Keine Spannung, keine Punkte

VfL Wildeshausen verliert auch sein drittes Heimspiel: 0:3 gegen SV Bevern

Beverns Bernd Gerdes (rechts) spitzelt Wildeshausens Kevin Radke an der Strafraumgrenze den Ball vom Fuß.
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Gutes Timing: Beverns Bernd Gerdes (r.) spitzelt Wildeshausens Kevin Radke an der Strafraumgrenze den Ball vom Fuß.

Wildeshausen – Es gab Zeiten, da war das Krandelstadion eine Festung. Inzwischen hat die Heimstätte des VfL Wildeshausen offenbar ihren Schrecken verloren, denn der Fußball-Landesligist ging auch im dritten Spiel der laufenden Saison vor eigenem Publikum leer aus. Nach den Pleiten gegen BW Papenburg (0:2) und Germania Leer (2:3) entführte auch der Tabellenzweite SV Bevern mit einem 3:0 (1:0)-Erfolg alle drei Zähler aus der Huntestadt.

Wegen eines bestätigten Coronafalls bei den Krandel-Kickern hatte VfL-Teammanager Sebastian Pundsack beim Landesliga-Meister von 2019 um Verlegung der Partie gebeten. Doch die Gäste aus dem Landkreis Cloppenburg hätten auf den angesetzten Spieltermin beharrt, ärgerte sich David Lohmann. Wildeshausens Torwarttrainer trug die sportliche Verantwortung, weil sich VfL-Coach Marcel Bragula und Co-Trainer Patrick Meyer in Quarantäne begeben hatten. Kurz vor dem Anpfiff musste der 32-Jährige auch noch eine Änderung an der Startelf vornehmen. Sturmtank René Tramitzke, der beim 2:2 in Friesoythe eine ganz starke Leistung geboten hatte, hatte beim Aufwärmen abgewunken. Für ihn rutschte Kevin Radke ins Team.

Vizekapitän Radke hatte zuletzt mehrere Wochen wegen Adduktorenproblemen pausiert. Auf ungewohnter Position als linker Teil des Offensivtrios war der 30-Jährige in der Anfangsphase auffälligster Wildeshauser. Mit einem tollen Außenristpass bediente Radke Lucas Abel. Doch durch einen schlechten ersten Kontakt machte sich der Mittelstürmer die Chance selbst zunichte – sonst hätte er freie Bahn gehabt (8.). Sekunden später verfehlte Radke das Tor von Tim Kröger nur knapp. Auch der Flachschuss von Steven Müller-Rautenberg wurde eine sichere Beute des SVB-Keepers (25.).

Die nächste Chance hatte ebenfalls der Flügelstürmer, als er den Ball über Kröger, aber auch über das Tor lupfte (29.). Müller-Rautenberg hatte tags zuvor seine Janine kirchlich geheiratet und war nach der anschließenden Feier erst um fünf Uhr morgens zuhause. Trotzdem stellte er sich in den Dienst der Mannschaft. „Aber jetzt bin ich echt kaputt“, pustete der frischgebackene Ehemann nach dem Abpfiff durch.

Von den Gästen war in der ersten halben Stunde nicht viel zu sehen. Doch dann ließen sie urplötzlich ihre enorme Qualität aufblitzen: Bernd Gerdes flankte von rechts butterweich auf den zweiten Pfosten, wo Sascha Thale per Flugkopfball das 1:0 erzielte (33.). „Da haben wir Gerdes zu viel Platz gelassen“, meinte Lohmann. In der Halbzeit und auch während des zweiten Durchgangs holte er sich mehrfach telefonische Instruktionen von Bragula, der die Partie daheim vorm Livestream verfolgte. Doch zündende Ideen waren offenbar nicht dabei. „Bei uns fehlten ein bisschen die Spannung und der Druck nach vorn“, bestätigte Lohmann.

Stattdessen erhöhte Leon Neldner auf 2:0 (69.), und in der Nachspielzeit hämmerte Sebastian Sander den Ball von halbrechts zum 3:0 in den linken Knick (90.+2). „An sich haben wir nicht viel zugelassen. Bevern hat vier Chancen und macht drei davon rein“, sagte Lohmann. Bei seinem Team vermisste er hingegen die Überzeugung in der Offensive. Bis auf einen sehenswerten Fallrückzieher von Radke, der wegen gefährlichen Spiels zurückgepfiffen wurde (75.), und einen Schuss von Mattes Hehr, den Kröger mit den Fäusten abwehrte (85.), kam vom VfL nicht viel.

Stenogramm

VfL Wildeshausen – SV Bevern 0:3 (0:1)

VfL Wildeshausen: Prieto-Falk - Nakelski, Hehr, Abel (64. Ramke), Müller-Rautenberg, Radke, Kant, Eberle, Kupka (71. Krumland), Ostendorf, Dreher

SV Bevern: Kröger - Wichmann, Hennig, Gerdes (84. Hoffmann), Bramscher, Sander, Thale, Thoben, Neldner (78. Kanjo), Stoimenou (59. König), Tepe

Tore: 0:1 (33.) Sascha Thale, 0:2 (69.) Leon Neldner, 0:3 (90.+2) Sebastian Sander

Schiedsrichter: Philip Eiben (SG Sengwarden/Fedderwarden)

Zuschauer: 250

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