Keeper des Handball-Oberligisten pariert beim Coup von Bissendorf im Halbfinale und Endspiel jeweils drei Siebenmeter

Hexer Kuper ist Neerstedts Pokalheld

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Die Oberliga-Handballer des TV Neerstedt bejubeln den Gewinn des HVN/BHV-Pokals.

Bissendorf - Von Daniel Wiechert. Er ist ein absoluter Hexer! Christoph Kuper hat sich beim Final-Four-Turnier nicht nur zum Halbfinal-Helden aufgeschwungen (siehe Bericht unten). Nein, der Keeper des Handball-Oberligisten TV Neerstedt setzte im Endspiel um den HVN/BHV-Pokal noch einen drauf: Durch seine Paraden holten sich die Grün-Weißen im Siebenmeterwerfen gegen den gastgebenden TV Bissendorf-Holte den „Pott“.

Nach 60 Minuten hatte es 33:33 gestanden, doch im Shootout hielt Kuper dann drei Siebenmeter. Da Björn Wolken, Eike Kolpack und Torben Kruse getroffen hatten, war der Neerstedter Coup perfekt. Alle stürmten schließlich auf den TVN-Keeper zu und begruben ihn beim Feiern förmlich.

Doch Kuper selbst war das alles zu viel des Guten. Der 31-Jährige behielt die Contenance. „Natürlich war das etwas Besonderes für mich. Ich hatte vorher noch nie so eine Situation und dann gleich zwei Mal an einem Tag“, meinte der Matchwinner: „Aber ich allein habe das hier nicht gewonnen. Wenn die anderen beim Siebenmeter fünf Mal gegen die Wand werfen, kann ich auch nichts mehr machen“, lobte er seine treffsicheren Vorderleute.

Allen voran Eike Kolpack. Der Rückraumriese war der zweite Finalheld des Oberliga-Vierten. Insgesamt warf der 22-Jährige zehn Tore. Besonders in der spannenden Schlussphase behielt der Halblinke die Ruhe, verwandelte seine Siebenmeter mehr als sicher.

Dabei hätte es gar nicht so spannend werden müssen. Denn die Mannschaft des Trainerduos Dag Rieken und Kai Freese hatte das Finale über weite Strecken bestimmt. In der Anfangsphase war es noch ein Spiel auf Augenhöhe. So stellte Kreisläufer Torben Quickert per Doppelschlag auf 7:6 (10.). Plötzlich liefen die Grün-Weißen heiß, fast alles klappte: Nur vier Minuten später traf Björn Wolken zum 10:6, Linksaußen Andrej Kunz erhöhte gar auf 17:10 (26.).

Doch angetrieben von den etwa 350 Zuschauern gaben die Bissendorfer nicht auf. Der Oberliga-Siebte kämpfte sich zurück ins Spiel, war in der 42. Minute wieder auf drei Treffer (26:29) dran. Geschlagene acht Zeigerumdrehungen blieben die Neerstedter ohne Torerfolg. Bissendorf hatte Lunte gerochen und traf dann 40 Sekunden vor Schluss tatsächlich zum 33:33-Endstand, die Halle kochte. Aber Hexer Kuper kühlte sie schnell herunter.

„Wir hätten es gar nicht mehr so spannend machen dürfen“, sagte Rieken. Doch nach einer Oberschenkelblessur von Björn Wolken habe der Abwehrinnenblock nicht mehr einwandfrei funktioniert und im Angriff habe dann die Durchschlagskraft gefehlt. „Aber was Christoph Kuper dann gemacht hat, war grandios“, lobte der Coach.

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