VfL-Angreifer langt gegen Dötlingen in der zweiten und dritten Minute zu

Kern ist gleich hellwach

VfL-Torjäger Tobias Kern erzielte im Kreisliga-Derby gegen den TV Dötlingen seine Saisontreffer 16 bis 18. -  Foto: Marquart

Wildeshausen - Von Sven Marquart. Mit einem Blitzstart haben die Kreisliga-Fußballer des VfL Wildeshausen II den TV Dötlingen überrumpelt: Durch einen Doppelpack in der zweiten und dritten Spielminute legte Tobias Kern den Grundstein für den 4:0 (3:0)-Derbyerfolg der Krandel-Kicker. „Danach war das Ding eigentlich schon durch“, freute sich VfL-Coach Arend Arends.

Nachdem sich seine Crew zuletzt beim 1:1 in Großenkneten durch die Platzverweise von Pascal Hesselmann und Christoph Haverkamp selbst dezimiert hatte, verlangte er, „dass wir disziplinierter auftreten und von Anfang an zeigen, dass wir gewinnen wollen“. Diesen Appell nahm sich offenbar besonders Tobias Kern zu Herzen: Dötlingens Tim Lemke, der Mitte der ersten Halbzeit mit einer Hüftverletzung ausgewechselt werden musste, sprang unter dem Ball hindurch, und der VfL-Torjäger musste nur noch zum 1:0 einschieben (2.). Nur eine Zeigerumdrehung später musste Dötlingens Schlussmann Hendrik Schulz den Ball zum zweiten Mal aus dem Netz holen – wieder war Kern der Torschütze (3.).

„Diese beiden Dinger zu Anfang taten richtig weh“, meinte Dötlingens Trainer Hendrik Sandkuhl, dessen Team zu keiner Zeit Bindung zum Spiel fand. Abgesehen von einem Schuss von Felix Brand, den er mühelos fing (28.), und einer Eins-gegen-eins-Situationen gegen Gerrit Schüler, die er durch ein Missverständnis mit Innenverteidiger Peter Schlüter selbst heraufbeschworen hatte (60.), verlebte VfL-Keeper Carsten Niester einen geruhsamen Abend.

Nachdem Andreas Kari Hendrik Schulz umkurvt und zum 3:0-Pausenstand eingeschoben hatte (26.), markierte Tobias Kern im zweiten Abschnitt auch noch das 4:0 (64.). Es war bereits der 18. Saisontreffer des 27-Jährigen. „Mit drei Toren hat er sein Soll natürlich erfüllt“, lobte Arends den schnellen Angreifer und hob außerdem die starken Mittelfeldspieler Yannis Brockmann und Schahuaz Amir-Juki hervor.

Dass die Niederlage durchaus höher hätte ausfallen können, wenn die Wildeshauser U 23 ihre Konter cleverer ausgespielt hätte, war auch Hendrik Sandkuhl bewusst. „Mit dem 4:0 sind wir noch relativ gut bedient“, meinte er. „Aber der VfL ist auch keine Mannschaft, gegen die wir Punkte holen müssen – viel wichtiger wird es am Sonntag gegen den TV Jahn.“

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