Keine Punkte für Kellmann und Witscher zum Geburtstag

Weibliche B-Jugend des Harpstedter TB lässt sich beim 9:20 den Schneid abkaufen

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Harpstedts vierfache Torschützin Antonia Hanke (l.) agierte mit zunehmender Spieldauer immer selbstbewusster. 

Harpstedt - Von Sven Marquart. Liebevoll hatte die weibliche B-Jugend des Harpstedter TB ihre Ersatzbank mit einer Girlande dekoriert. „Happy Birthday“ wünschten die dicken glänzenden Lettern. Die Gratulation galt Markus Kellmann und Jan Witscher. Beide HTB-Trainer hatten am Dienstag Geburtstag. Kellmann wurde 53, sein Partner Witscher 24 Jahre alt. Partylaune wollte in der Harpstedter Spielhalle trotzdem nicht aufkommen. Denn sportlich gab es rein gar nichts zu feiern: Mit 9:20 (2:11) unterlag der Handball-Landesligist dem ungeschlagenen Spitzenreiter HG Jever/Schortens.

Die Partie begann sehr zerfahren. Beide Teams agierten hektisch und ohne klare Struktur im Spielaufbau. Zunächst war der HTB dem Klassenprimus noch ebenbürtig und konnte das 0:1 durch Stine Cordes und das 1:2 durch Antonia Hanke egalisieren. Doch ab dem 2:2 (6.) herrschte bei den Gastgeberinnen dann mehr als 21 (!) Minuten völlige Torflaute. Was der Tabellenfünfte auch versuchte – das Runde wollte einfach nicht ins Eckige. Unter anderem trafen Ilvi Kellmann und Johanna Geisler nur die Querlatte, während Jule Kopp die Kugel an den Pfosten setzte. Später stand das Aluminium auch bei zwei Siebenmetern von Jule Kopp (32.) und Johanna Geisler (32.) im Weg.

Es war der guten Deckungsarbeit und der erneut stark haltenden Aushilfstorhüterin Anne-Sophie Wöhler geschuldet, dass der HTB zur Pause „nur“ mit 2:11 hinten lag. „Die Abwehr war top! Defensiv war das unsere beste Saisonleistung. Aber der Angriff war nicht gut. Da hatten wir viel zu viel Respekt“, sagte Markus Kellmann. Das war die Hauptursache, weshalb seine Schützlinge immer wieder aus schlechten Wurfpositionen abschlossen.

Die Durststrecke endete erst mit dem 3:11 (27.) durch Kea-Sophie Corßen. Dann musste der HTB allerdings nochmal zehneinhalb Minuten warten, ehe Antonia Hanke der vierte Treffer gelang – 4:16 (38.). Die Doppellizenzspielerin von der HSG Phoenix wurde nun immer selbstbewusster, ging mutig auf die Nahtstellen der HG-Abwehr und netzte noch zweimal ein. „Antonia hat nie aufgegeben“, lobte Markus Kellmann seine Rückraumspielerin.

Doch auch sie konnte nicht verhindern, dass nach 50 Minuten eine 9:20-Niederlage auf der Anzeigentafel stand. „Leider hat es nicht gereicht. Wir haben uns den Schneid abkaufen lassen“, bedauerte Markus Kellmann. Zum Trost gab es dann ein Geburtstagsgeschenk von seiner Mannschaft und Kaltgetränke.

Harpstedter TB: Wöhler - Kellmann, Hanke (4), Steimke (1), Fitting (1/1), Kopp, Cordes (2), Kammann, Sparkuhl, Corßen (1), Geisler.

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