Nach 4:6 bei Frisia Goldenstedt raus aus dem Bezirkspokal

Kein Happy End im Wildeshauser Elfmeterkrimi

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An Freund und Feind vorbei: Weder Goldenstedts Keeper Jonas Reinke noch Wildeshausens Marius Krumland (vor ihm) und sein Kollege Hauke Glück (hinter Reinke) erreichten diesen Eckball. Später verschoss Krumland den einzigen Versuch im Elfmeterschießen. 

Goldenstedt - Von Cord Krüger. Wie vor einem Jahr war gestern für den VfL Wildeshausen im Bezirkspokal Endstation beim TuS Frisia Goldenstedt – anders als in der Vorsaison aber nicht in der zweiten, sondern schon in der ersten Runde. Am Ende musste sich der Club aus der Bezirksliga 2 dem Gastgeber aus der Bezirksliga 4 mit 4:6 nach Elfmeterschießen (1:1/0:0) geschlagen geben. 

„Im Nachhinein ist das unglücklich“, fand Wildeshausens Trainer Marcel Bragula – nicht nur wegen des kleinen Krimis vom Punkt: „Wir waren über 90 Minuten spielbestimmend, haben defensiv sicher gestanden, aber mit unserer Offensivleistung war ich nicht einverstanden.“

Die Kreisstädter hatten direkt von ihrem dreitägigen Trainingslager mit drei Einheiten und dem 2:1-Sieg im Test bei Kreisligist TuS Heidkrug am Freitag (beide Tore durch Robin Ramke) das Huntestadion angesteuert – nach dem Anpfiff aber gleich das Kommando übernommen. Mit dem ersten feinen Spielzug über Sascha Görke und Robin Ramke hatte Kevin Kari Pech, als sein Schuss in der Abwehr hängen blieb (4.). Sechs Minuten später scheiterte der aufgerückte VfL-Innenverteidiger Thorben Schütte (bis zu seiner verletzungsbedingten Auswechslung souveräner Auftritt neben Marius Krumland im Abwehrzentrum) mit einem Kopfball nach einem Freistoß von Lukas Schneider. Spätestens, als Maximilian Seidel mit einem Alleingang an Frisia-Keeper Jonas Reinke scheiterte, wäre die Gäste-Führung verdient gewesen (15.). Doch Reinke baute sich stark vor Wildeshausens Stürmer auf – die beste Tat des gelegentlich unsicher wirkenden Torhüters. Ein weiter Schneider-Freistoß fast von der Mittellinie zum Beispiel wäre Frisias Nummer eins fast durch die Hosenträger gerutscht (23.).

Goldenstedts Gefahr beschränkte sich auf zwei Konter und zwei Freistöße, beide sichere Beute von VfL-Schlussmann Felix Dittrich. Bei einem dieser Standards kam allerdings der zum Kopfball hochgestiegene Schütte so unglücklich auf, dass er sich den linken Fuß verknackste (37.) und kurz vor der Pause raus musste. Für den Pechvogel rückte Alexander Kupka in die Innenverteidigung, Kupkas Part im Mittelfeld übernahm der eingewechselte Christoph Stolle

Nach Wiederanpfiff scheiterte Seidel mit einer Kopfball-Bogenlampe an Reinke (49.). Diese nächste vergebene Gelegenheit rächte sich:

Robin Ramke köpft das späte 1:1

Als Kupka nach dem Pass in seinen Rücken von Dittrich den Ball verlor, schnappte sich Simon Lübbehusen die Kugel und traf von links ins lange Eck zum 1:0 (68.). „Das Tor haben wir mit vorbereitet“, monierte Bragula, der Sekunden nach dem Rückstand Kupka wegen dessen Oberschenkel-Beschwerden auswechselte. Danach rannte sein Team an und drängte auf den Ausgleich. Schneider scheiterte jedoch mit einem als Linksflanke gedachten Ball, der aus dem rechten Giebel heraussprang (71.). Ein Schuss von Stolle prallte von einem Goldenstedter Bein auf der Torlinie ab (77.) – es deutete alles auf das Pokal-Aus hin. Doch in der Nachspielzeit ermöglichte Robin Ramke das Elfmeterschießen, als er einen abgefälschten Versuch Seidels in die Maschen köpfte (90.+1). Eine Minute später parierte Dittrich noch ganz stark einen Kopfball von Alexander Zitnik, sodass es zum Shootout kam. Dort brachte Tobias Feldhaus den TuS in Führung, Stolle glich aus, Bernd Schlömer traf zum 3:2, Tramitzke hämmerte den Ball unten links ein, Irfan Akan besorgte die erneute Führung – und Marius Krumland schoss daneben. Stefan Feldhaus legte zum 5:3 vor, der eingewechselte Christopher Kant verkürzte noch einmal – doch Sven Gerlach machte Goldenstedts Zweitrunden-Einzug perfekt.

„Am Ende war es Pech, aber Goldenstedt hat auf mich auch sicherer vom Punkt gewirkt“, urteilte Bragula – und haderte mit den zwei Halbzeiten davor: „Vielleicht hat uns ein bisschen die Frische gefehlt. Vorn haben wir uns zu spät vom Ball getrennt.“

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