Wildeshausens Torwart rettet 1:0 gegen Heidmühler FC / Düser knipst

Keeper Hollmann sei Dank:VfL-Traumstart perfekt

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Hier einen Schritt zu spät, beim Siegtor stand Tobias Düser (M.) aber goldrichtig. Nach Vorarbeit von Maxi Seidel musste er die Kugel nur noch über die Linie schieben. ·

Wildeshausen - Von Daniel WiechertDen Papst in der Tasche oder besser gesagt: Harm-Aike Hollmann zwischen den Pfosten, hatte gestern der Fußball-Bezirksligist VfL Wildeshausen beim 1:0-Heimsieg gegen den Heidmühler FC.

Es lief die 70. Spielminute im Krandelstadion, als sich etliche Zuschauer verwundert die Augen rieben. Wie war es möglich, dass der VfL Wildeshausen noch immer mit 1:0 in Führung lag? Die Antwort stand im Tor des VfL: Harm-Aike Hollmann hatte gerade innerhalb weniger Sekunden zunächst den Fernschuss von Daniel Geisler pariert, bevor er den Nachschuss von Malte Wobbe über die Latte lenkte. Doch der Heidmühler FC ließ nicht nach, und so musste Hollmann wenig später wieder zupacken. Erst erneut gegen Wobbe und dann entschärfte der 19-Jährige auch den Schuss von Dardan Ja shari.

„Ich habe gar kein Problem damit, zu sagen, dass das riesiges Glück für uns war. Unser Torwart hat uns gerettet“, sagte VfL-Trainer Klaus Ebel nach der Partie. Dabei war es gestern Hollmanns erstes Punktspiel für die Wildeshauser Herrenmannschaft. Wahrlich eine gelungene Premiere.

Allerdings mit einem kleinen Wermutstropfen. Der 19-Jährige zog sich bei einem Abschlag wohl eine Zerrung im rechten Oberschenkel zu. „Aber das ist für mich kein Problem“, sagte der Keeper und kündigte an: „Ich spiele weiter. Die Abschläge muss dann ein anderer machen, und in zwei, drei Wochen merke ich davon eh nichts mehr.“

Allzu viele Ausfälle kann sich der VfL auch nicht mehr leisten. „Heute hat man gesehen, dass wir die Lauffreudigkeit von Jan Lehmkuhl oder Janek Jacobs nicht ersetzen können“, gab Ebel zu Bedenken. Der Trainer haderte zudem mit Matthias Ruhle, als sich dieser während einer Drucksituation in die Offensive eingeschaltet hatte: „Er muss wissen, dass er heute ohne Jan Lehmkuhl an seiner Seite spielt. Da muss er einfach defensiver stehen.“ Gerade weil der VfL eine junge Mannschaft sei, erwartet der 66-Jährige, dass die wenigen Routiniers mehr Selbstverantwortung zeigen.

Überhaupt hakte das Wildeshauser Korsett gestern an vielen Stellen. Die Heidmühler Außenspieler kamen immer wieder ungehindert zur Grundlinie, um von dort zu flanken. „In der zweiten Halbzeit hatten wir einfach Glück – das war kein Können. Dass wir in der Defensive so ungeordnet sind, kenne ich von meinem Team eigentlich nicht“, kritisierte Ebel.

In der Offensive versprang dem hochveranlagten Maximilian Seidel das ein oder andere Mal der Ball. Trotzdem leistete der 18-Jährige in der 52. Minute die Vorarbeit zum Tor des Tages: Von Benjamin Bohrer im Strafraum freigespielt, sah Seidel den besser postierten Tobias Düser, der den Ball aus kurzer Distanz zum 1:0 über die Linie schob. Danach hatte VfL-Stürmer Rene Tramitzke das 2:0 auf den Fuß, scheiterte aber am Keeper (73.) beziehungsweise am Aluminium (85.). Dank Hollmanns Reflexen musste der VfL am Ende diesen vergebenen Chancen nicht hinterher trauern.

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