Torhüter und Stürmer kommen vom BV Essen

Fußball-Landesligist VfL Wildeshausen verstärkt sich mit Janne Kay und Lucas Abel

Lucas Abel
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Lucas Abel

Wildeshausen – Die Gelegenheit war günstig: Der VfL Wildeshausen hat den freiwilligen Rückzug des BV Essen aus der Fußball-Landesliga genutzt, um sich personell breiter aufzustellen. Aus der „Konkursmasse“ des bisherigen Staffelkonkurrenten wechseln Torwart Janne Ole Kay (21) und Angreifer Lucas Abel (20) in den Krandel. Beide sind sofort spielberechtigt. „Das war nicht unbedingt geplant, erhöht den Konkurrenzkampf aber nochmal ein bisschen“, freut sich VfL-Coach Marcel Bragula über die Verstärkungen.

Mit der Verpflichtung von Schlussmann Kay reagierte Bragula auf die „sehr undurchsichtige Situation auf der Torhüterposition“. Zwar erfüllten sowohl Miguel Förster (19) als auch Sören Willers (20) bis zur coronabedingten Aussetzung des Spielbetriebs im Oktober die Erwartungen. „Allerdings ist bei beiden noch nicht klar, wie es beruflich bei ihnen weitergeht. Es kann sein, dass beide bleiben. Es kann aber auch sein, dass uns beide am Saisonende verlassen“, berichtet Bragula. Für den zweiten Fall hat der 46-Jährige mit Kay vorgebaut. „Es wäre sehr riskant gewesen, bis zum Sommer zu warten“, bestätigt der Trainer.

Bis dahin wird Janne Kay mit Förster und Willers um den Platz zwischen den Pfosten kämpfen. Mit seinen 21 Jahren ist der Oldenburger der Älteste in dem Trio. „Mein Ziel ist es, auf jeden Fall zu spielen“, gibt sich Kay selbstbewusst: „Trotz meines jungen Alters habe ich schon einige Erfahrungen gemacht und weiß, was ich kann.“ Für den BVE absolvierte der 1,89 Meter lange Keeper sowohl die beiden Landesliga-Partien gegen den SV Bevern und den BW Papenburg (jeweils 1:1) sowie das Bezirkspokalspiel beim SV Thüle (0:1). „Ich habe Janne zweimal beobachtet. Seine Leistungen waren sehr solide. Er ist sicher beim Rauslaufen und stark auf der Linie“, erzählt Bragula. Genauso wie Welttorhüter Manuel Neuer, den Bayern-Fan Kay als sein Vorbild bezeichnet („Er ist Extraklasse!“), versucht er, stets anspielbar zu sein.

Vor seinem Wechsel nach Essen spielte Kay beim inzwischen insolventen BV Cloppenburg, wo er unter anderem Oberliga-Erfahrung sammelte. Aus dieser Zeit kennt er auch seine beiden künftigen Wildeshauser Teamkollegen Alexander Dreher und Marius Krumland. Nachdem es auf seinen beiden jüngsten Stationen abseits des Platzes ziemlich turbulent zugegangen war, möchte Kay in Wildeshausen nun „einfach wieder mit einer guten Mannschaft Fußball spielen“. Ihm gefallen die Stadt und das Umfeld. Am meisten freue er sich aber auf die tolle Atmosphäre im Krandel.

Wie sein alter und neuer Mitspieler Kay hatte auch Lucas Abel andere Erwartungen an sein Engagement in Essen. „Was die Dauer angeht, hatte ich mir mehr erhofft. Aber es war eine Erfahrung wert“, sagt Abel. Im Sommer hatte er noch als 19-Jähriger mit der Empfehlung von 17 Kreisliga-Treffern für den TSV Großenkneten den Zwei-Klassen-Sprung zum BVE gewagt – und an der Hasestraße nicht enttäuscht.

„Die Umstellung war schon enorm, gerade was das Tempo und die Intensität angeht“, schildert der junge Angreifer. Dabei kam ihm jedoch seine Zeit mit dem BV Cloppenburg in der B-Junioren-Niedersachsenliga zugute. „Da ist das Tempo ähnlich. Allerdings geht es im Herrenbereich körperlich ganz anders zur Sache.“

In Essen kam Abel vorwiegend auf der rechten Angriffsseite zum Einsatz, seine Lieblingsposition ist jedoch „die Neun“. Mit seinen 1,99 Metern Körpergröße ist der Großenkneter, der in Wildeshausen eine Ausbildung zum Immobilienkaufmann absolviert, künftig vor Lennart Feldhus (1,95 Meter) der längste Akteur im Aufgebot des Tabellendritten. „Trotzdem kann Lucas sein Kopfballspiel noch verbessern. Dafür hat er ein gutes Tempo und einen guten rechten Huf. Außerdem ist er sehr bissig im Spiel gegen den Ball und hat eine gute Einstellung zum Fußball“, erläutert Bragula. Er sieht in Abel „keinen klassischen Mittelstürmer“, sondern vielmehr „einen spielenden Stürmer, der auch als hängende Spitze oder auf der Zehn spielen kann“.

Auch wenn Kay und Abel „sofort angreifen“ können, betrachtet Bragula ihre Verpflichtung bereits als Vorgriff auf die kommende Saison. „Wie es aussieht, werden wir im Sommer wieder einen kleinen Umbruch haben“, schaut der B-Lizenzinhaber voraus. Nachdem der VfL Wildeshausen in der jüngeren Vergangenheit vermehrt externe Kräfte hinzugeholt hatte, bietet künftig auch die eigene Nachwuchsabteilung „langsam wieder Spieler, die für die erste und zweite Herren interessant werden“, meint Bragula mit Blick auf die Jahrgänge 2002 bis 2004.

Janne Ole Kay

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