VfL kassiert zwei 0:3-Niederlagen / Coach Wieking als Psychologe gefordert

Ohne Diephaus chancenlos

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Gegen die großgewachsenen Osnabrückerinnen kamen Stella Drewes (r.) und ihre Teamkolleginnen mit ihren Angriffen nur selten zum Erfolg.

Wildeshausen - Sang- und klanglos haben die Oberliga-Volleyballerinnen des VfL Wildeshausen ihre beiden Heimspiele gegen den VC Osnabrück und den FC Schüttorf 09 verloren. In beiden Partien konnte der Aufsteiger nur im ersten Satz mithalten. „Eigentlich hatten wir uns vorgenommen, zumindest ein Spiel zu gewinnen – das wäre im Hinblick auf den Klassenerhalt eine gute Sache gewesen“, meinte VfL-Mannschaftsführerin Sina Meyer.

Doch offenbar standen die Wildeshauserinnen noch unter Schock: Die Verletzung, die sich Ina Diephaus in der Vorwoche beim 3:2-Erfolg über den FC 47 Leschede zugezogen hatte, entpuppte sich als Ellenbogenbruch. Damit wird die Außenangreiferin mindestens sechs Wochen fehlen. Auch Mittelblockerin Annemarie Norpoth dürfte wegen Schulterproblemen erst im neuen Jahr aufs Feld zurückkehren. Zudem blickt Sarah Liebig Mutterfreuden entgegen und wird sich daher aufs Anfeuern beschränken. „Wir mussten also viel improvisieren“, berichtete Sina Meyer.

VfL Wildeshausen – VC Osnabrück 0:3 (21:25, 12:25, 14:25): Anfangs sah es für die Gastgeberinnen noch ganz gut aus. Allerdings hatten sie große Probleme in der Annahme, so dass Zuspielerin Vera Diersen viel laufen musste. „Dadurch konnten wir im Angriff keinen Druck machen“, erläuterte Trainer Gunther Wieking. „Außerdem haben wir diesmal nicht so stark aufgeschlagen wie sonst.“ So war die siebte Saisonniederlage der Huntestädterinnen nach weniger als einer Stunde besiegelt.

VfL Wildeshausen – FC Schüttorf 09 0:3 (21:25, 10:25, 9:25): Auch gegen den Tabellenzweiten spielte das Schlusslicht „nicht das, was wir können“, meinte Sina Meyer. Sie musste diesmal sogar auf der Diagonalposition aushelfen. Zwar konnte Roxy Hillmann ein paar gute Angriffe setzen, doch ohne die Durchschlagskraft von Ina Diephaus war der VfL chancenlos – für Wieking „auch eine Kopfsache“.

Bis zum nächsten Heimspieltag am Sonnabend, 19. Dezember, ist der Coach also auch als Psychologe gefordert. Gegner sind dann Spitzenreiter SV Union Lohne und der Tabellenvorletzte TV Eiche Horn Bremen II. „Lohne ist die mit Abstand stärkste Mannschaft der Liga, aber gegen Bremen muss ein Sieg her“, forderte Wieking.

mar

VfL Wildeshausen: Sina Meyer, Andrea Kruse, Vera Diersen, Stella Drewes, Julia Bokop, Roxy Hillmann, Katrin Schröder, Franziska Lehmann, Lea Schwuchow, Barbara Ptock, Angela Bleyle, Anika Thiel.

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