen auf Kai Meyer

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Kai Meyer könnte die Personalnot in der VfL-Abwehr zumindest etwas lindern. ·

Wildeshausen - Angriff ist die beste Verteidigung – diese Weisheit könnte sich Klaus Ebel zu eigen machen. Denn den Trainer des Fußball-Bezirksligisten VfL Wildeshausen plagen vor dem morgigen Auswärtsspiel beim TV Jahn Delmenhorst (17 Uhr) massive Aufstellungssorgen in der Defensive.

Schon im Bezirkspokalspiel gegen den TuS BW Lohne (1:2) musste Ebel auf sein angestammtes Innenverteidigerpärchen Daniel Pasker (Oberschenkelzerrung) und Marcel Hesselmann (Urlaub) verzichten. Vor der Partie beim Kreisrivalen verabschiedeten sich nun auch noch Lukas Schneider und Valdrin Stublla in die Ferien – bleiben nur noch Lennart Flege und Jannik Wallner mit Abwehrgenen.

Umso mehr hofft Klaus Ebel, dass Kai Meyer aushilft. Doch sein letztjähriger Kapitän, der inzwischen in der Kreisliga-Mannschaft kickt, war in dieser Woche krank. Aber selbst wenn der 29-Jährige grünes Licht geben sollte, hätte der VfL Coach noch keine Viererkette beisammen. „Möglicherweise spielen wir deshalb extrem offensiv und hinten nach altdeutscher Art nur zu dritt“, sagt Ebel. In der Abteilung Attacke fehlt lediglich André Hesselmann. Sascha Görke, der mit Oberschenkelproblemen vorsichtshalber gegen Lohne pausierte, hat sich wieder fit gemeldet.

Abwehrsorgen hin, Personalnot her: „Das Ding müssen wir gewinnen!“, betont Klaus Ebel. „Wir wollen oben bleiben, und dazu muss man manchmal auf die Zähne beißen.“ Ohnehin relativieren sich die Wildeshauser Ausfälle beim Blick auf den Gegner: Nicht weniger als elf Spieler haben den TV Jahn in der Sommerpause verlassen. Trainer Stefan Blasy steht vor dem völligen Neuaufbau. Und von den wenigen bezirksligaerfahrenen Akteuren, die geblieben sind, werden morgen Kapitän Arnold Koletzek (Sturm) und Tobias Kanzok (Mittelfeld) fehlen. „Aber die jungen Leute zeigen Engagement und wollen lernen“, macht sich Blasy Mut.

Einen kleinen Dämpfer musste der Jahn-Übungsleiter am vergangenen Wochenende mit der 0:3-Auftaktniederlage beim VfL Oldenburg II hinnehmen. „Nach der ersten Halbzeit war ich enttäuscht. Da waren wir viel zu passiv – ich dachte, wir wären weiter“, meint Stefan Blasy. Bereits nach 13 Minuten lag seine Elf mit 0:2 zurück. „Und sie sind nicht so stark, dass sie das aufholen können“, berichtet Klaus Ebel, der Augenzeuge war. Seine Empfehlung: „Sie müssen möglichst lange ein 0:0 halten und hoffen, dass der Gegner nervös wird.“

Darauf spekuliert auch Stefan Blasy. „Wir müssen sicher stehen und wenn wir ein, zwei Chancen bekommen, versuchen, diese zu nutzen.“ Der VfL sei der große Favorit und eine der spielstärksten Mannschaften der Liga: „Wenn die einen guten Tag haben und du zu weit aufmachst, marschieren die richtig und schießen alles ab.“ · mar

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