TV Brettorf verliert hart umkämpftes Derby mit 3:5 / Sensationelles Spiel von Spille

Kläner-Crew bringt den Ahlhorner SV nicht zum Kippen

Derbysieger! Die Faustballer des Ahlhorner SV gewannen mit 5:3 in Brettorf. - Foto: Marquart

Brettorf - Von Sven Marquart. Das war nichts für schwache Nerven! Angefeuert von knapp 200 Zuschauern, beharkten sich die Erstliga-Faustballer des TV Brettorf und des Ahlhorner SV mehr als zwei Stunden lang. Die Landkreisrivalen kämpften leidenschaftlich um jeden Ball, ehe der ASV mit 5:3 (9:11, 4:11, 11:3, 14:12, 9:11, 11:7, 11:5, 12:10) triumphierte. Nach dem verwandelten Matchball fehlten den Derbysiegern offenbar die Kräfte, um ausgelassen zu jubeln.

„Derbys sind immer was Besonderes! Aber dass Brettorf so stark dagegen hält, war diesmal nicht unbedingt zu erwarten“, musste ASV-Kapitän Karsten Bilger erstmal durchpusten. Denn ehe sich die Gäste versahen, hatten sie bereits mit 0:2 Sätzen zurück gelegen. Brettorfs Schlagmann Malte Hollmann servierte durchgehend Sprungangaben, um mehr Druck aufzubauen. „Und vorne rechts hat Hauke Spille ein sensationelles Spiel gemacht“, lobte Brettorfs Spielertrainer Christian Kläner seinen Youngster, der etliche Male spektakulär rettete.

„Nach dem 0:2 haben wir uns dann in der Annahme stabilisiert und auch spielerisch gesteigert“, analysierte Bilger. Durch das schnelle 11:3 verkürzte seine Crew vor der ersten Satzpause auf 1:2. Im vierten Durchgang vergaben die Brettorfer beim Stand von 10:9 und 11:10 zwei Satzbälle. Statt 3:1 hieß es kurz darauf 2:2. „Danach war es ein offener Schlagabtausch“, meinte Bilger.

Zwar legten die Brettorfer unter den Augen von Bundestrainer Olaf Neuenfeld noch mal eine Satzführung vor, doch je länger das Match dauerte, desto mehr machte sich bei ihnen der Kräfteverschleiß bemerkbar. Lediglich am dem 4:7 im sechsten Durchgang verschaffte Tom Hartung hinten rechts Marc Lange für sieben Punkte eine Verschnaufpause. Ansonsten spielte die erste Fünf komplett durch. Angreifer Tim Pfeifer kam gar nicht zum Einsatz. Beim ASV löste Paul Barklage ab dem siebten Satz Arne Grotelüschen ab, für den Tim Albrecht auf die Position vorne rechts rückte.

Am Ende profitierten die Ahlhorner auch von der größeren Schlagkraft von Christoph Johannes. Mit einem Ass besorgte der Hauptangreifer den ersten Matchball, den Brettorf noch abwehren konnte. Der zweite saß. „Es wäre vielleicht sogar ein Tick mehr drin gewesen, aber wir

sind noch nicht weit genug, um so einen Gegner zum Kippen zu bringen“, bedauerte Christian Kläner.

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