Kein Handball im Dezember

HVN setzt Spielbetrieb bis Jahresende aus – es gibt aber Ausnahmen

2G plus tagesaktueller Test: Den meisten Handballmannschaften in Niedersachsen ist der Aufwand für Trainings- und Spielbetrieb unter den derzeitigen Coronabestimmungen zu groß.
+
2G plus tagesaktueller Test: Den meisten Handballmannschaften in Niedersachsen ist der Aufwand für Trainings- und Spielbetrieb unter den derzeitigen Coronabestimmungen zu groß.

Neerstedt/Harpstedt – Abpfiff! Der Handball-Verband Niedersachsen (HVN) hat sich entschieden, seinen Spielbetrieb aufgrund der aktuellen Coronalage mit sofortiger Wirkung zunächst bis zum Jahresende zu unterbrechen. Nur in den Oberligen der weiblichen und männlichen B- und C-Jugend wird an diesem und am nächsten Wochenende weitergespielt.

„Ich denke, es ist vernünftig, jetzt eine Pause zu machen“, sagt Cordula Schröder-Brockshus. Dabei hat die Trainerin des Frauen-Oberligisten TV Neerstedt nicht nur die Gesundheit ihrer Spielerinnen im Blick, sondern auch den immensen Aufwand, den die regelmäßigen Testungen aller Beteiligten vor sämtlichen Trainingseinheiten und Spielen mit sich bringen. „Unter diesen Bedingungen wäre es nicht so einfach gewesen, den Spielbetrieb aufrechtzuerhalten“, glaubt die 28-Jährige.

So wie Cordula Schröder-Brockshus dachten offenbar die meisten ihrer Trainerkollegen. Denn bei der Onlineumfrage, die der HVN angestoßen hatte, sprachen sich die Vereine – mit Ausnahme der B- und C-Jugend – in allen Ligen mehrheitlich für eine Saisonunterbrechung aus. Diesem Wunsch folgte die HVN-Spitze. „Das Votum unserer Vereine war eindeutig, so dass wir im Präsidium eine leichte Entscheidung zu treffen hatten“, sagt HVN-Präsident Stefan Hüdepohl. Auch die Neerstedter Verbandsliga-Männer sowie die beiden Landesklassen-Teams der Grün-Weißen hatten sich gegen eine Fortsetzung des Spielbetriebs ausgesprochen.

Während in den meisten HVN-Regionen der Ball bis Ende Januar ruht, soll die Spielpause auf Verbandsebene fürs Erste nur bis zum 31. Dezember dauern. „Wir hoffen, dass sich die Lage schnell entspannt, so dass wir möglichst bald wieder unserem Sport nachgehen können und den Regelspielbetrieb ab Anfang Januar wieder aufnehmen können“, erklärt HVN-Vizepräsident Jens Schoof, der den Bereich Spieltechnik verantwortet. „Wir werden die pandemische Lage aber stetig beobachten und entsprechend informieren“, ergänzt er. Auch Cordula Schröder-Brockshus hofft, „dass es im Januar wieder besser aussieht und wir dann weitermachen können“.

Aufgrund der Kürze der geplanten Unterbrechung ist es den HVN-Verantwortlichen wichtig, dass die Vereine den Trainingsbetrieb aufrechterhalten. „Es wird in dieser Saison keine sechswöchige Vorbereitungszeit zum Re-Start geben“, betont Schoof. Bei den Neerstedter Oberliga-Frauen will Cordula Schröder-Brockshus ihre Crew nach Möglichkeit noch bis zum 17. Dezember zum Training bitten, um dann eine zweiwöchige Weihnachtspause einzulegen. Anfang Januar soll es gleich weitergehen. Laut Spielplan müsste der Tabellenvorletzte dann zunächst am Sonnabend, 15. Januar, 17.30 Uhr, bei der SG SV Friedrichsfehn/TuS Petersfehn antreten. „Die Verletzungsgefahr wäre enorm, wenn wir bis dahin gar nichts machen würden und dann gleich von null auf hundert gehen“, unterstreicht Cordula Schröder-Brockshus. Nach einem Gespräch mit Bürgermeisterin Antje Oltmanns ist sie zuversichtlich, dass die Gemeinde Dötlingen die Neerstedter Sporthalle nicht komplett dichtmachen wird. „Ich habe von anderen Vereinen gehört, bei denen die Hallen auch für das Training geschlossen worden sind“, berichtet die Übungsleiterin.

Auch die vier in der Landesliga spielenden Neerstedter Nachwuchsteams und die männliche A-Jugend des Harpstedter TB haben nun Pause, denn der Jugendspielbetrieb wird ebenfalls bis zum Jahresende unterbrochen. Nur in den Oberligen der weiblichen und männlichen B- und C-Jugend wird weitergespielt. „Hier werden wir das eindeutige Votum der Vereine ebenfalls umsetzen“, sagt Olaf Bunge. „Aufgrund der Sichtungen, der Meldung zur deutschen Meisterschaft sowie Auswahlmaßnahmen ist die Entscheidung in den Oberligen der B- und C-Jugend begründbar und sportlich nachvollziehbar“, findet der HVN-Jugendspielwart. Der regionsübergreifende Spielbetrieb in der A-Jugend wird hingegen bis zum 31. Januar ausgesetzt. „Hier haben wir uns an der Entscheidung unserer Regionen orientiert“, erläutert Bunge.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Haake nach erstem Sieg erleichtert

Haake nach erstem Sieg erleichtert

Haake nach erstem Sieg erleichtert
Fußball-Kreisligist TSV Großenkneten ist Dritter der Fairnesswertung

Fußball-Kreisligist TSV Großenkneten ist Dritter der Fairnesswertung

Fußball-Kreisligist TSV Großenkneten ist Dritter der Fairnesswertung
„Unsere Abwehr war nicht Weser-Ems-Liga tauglich“

„Unsere Abwehr war nicht Weser-Ems-Liga tauglich“

„Unsere Abwehr war nicht Weser-Ems-Liga tauglich“
Luthardt bittet SC Dünsen und Adelheider TV zur Kasse

Luthardt bittet SC Dünsen und Adelheider TV zur Kasse

Luthardt bittet SC Dünsen und Adelheider TV zur Kasse

Kommentare