Kim Sanders entscheidet das Landkreisderby

Oberliga-Handballerinnen des TV Neerstedt verlieren durch strittigen Siebenmeter in der Schlusssekunde mit 18:19

Anna Rippe vom Handball-Oberligisten TV Neerstedt beim Torwurf.
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Ließ den TV Neerstedt auf ein Unentschieden hoffen: Anna Rippe (am Ball) erzielte 17 Sekunden vor Schluss mit ihrem insgesamt vierten Treffer das 18:18.

Neerstedt – Es hat nicht sollen sein! Nur hauchdünn sind die Oberliga-Handballerinnen des TV Neerstedt zum Saisonauftakt gegen die HSG Hude/Falkenburg an einem Punktgewinn vorbeigeschrammt. Mit der letzten Aktion des Landkreisderbys traf Kim Sanders für die Gäste per Siebenmeter zum 19:18 (8:9)-Endstand. Vorausgegangen war ein Foul an Hudes Kreisläuferin Katharina Stuffel.

So hatten es zumindest die Schiedsrichter gesehen. „Für mich war es ein unnötiger Pfiff“, hielt Cordula Schröder-Brockshus dagegen. Sie habe keine Berührung ausmachen können, sagte die Trainerin des TV Neerstedt.

Aber der Reihe nach: Von Beginn entwickelte sich zwischen den Grün-Weißen und den von Lars Osterloh trainierten Gästen ein Duell auf Augenhöhe. Anna Rippe und Miriam Müsch sorgten mit den Treffern zum 2:0 (7.) für einen optimalen Start der Heimmannschaft. Ab dem 2:2 – Lisa-Marie Hillmer hatte für Hude in Minute zehn ausgeglichen – ging es hin und her. Spielmacherin Jette Weiland (4/2 Tore) sorgte per Siebenmeter für die knappe Halbzeitführung des TV Neerstedt.

Nach Wiederanpfiff zunächst das gleiche Bild. Beim 13:12 (42.) durch Anna Rippe lagen die Hausherrinnen letztmals in Führung. Danach schlug das Pendel zugunsten des Favoriten aus. So schien es zumindest. Etwas mehr als vier Minuten waren noch auf der Uhr, da betrug der Vorsprung der HSG Hude/Falkenburg erstmals drei Tore – 18:15.

Doch der TV Neerstedt kämpfte sich noch einmal ins Spiel zurück. Nach Treffern von Kirsten Kurok und Delia Mathieu war die Crew von Cordula Schröder-Brockshus wieder dran. Als sich dann 17 Sekunden vor dem Ende Anna Rippe auf halbrechts durchgetankt und zum 18:18 getroffen hatte, lag eine Punkteteilung förmlich in der Luft. Am Ende jubelten dann aber doch die Gäste. Ein Unentschieden wäre das gerechte Ergebnis gewesen, stellte Cordula Schröder-Brockshus fest. Widersprechen wollte Neerstedts Trainerin niemand.

Letztlich war es für den TV Neerstedt aber eine Niederlage aus der Kategorie „Mutmacher“. „Ich habe meine Mannschaft noch nie so gut in der Defensive gesehen. Lisa-Marie Hillmer und Saskia Saß sind kaum zum Zug gekommen. Unser Manko war der Angriff. Die einfachen Tore aus dem Rückraum haben gefehlt“, analysierte Cordula Schröder-Brockshus.

Stenogramm

TV Neerstedt – HSG Hude/Falkenburg 18:19 (9:8)

TV Neerstedt: von Seggern - Voigt (2), Rangnick, Mathieu (2), Steinmann, Weiland (4/2), Kallifidas, Kurok (1), J. Stuffel (2), Sempert (2), Rippe (4), Müsch (1)

HSG Hude/Falkenburg: Stüven, Alfs, Schwark - Seidel, Blankemeyer (2), Saß (3/2), K. Stuffel (3), Engel (2), Brinkmann, Bredehorst (3), Sanders (2), Stahlkopf, Hillmer (2), Dörgeloh (2)

Siebenmeter: TVN 3/2, HSG 5/3

Zeitstrafen: TVN 4, HSG 3

Schiedsrichter: Sören Petereit/Axel Tapper

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