Wildeshausen beim 0:3 gegen Wahnbek vorne harmlos und hinten unsicher

Klaus Ebel schwört VfL auf „ganz harte Rückserie“ ein

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Alles im Griff: VfL-Angreifer Maximilian Seidel (M.) hatte gegen die Kickers-Verteidiger einen schweren Stand.

Wildeshausen - Von Sven MarquartGlaubt man Klaus Ebel, war das, was die gut 200 Zuschauer gestern Nachmittag im Krandelstadion zu sehen bekamen, ein Vorgeschmack auf die kommenden Wochen. „Wir werden uns dran gewöhnen müssen, dass wir eine ganz harte Rückserie kriegen“, sagte der Trainer des Fußball-Bezirksligisten VfL Wildeshausen nach der 0:3 (0:2)-Niederlage gegen Spitzenreiter Kickers Wahnbek.

In der Offensive machte sich das Fehlen der drei langzeitverletzten Janek Jacobs, Rene Tramitzke und Majues Gebhardt-Bauer überdeutlich bemerkbar. Seit einer gefühlten Ewigkeit hatten die Wildeshauser nicht mehr so wenig Torgefahr ausgestrahlt. Kickers-Schlussmann Christian Meyer musste während der 90 Minuten keinen einzigen Ball halten und hätte sein Trikot ungewaschen wieder in die Tasche packen können. Ein Schuss von Jan Lehmkuhl weit über Meyers Kasten (52.) sowie zwei Kopfbälle von Daniel Pasker (69.) und Marcel Hesselmann (86.) knapp daneben – das waren dann auch schon alle nennenswerten Offensivszenen der Gastgeber.

Dazu offenbarte der VfL in der Abwehr ungewohnte Schwächen. „Die Gegentore passieren alle nach Situationen, die nicht zwingend sind. Die dürfen so nicht fallen – früher hätten wir diese Dinger verhindert“, monierte Klaus Ebel. Der VfL-Coach begründete die Gegentreffer unter anderem mit der „fehlenden Sicherheit“ in der Viererkette. Aus dem etatmäßigen Quartett fehlten Lukas Schneider (Hüftverletzung) und Lennart Flege, der wegen eines Meniskuseinrisses im linken Knie wahrscheinlich operiert werden muss. „Lukas und Lennart sind unsere Antreiber. Sie haben immer wieder von außen reingerufen, aber auf dem Feld waren wir zu ruhig“, bemängelte Klaus Ebel.

Das 0:1 resultierte aus einem Einwurf, den Kickers-Neuzugang Sören Harms mit einem langen Diagonalpass auf Ibrahim Temin weiterleitete. VfL-Keeper Sebastian Pundsack kam beim Rettunsgversuch einen Schritt zu spät (22.). Beim 0:2 stand Daniel Isailovic plötzlich blank und musste nur noch einschieben (33.). Das 0:3 war Kickers-Kapitän Marcel Salomo vorbehalten, der eine Isailovic-Flanke super platziert einköpfte (56.). Der eingewechselte Mascholino Dusbaba hätte sogar noch erhöhen können – sein Kopfball klatschte aber gegen die Latte (84.).

Wahnbek lieferte ganz bestimmt keine spielerische Glanzleistung ab. Allerdings war der Tabellenführer defensiv bestens organisiert und bei der Chancenverwertung eiskalt. Von Nervosität nach der 0:1-Pleite beim Heidmühler FC keine Spur. „Wir hatten nie den Anspruch, alle Spiele gewinnen zu wollen. Heute haben wir eine gute Reaktion gezeigt und defensiv zu alter Stärke zurückgefunden“, freute sich Kickers-Coach Frank Claaßen nach dem 16. Sieg im 19. Saisonspiel.

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