Deutsche Faustballer besiegen im Finale von Cali Europameister Schweiz mit 4:1

Kläner und Albrecht mit Vollgas zu World-Games-Gold

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Ausgelassen feierten die deutschen Faustballer den Gewinn der Goldmedaille bei den World Games in Cali. ·

Wildeshausen - BRETTORF/AHLHORN · Als es darauf ankam, war die deutsche Faustball-Nationalmannschaft voll da. „Ab jetzt gibt es nur noch Vollgas-Auftritte“, hatte Bundestrainer Olaf Neuenfeld angekündigt, nachdem sein Team die Vorrunde bei den World Games im kolumbianischen Cali mit zwei Niederlagen abgeschlossen hatte. Und der 43-jährige Coach versprach nicht zu viel: Mit  Powerfaustball bezwang Weltmeister Deutschland im Halbfinale zunächst Titelverteidiger Brasilien (3:1) und sicherte sich anschließend im Endspiel durch ein 4:1 über Europameister Schweiz die Goldmedaille.

Vor gut 1000 Zuschauern schickte Olaf Neuenfeld im Finale seine nominell stärkste Fünf mit Patrick Thomas (TSV Pfungstadt) und Lukas Schubert (VfK 1901 Berlin) im Angriff, Zuspieler Fabian Sagstetter (TV Schweinfurt-Oberndorf) sowie Kapitän Christian Kläner (TV Brettorf) und Ajith Fernando (TSV Pfungstadt) in der Abwehr aufs Feld. Später wechselte er auch noch Michael Marx (TV Stammheim) in der Abwehr ein. Tim Albrecht vom Ahlhorner SV kam im Gold-Match nicht zum Einsatz. Der 20-Jährige erhielt dafür in der Vorrunde gegen Chile, Österreich, Schweiz und Argentinien Spielzeit.

Vor gut zwei Monaten hatte Deutschland die Schweiz in einem Länderspiel in Brettorf nach Abwehr von zwei Matchbällen nur knapp mit 4:3 bezwungen. Das Finale von Cali war jedoch eine ziemlich einseitige Angelegenheit. Die glänzend aufgelegte Neuenfeld-Neun ließ der Crew von Nationalcoach Oliver Lang in den ersten drei Sätzen (11:7, 11:3, 11:4) keine Chance. Die Abwehr um Käpt’n Kläner stand sicher, und im Angriff punkteten Patrick Thomas und Lukas Schubert nach Belieben.

Lediglich im vierten Satz verlor der Weltmeister kurzzeitig den Faden. Die Eidgenossen machten über ihren wichtigsten Mann, Angreifer Cyrill „Fausto“ Schreiber, sowie Ueli Rebsamen Zähler um Zähler und gewannen den Durchgang glatt mit 11:2. Davon ließ sich die deutsche Auswahl jedoch nicht aus der Spur bringen und sicherte sich mit einem Gala-Auftritt im fünften Satz (11:3) den Sieg. Der Rest war schwarz-rot-goldener Jubel.

Danach hatte es zu Beginn des Halbfinales gegen Brasilien aber nicht unbedingt ausgesehen: Die Seleçao gab zunächst den Takt vor und kam vor allem über den starken Patrick Piermann zu vielen direkten Punkten. Nach dem 9:11 im ersten Satz fingen sich die Deutschen aber, zogen gnadenlos an und gewannen die drei folgenden Durchgänge sicher mit 11:4, 11:3 und 11:7.

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