„Die Karten werden neu gemischt“

Ahlhorner SV hat im Kampf um die DM-Qualifikation die Trümpfe in der Hand

+
Will mit dem Ahlhorner SV zur DM: Angreiferin Tokessa Köhler-Schwartjes.

Landkreis – Spannung pur statt gähnende Langeweile: Nach den Turbulenzen des vergangenen Wochenendes kommt es am letzten Spieltag der 1. Bundesliga Nord am Sonntag ab 11 Uhr zwischen den Faustballerinnen des Ahlhorner SV und des TV Brettorf ganz unerwartet zu einem Fernduell um die DM-Qualifikation – und auch der SV Moslesfehn ist rein rechnerisch noch nicht aus dem Rennen. „Die Karten werden noch einmal neu gemischt“, bestätigt ASV-Faustballabteilungsleiter Ulrich Meiners.

Es war eigentlich nur eine Formsache: Der Tabellenzweite Ahlhorner SV hatte allerbeste Chancen, es Spitzenreiter TV Jahn Schneverdingen gleich zu tun und das Ticket für die deutsche Meisterschaft am 31. August und 1. September in Kellinghusen zu lösen. Doch dann patzte der amtierende deutsche Vizemeister gegen den TK Hannover und den SV Moslesfehn (jeweils 0:3) und konnte nur durch die folgenden Siege gegen Ohligser TV (3:0) und den VfL Kellinghusen (3:2 nach Abwehr von zwei Matchbällen) größeren Schaden abwenden.

Denn parallel dazu trumpfte der TV Brettorf groß auf. Die Crew von Trainerin Rieke Schwarze gewann ihre vier Begegnungen samt und sonders ohne Satzverlust – unter anderem gegen den bis dahin ungeschlagenen TV Jahn Schneverdingen. Dadurch robbten sich die Schwarz-Weißen in der Tabelle bis auf zwei Punkte und zwei Sätze an den ASV heran.

Mit zwei weiteren Zählern Abstand folgt der SV Moslesfehn auf Rang vier. Das Team von Trainer Till Oldenbostel benötigt am letzten Spieltag gegen Gastgeber VfL Kellinghusen und den TV Brettorf zwei Siege und muss außerdem darauf hoffen, dass Brettorf gegen Kellinghusen unterliegt und auch der Ahlhorner SV zweimal als Verlierer vom Feld geht. Zudem dürfen sowohl Ahlhorn als auch Brettorf nur möglichst wenige Sätze gewinnen. Ein höchst unwahrscheinliches Szenario.

„Wir möchten die Saison auf jeden Fall erfolgreich abschließen und beide Spiele gewinnen. Die DM-Qualifikation wäre das i-Tüpfelchen“, sagt Rieke Schwarze. Die Chancen beziffert sie auf „50:50“. Bei vorhergesagten Temperaturen von mehr als 30 Grad Celsius werde es „auch darauf ankommen, wer konditionell besser drauf ist“. Dennoch reist der TV Brettorf lediglich mit seiner Stammsechs nach Schleswig-Holstein.

Trotz der beiden Aussetzer in der Vorwoche hält der Ahlhorner SV immer noch alle Trümpfe in der eigenen Hand. „Auch wenn die DM-Qualifikation den Erwartungen nach eigentlich schon am vergangenen Wochenende klar sein sollte, können wir es immer noch aus eigener Kraft schaffen“, betont Ulrich Meiners. Das Restprogramm mit den Partien gegen den Tabellenfünften TSV Bayer 04 Leverkusen und Klassenprimus TV Jahn Schneverdingen, der überdies Heimvorteil besitzt, hat es allerdings in sich.  mar

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Winterlicher Hygge-Urlaub auf Fanø

Winterlicher Hygge-Urlaub auf Fanø

Google Stadia im Test

Google Stadia im Test

Hongkong: 100 Aktivisten verbarrikadieren sich weiter in Uni

Hongkong: 100 Aktivisten verbarrikadieren sich weiter in Uni

Charles und Camilla zu Besuch in Neuseeland

Charles und Camilla zu Besuch in Neuseeland

Meistgelesene Artikel

Imke Schröder hadert: „Das war einfach Grütze!“

Imke Schröder hadert: „Das war einfach Grütze!“

Kapitän Görke muss am Sonntag passen

Kapitän Görke muss am Sonntag passen

Wiekings „Debütantinnenball“

Wiekings „Debütantinnenball“

Ahlhorner Odyssee ohne Happy End

Ahlhorner Odyssee ohne Happy End

Kommentare