VfL-Coach Klaus Ebel nimmt Schlusslicht TV Jahn nicht auf die leichte Schulter

Keine Zeit für Experimente

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Auch wenn der VfL Wildeshausen bereits das Hinspiel gegen den TV Jahn haushoch mit 7:0 gewonnen hat, ist Coach Klaus Ebel nicht gewillt, das Spiel als Selbstläufer zu betrachten. ·

Wildeshausen - Von Daniel WiechertVfL Wildeshausens kommender Gegner (Sonntag, 14 Uhr) TV Jahn Delmenhorst stellt mit 13 Toren in 15 Fußball-Bezirksliga-Spielen die schwächste Offensive, ist mit 48 Gegentoren die Schießbude der Liga und hat zuletzt fünf Spiele in Folge verloren. Die nackten Zahlen sprechen für sich. Doch Wildeshausens Trainer Klaus Ebel möchte diese Fakten nicht überbewertet wissen: Derby sei das Stichwort. „Da braucht man nicht auf die Tabelle zu gucken“, sagt der VfL-Coach. So abgehalftert es klingen möge, „aber diese Partien haben ihre besonderen Gesetze“.

Deshalb wäre es laut Ebel der größte Fehler, wenn er jetzt anfangen würde, zu experimentieren: „Andre Hesselmann, Alexander Kupka oder auch Valdrin Stublla, nur um drei zu nennen, hätten sicherlich eine Chance verdient, aber sie müssen jetzt in der Zweiten ran, sich dort voll reinhängen“, sagt Ebel. Schließlich befinde sich die Wildeshauser Reserve in der Kreisliga im Abstiegskampf und dort müsse derzeit das Hauptaugenmerk liegen. „Experimentieren werden wir erst in der Wintervorbereitung“, kündigt der VfL-Trainer deshalb an.

Bis dahin müssten die derzeit 13 festgespielten VfL-Akteure weiter Vollgas geben. Nachdem der Rückrundenauftakt letzte Woche beim TV Esenshamm aufgrund widriger Platzverhältnisse ausgefallen war, steht nun also das Heimspiel gegen TV Jahn Delmenhorst an. Im Hinspiel frühstückten die Wildeshauser den TV Jahn mit 7:0 ab, doch für Ebel ist das bereits Vergangenheit. Für den Coach war das 1:1 vor fünf Wochen gegen den Tabellenvorletzten SV Eintracht Wiefelstede ein Warnschuss, keinen Gegner in der Liga zu unterschätzen: „Nachdem Jahn vor dem totalen Chaos stand, haben sie das als Mannschaft bisher recht seriös gelöst“, sagt Ebel.

Überhaupt ist ihm die Erwartungshaltung an sein Team hier und da zu hoch: „Viele Leute verstehen nicht, dass wir keine Maschinen sind. Es ist nicht immer machbar, alles zu gewinnen“, bittet der Trainer um etwas mehr Sinn für die Realitäten. Dafür bemüht er die Beispiele der Bundesligisten Eintracht Frankfurt und SC Freiburg, die nach einer überragenden vorherigen Saison auch nicht mehr an ihre Leistungen anknüpfen könnten.

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